SZ 16.04.2026
14:58 Uhr

(+) Nach Machtwechsel: Die EU darf Ungarn jetzt nicht einfach so Milliarden überweisen


Klar, der Orbán-Bezwinger Magyar verdient alle Hilfe und auch einen gewissen Vertrauensvorschuss. Doch noch wichtiger ist: Europa darf nie wieder seine rechtsstaatlichen Prinzipien verscherbeln.

(+) Nach Machtwechsel: Die EU darf Ungarn jetzt nicht einfach so Milliarden überweisen

Viktor Orbán verlässt den Sitzungssaal und geht zur Toilette. Dieser Moment vom Brüsseler EU-Gipfel am 14. Dezember 2023 zählt zum europapolitischen Erbe des ungarischen Ministerpräsidenten. Orbán machte damals den 26 anderen Staats- und Regierungschefs den Weg frei, einstimmig die Beitrittsgespräche mit der Ukraine zu ermöglichen. Und die Europäische Union, so hatte es den Anschein, entlohnte den Ungarn, der den Beitritt der Ukraine strikt ablehnte, mit zehn Milliarden Euro.

Jahrelang hat Ungarns Premier in der EU die Interessen von Kremlchef Putin vertreten. Doch nach Orbáns historischer Abwahl muss sich Russland umstellen. Wie groß kann sein Einfluss als Öl- und Gaslieferant noch sein?

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