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28.05.2026
15:32 Uhr
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Die Macdonald-Viola von 1719 soll von einem Verein für mehr als 23 Millionen Dollar gekauft worden sein – für den Solobratscher der Berliner Philharmoniker. Wird Musik durch Rekorde noch besser?

Die Macdonald-Bratsche von 1719 ist eine der zehn von Antonio Stradivari gebauten Bratschen, die noch immer spielbar sind. Kin Cheung/AP
Um es gleich mit Nachdruck vorwegzusagen: Mag das Instrument noch so selten, so teuer, so kostbar sein, von dem die Aficionados und die Auktionshäuser tönen, am Ende machen die Spieler die Musik. Je besser und souveräner diese sind, desto interessanter, lebendiger und beeindruckender wird die Musik sein. Es gibt eine berühmte Anekdote von Jascha Heifetz, einem der größten Geiger aller Zeiten. Nach einem Konzert rauschte eine begeisterte Zuhörerin ins Künstlerzimmer und schwärmte Heifetz an, dass seine Geige wieder so zu Herzen gehend geklungen habe. Heifetz nahm seine Geige aus dem Kasten, hielt das Ohr an den Korpus und stellte lakonisch fest: „Ich höre nichts.“
Während Einzelne für ihre Bücher hohe Vorschüsse kassieren, können sich viele das Leben als Schriftsteller kaum noch leisten. Eine aktuelle Debatte über Ungleichheit auf dem Buchmarkt, übersieht, was wirklich schiefläuft.
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