SZ 12.05.2026
12:28 Uhr

(+) Leute: Rollator? Nicht mit mir


Senta Berger profitiert noch immer von ihrer Tanzausbildung, Mette-Marit tritt nicht mehr für den norwegischen Mädchenchor auf, und Hannes Jaenicke darf weiterhin nicht auf sein kalifornisches Grundstück.

(+) Leute: Rollator? Nicht mit mir
Senta Berger, hier im Jahr 2021, schrieb schon mit „Kir Royal“ Geschichte und ist für den Deutschen Filmpreis nominiert. Sven Hoppe/dpa

Senta Berger, 84, Schauspielerin, möchte noch keinen Rollator haben. Disziplin, Kraft und ein starker Wille hätten ihr nach dem Sturz von einer Hamburger Bühne im vergangenen Januar geholfen, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Ihren damals erlittenen Oberschenkelhalsbruch habe sie inzwischen zumindest so gut weggesteckt, dass sie ihren 85. Geburtstag an diesem Mittwoch am liebsten bei schönem Wetter im Garten feiern möchte. Mental profitiere sie noch immer von der Strenge, die sie bereits mit 16 Jahren in der Tanzausbildung erlernt habe. „Mein Körper, der hat es nicht vergessen, wie man aufsteht“, so Berger. Auch die Reha-Maßnahmen habe sie immer sehr ernst genommen: „Ich wollte einfach nicht mit dem Rollator gehen müssen. Vielleicht kommt das irgendwann noch, aber jetzt kämpfe ich noch dagegen.“ Als beste Hauptdarstellerin für ihren Auftritt in der Tragikomödie „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ ist Berger für den Deutschen Filmpreis nominiert, der am 29. Mai verliehen wird.

Mette-Marit, 52, norwegische Kronprinzessin, pausiert als Schirmherrin des nationalen Mädchenchors. Das bestätigte Direktorin Ingrid S. Østvang gegenüber dem Sender VG. Man unterbreche die Zusammenarbeit, „bis die Angelegenheit auf der nächsten Jahrestagung behandelt ist“, meinte sie. Hintergrund seien die Verbindungen der Kronprinzessin zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Ende Januar waren US-Dokumente veröffentlicht worden, in denen Mette-Marit in Zusammenhang mit Epstein mehr als 1000-mal erwähnt wird. Die Kronprinzessin bedauerte ihre Verbindung zu ihm und entschuldigte sich auch bei der königlichen Familie.

Gerlinde Kretschmann, 79, Ehefrau von Winfried Kretschmann, 77, scheidender baden-württembergischer Ministerpräsident, geht es nach Angaben ihres Mannes gut. „Sie hat den Krebs besiegt. Nach fünf Jahren gilt sie als geheilt“, sagte Winfried Kretschmann der Zeitschrift Bunte. Der Grünen-Politiker hatte die Brustkrebserkrankung seiner Frau im Februar 2021 bekannt gemacht und mitten im Landtagswahlkampf angekündigt, deswegen kürzertreten zu wollen. Nun aber seien beide zuversichtlich. Das Paar ist seit 1975 verheiratet, hat drei Kinder und mehrere Enkel. Am Mittwoch endet Winfried Kretschmanns Amtszeit nach 15 Jahren.

Hannes Jaenicke, 66, Schauspieler und Umweltschützer, kämpft auch ein Jahr nach den verheerenden Bränden in Kalifornien weiter mit den Folgen. Sein Zuhause sei zerstört, der Wiederaufbau ungewiss, erklärte er gegenüber der Zeitschrift Bunte. „Wir dürfen im Moment nicht einmal auf das Grundstück – alles ist noch abgesperrt.“ Jaenicke lebt auch in Kalifornien, er besitzt die US-Staatsbürgerschaft. Sein Anwesen im Küstenviertel Pacific Palisades war Anfang 2025 vollständig niedergebrannt. „Es laufen Dutzende Klagen, im Grunde verklagt gerade jeder jeden“, meinte Jaenicke.  Die Brände sollen damals mindestens 31 Menschenleben gefordert haben, mehr als 16 000 Gebäude wurden zerstört und eine Fläche von mehr als 150 Quadratkilometern verwüstet. Mehr als 50 000 Menschen hatten ihre Häuser verlassen müssen.

Der Komiker Russell Brand hat sich vom links angehauchten Meinungsmacher zum rechtspopulistischen Schwurbler gewandelt. Jetzt, vor Beginn seines Vergewaltigungsprozesses, mimt er den bibeltreuen Christen. Seine Fangemeinde schreckt das nicht ab. Im Gegenteil.

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