SZ 25.03.2026
21:41 Uhr

(+) Isar Aerospace: Ab in den Erdorbit


Europa will endlich unabhängiger im All werden – doch der Abstand zu den USA ist riesig. Kann das Start-up Isar Aerospace das ändern? Der zweite Testflug steht an, ein Termin steht nach einem Startabbruch am Mittwochabend aber noch nicht fest.

(+) Isar Aerospace: Ab in den Erdorbit
Rakete „Spectrum“ von Isar Aerospace am Startplatz in Andøya, Norwegen. Nach mehreren Verschiebungen klappte der Start auch am Mittwochabend nicht. Grund war ein Boot in der Sperrzone, weswegen das Startfenster ausgereizt worden war. Isar Aerospace

Zugegeben, der Firmenname Isar Aerospace klingt vielleicht nicht ganz so weltläufig wie Elon Musks Space-X oder Jeff Bezos’ Blue Origin, doch sollte er auch so etwas wie ein politisches Statement des Münchner Start-ups sein. „Der Name zeigt, wie verbunden wir mit unserer Herkunft sind“, sagte Firmenchef Daniel Metzler mal der Süddeutschen Zeitung. „Er ist auch angelehnt an die Tatsache, dass wir uns dafür entschieden haben, dieses Unternehmen hier zu gründen und aufzubauen und eben nicht in den USA oder irgendwo anders.“ Trotz schwierigerer Bedingungen für Start-ups, trotz der Bürokratie. „Es kann nicht sein, dass überall auf der Welt etwas in dem Bereich passiert, nur in Europa nicht“, sagte er bereits 2018 der SZ.

Wenn das Münchner Start-up Isar Aerospace in den nächsten Tagen eine Transportrakete ins All bringt, geht es um die Sicherheit des Kontinents. Und die Frage, wie man sich unabhängiger von den USA machen kann.

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