SZ 11.05.2026
02:44 Uhr

(+) Manuela Schwesig bei „Caren Miosga“: „Frau Schwesig, was soll das?“


Die SPD war selten unbeliebter als jetzt. Also schickte die Partei am Sonntagabend eine ihrer beliebtesten Ministerpräsidentinnen zu Caren Miosga. Manuela Schwesig stimmte ein paar alte Hits an.

(+) Manuela Schwesig bei „Caren Miosga“: „Frau Schwesig, was soll das?“
„Wie will die SPD Vertrauen zurückgewinnen?“ – Caren Miosga (li.) mit ihrem Gast Manuela Schwesig, SPD-Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern. NDR/Thomas Ernst

Wer es bisher noch nicht mitbekommen hatte, der wurde am Sonntagabend bei Caren Miosga im Ersten gleich zu Beginn der Sendung von Manuela Schwesig, der SPD-Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, persönlich informiert: „Die Stimmung in der Bevölkerung ist sehr schlecht.“ Um zu erklären, woher sie das wusste, holte Schwesig kurz aus und schlug schon in den ersten Minuten der Sendung jenen Pflock ein, auf dem sie bis zum Schluss balancieren würde. Es kämen regelmäßig Menschen in ihr Büro, um mit ihr zu sprechen. Die würden viel arbeiten, sich zusätzlich um Kinder und pflegebedürftige Angehörige kümmern und trotzdem wenig Geld haben. Nur um schließlich von Friedrich Merz gesagt zu bekommen, dass sie zu wenig arbeiteten. „Frau Schwesig, was soll das?“, fragten sie da manche Bürger. Schwesig ist überzeugt, dass Merz die Bürger falsch anspreche und die Bundesregierung dadurch „absolut an Vertrauen“ verloren habe. Zu Hause vor dem Bildschirm war man dagegen überzeugt: Wenn sich Manuela Schwesig vorgenommen hatte, im Gespräch mit Caren Miosga eine Botschaft an ihre Wählerinnen und Wähler zu platzieren, dann war ihr dies bereits in den ersten Minuten der Sendung gelungen.

Gesundheitsministerin Nina Warken muss sich bei „Maischberger“ dem ungnädigen Urteil der Opposition stellen. Die eigentliche Diagnose des Abends: So überzeugend gesund sieht die Regierung nicht aus.

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