SZ 20.05.2026
17:04 Uhr

(+) NRW-Ministerpräsident: Wüst auf schwieriger Mission in Polen


Hendrik Wüst besucht Nordrhein-Westfalens Partnerregion Schlesien und das einstige Vernichtungslager Auschwitz. Die Stimmung gegen Deutsche unter polnischen Rechten ist aufgeheizt. Übt sich da einer in internationaler Diplomatie?

(+) NRW-Ministerpräsident: Wüst auf schwieriger Mission in Polen
Ministerpräsident Hendrik Wüst geht mit Andrzej Kacorzyk, Vizedirektor des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau (li.), durch das ehemalige Vernichtungslager. Rolf Vennenbernd/dpa

Nach dem Moment des Innehaltens, der eigentlich ein ganzer Vormittag des Innenhaltens gewesen ist, ergibt es sich ganz zufällig. Hendrik Wüst hat eben in der gleißenden Mittwochmittagssonne zwei Lichter am Mahnmal zwischen den einstigen Krematorien des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau entzündet, den Kopf gesenkt. Als der Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens sich umdreht, steht da eine Gruppe Jugendlicher, die ihn interessiert beobachtet. Zehntklässler eines Gymnasiums. Sie kommen aus Flensburg, erklärt ihr Lehrer, wo der frühere Auschwitz-Kommandant Rudolf Höß 1946 festgenommen wurde. Deshalb wollten sie sich ansehen, wofür Höß verantwortlich war.

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