SZ 02.09.2026
15:04 Uhr

(+) Großbritannien: Burnhams „Flitterwochen“ sind zu Ende


Seit sechs Wochen ist Andy Burnham neuer Premierminister. Den Sommer über konnten ihm die Briten auf Instagram beim fröhlichen Arbeiten zusehen. Die Härten des Jobs kommen erst jetzt auf ihn zu.

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Jeden Mittwochmittag begibt sich der britische Premierminister ins Kolosseum und muss sich dort entscheiden, ob er gefressen oder selbst zum Löwen werden will. So beschrieb der einstige Premierminister David Cameron einmal die PMQs, die Prime Minister's Questions, einen halbstündigen Schlagabtausch im Parlament, den sich der Regierungsführer mit der Opposition liefert. In dieser Woche, der ersten nach der Sommerpause, trat nun ein neuer Kämpfer in die Arena. Aber wer eine brutale Schlacht erwartet hatte, wurde ein wenig enttäuscht. Nicht, weil Andy Burnham dem Unterhaus seinen harmonischen, geselligen, kollaborativen Stil aufzwang, sondern weil erst einmal alles gesagt zu sein schien. Am Vortag hatte der Labour-Vorsitzende seine Eröffnungsrede gehalten und anschließend 125 Fragen von Abgeordneten beantwortet. Dreieinhalb Stunden, das ist neuer Rekord. Es war aber auch ein langer Sommer, den es da aufzuarbeiten gab.

Der neue Premierminister hat seine Ministerinnen und Minister ernannt, mehr Frauen als Männer, viele aus dem Norden. Die größte Überraschung ist seine Wahl für das Finanzministerium.

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