SZ 14.08.2026
18:06 Uhr

(+) Kolumbien: Die geretteten Babys von Cali


Als die Erde in Cali bebte, nahm die Krankenschwester Aurora Luna Babys in den Arm und brachte sie in Sicherheit. Jetzt arbeitet sie weiter. In einem Krankenhaus, das beim nächsten Beben einzustürzen droht.

(+) Kolumbien: Die geretteten Babys von Cali
Hauptsache, raus aus dem Gebäude: Rettungsaktion am Hospital Universitario del Valle in Cali. Registro fotográfico HUV

Die Babys sind ruhig geblieben, als die Welt um sie herum bebte. „Keines hat geschrien“, sagt Aurora Luna. Drei Tage nach dem Erdbeben in Kolumbien sitzt die Krankenschwester in jenem Teil des Hospital Universitario del Valle in Cali, der noch steht, und erzählt von einer Rettungsaktion, die später viral gegangen ist. Wie um die Babys herum Monitore auf den Boden fielen, Computer, Medikamente. Sie habe gebetet, erzählt Luna. Als es nach rund einer Minute, einer Ewigkeit, vorbei war, habe sie einem älteren Patienten geholfen, die Treppen hinunterzukommen. Dann seien ihr die Neugeborenen in den Sinn gekommen.

Ruhe, rufen die Retter, dann horchen sie in die Stille hinein. Regt sich etwas unter den Trümmern? Bei dem Erdbeben in Kolumbien sind mindestens 265 Menschen gestorben. In Cali wird noch immer nach Überlebenden gesucht. Eindrücke aus einer kämpferischen Stadt.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: