SZ 31.03.2026
11:41 Uhr

(+) Klage von Random House: Hat OpenAI den kleinen Drachen Kokosnuss geklaut?


Im Kampf zwischen Kunst und KI geht es nicht mehr darum, wie Chat-GPT mit Originalen trainiert wird und diese dann kopiert. Der Fall des Kinderbuchs „Der kleine Drache Kokosnuss“ zeigt: Die KI hat schon so viel gelernt, dass menschliche Kreativität und die Zukunft der Kultur bedroht sind.

(+) Klage von Random House: Hat OpenAI den kleinen Drachen Kokosnuss geklaut?
Eine KI-Version des "Kleinen Drachen Kokosnuss", erstellt von der Rechtsabteilung von Penguin Random House. Ausgegeben von ChatGPT

Die Geschichte lässt sich sofort verkalauern. Wer hat die Kokosnuss geklaut? Chat-GPT. Dem kleinen Drachen. Damit sind schon mal die Fronten geklärt im Verfahren, das der Verlag Penguin Random House am 27. März beim Münchner Landgericht mit der Einreichung einer Klage gegen OpenAI angestrengt hat, die Mutterfirma des Chatbots. Es geht vordergründig einmal mehr ums Urheberrecht. Mit einer einzigen Anweisung brachte Rainer Dresen, Verlagsjustiziar bei Penguin Random House in München, den Chatbot dazu, ein Kinderbuch zu verfassen, in dem der kleine Drache Kokosnuss ins Weltall reist.

Von Schwabing aus stürzte sich der große Denker und Bildermacher Alexander Kluge mit jugendlicher Verve in sein letztes Abenteuer: die Welt der künstlichen Intelligenz.

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