SZ 27.07.2026
12:24 Uhr

(+) Nachruf: Der journalistische Uhrmacher


Günter Bannas zeigte, dass Präzision und Anstand journalistische Tugenden sind. Zum Tod des langjährigen Leiters des Hauptstadtbüros der FAZ.

(+) Nachruf: Der journalistische Uhrmacher
Er war als Journalist leidenschaftlich unaufgeregt: Günter Bannas (1952–2026). Moritz Vennemann/picture alliance

Es gibt Menschen, denen man sehr nahesteht, mit denen man sich aber nicht duzt. Es gibt sogar hochgeschätzte Kollegen, denen man sich freundschaftlich verbunden fühlt – mit denen man aber trotzdem beim „Sie“ bleibt. So war mein Verhältnis zum FAZ-Kollegen Günter Bannas. So ein „Sie“ ist selten im Politikjournalismus, es war dies in unserem Fall ein Zeichen von Achtung und gegenseitigem Respekt bei aller Unterschiedlichkeit der Charaktere und publizistischen Leidenschaften. Wenn wir auf Parteitagen beieinanderstanden (er immer rauchend, solange ihm das nicht verwehrt wurde), wenn wir diskutierten, stritten und feixten, war das immer ein Vergnügen. Bannas ist soeben in Berlin im Alter von 74 Jahren verstorben.

Vor Seglerkulisse am Starnberger See beantwortet Markus Söder die Fragen von Wulf Schmiese. Eine ausführliche Antwort zum aktuellen Erfolg der AfD bleibt Bayerns Ministerpräsident erspart. Woran es dagegen nicht fehlt: Fußball-Vergleiche.

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