SZ 01.09.2026
15:41 Uhr

(+) Münchner Oktoberfest: „Ein paar Bilder der Zeit anzupassen, ist kein Widerspruch zur Tradition“


Die Umgestaltung von vier Frauenfiguren auf dem Teufelsrad erhitzt die Debatte über Sexismus auf der Wiesn. Die Kulturanthropologin Simone Egger über züchtige Dirndl, Radlerhosen und fehlendes Bewusstsein für den Umgang mit der Geschichte.

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Eine der Frauenfiguren über dem Eingang des Fahrgeschäfts Teufelsrad soll eine Südseebewohnerin darstellen. Sie war zuvor mit fast blankem Busen, Blumenkette um den Hals und nackten Füßen zu sehen (rechts). Jetzt hat sie Schuhe und ein Oberteil bekommen.
Fotos: Victoria Bonn-Meuser, Sven Hoppe

Die Frauenfiguren auf dem Fahrgeschäft Teufelsrad auf dem Münchner Oktoberfest tragen mehr Kleidung. Das Traditionsgeschäft Teufelsrad hat – nach entsprechenden Hinweisen der städtischen Gleichstellungsstelle – die 80 Jahre alten Frauenfiguren übermalen lassen. Sie tragen nun hochgeschlossenere Dirndlblusen als vorher und sind mit Radlerhosen ausgestattet, damit der Blick unter den Rock verhindert wird. Das sorgt für hitzige Debatten, auch im Rathaus.

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