SZ 06.04.2026
14:58 Uhr

(+) Geschichte der USA: Die versteinerte Nation


Konservative „Originalisten“ halten strikt am Wortlaut der US-Verfassung von 1787 fest und zementieren so die Spaltung der Gesellschaft, erklären Jill Lepore und Hiram Kümper in ihren brillanten Analysen.

(+) Geschichte der USA: Die versteinerte Nation
 Schauen sie skeptisch oder nur neutral? Das Mount Rushmore National Memorial mit den jeweils 18 Meter hohen Köpfen der Präsidenten (v.li.)  George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Die Skulpturen blicken seit 1941 auf die Besucher herab. Scott Olsen/Getty/AFP

Es ist ein Satz, der eine Mischung aus Frust, Wut und intellektueller Enttäuschung enthält. „Es scheint, als wäre die Geschichte für diesen Court nur von Belang, wenn es gerade passe“, schrieb Sonia Sotomayor im Juli 2024 über ihre sechs konservativen Richterkollegen am Supreme Court. Dank deren Stimmen hatte das Oberste Gericht entschieden, dass sich Präsident Donald Trump als Staatsoberhaupt der USA auf weitreichende Amtsimmunität berufen kann. Also konnte Trump etwa für seine Versuche, nachträglich das Ergebnis der verlorenen Wahl 2020 manipulieren zu lassen, nicht juristisch belangt werden. Das ermöglichte seinen zweiten Wahlsieg.

Denkerin, Zeichnerin, Feministin: Die Doku „Siri Hustvedt. Dance Around the Self“ porträtiert die Schriftstellerin und bietet Einblicke in ihre Beziehung zum verstorbenen Paul Auster. Der Film ist schon jetzt ein kostbares Dokument.

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