SZ 31.03.2026
16:54 Uhr

(+) Nach Friedrich Merz’ Pressekonferenz: „80 Prozent“: Müssen wirklich so viele Syrer zurück?


Etwa 900 000 Syrerinnen und Syrer leben in der Bundesrepublik. Welchen Aufenthaltsstatus sie haben und warum gar nicht so wenige von ihnen gute Aussichten haben, bleiben zu können.

(+) Nach Friedrich Merz’ Pressekonferenz: „80 Prozent“: Müssen wirklich so viele Syrer zurück?
Während Friedrich Merz den syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa traf, fand vor dem Kanzleramt eine kleine Demonstration statt. Tobias Schwarz/AFP

Die Äußerungen von Friedrich Merz beim Besuch des syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa zur Rückkehr von Geflüchteten haben teils heftige Reaktionen hervorgerufen. Rund 80 Prozent der Syrerinnen und Syrer in Deutschland sollten in den nächsten drei Jahre in ihr Heimatland zurückkehren, sagte der Kanzler am Montag und verwies dabei auf den Wunsch von al-Scharaa. Die Formulierung wurde allerdings anders verstanden, der Kanzler sah sich am Dienstag zu einer Klarstellung veranlasst. Die Zahl von 80 Prozent Rückkehrern habe der syrische Präsident genannt, sagte Merz. „Wir haben diese Zahl zur Kenntnis genommen, sind uns aber der Dimension der Aufgabe bewusst.“  Dennoch wurde seine Aussage kritisiert als Forderung nach massenhafter Rückkehr.  Auch wenn Merz zugleich erklärt hatte, dass Deutschland ein Interesse daran habe, dass gut integrierte Syrer im Land bleiben. Die wichtigsten Aspekte der Debatte.

Der Satz des Kanzlers zur Rückkehrquote von Syrern entwickelt sich zur kommunikativen Posse. Friedrich Merz schiebt die Zahl Syriens Übergangspräsidenten zu – aber der widerspricht nun deutlich.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: