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13.05.2026
14:58 Uhr
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„Ich hab dich viel zu spät kennengelernt“: Erinnerungen der Neuköllner Integrationsbeauftragten an Albrecht Weinberg, der Auschwitz überlebte, zu den Tätern zurückkehrte und mit Leichtigkeit vom Schweren sprach.

„Was macht der Hund?“ Wenn der Kloß im Hals zu schwer wurde, leitete Albrecht Weinberg um zu anderen Themen. Foto: Jesco Denzell
Albi! Wer hätte das gedacht. Vor vier Jahren, bei einem kleinen Italiener auf der Torstraße in Berlin, schummriges Kerzenlicht, ein enger Tisch, 20 Menschen um dich – und deine Freundin Gerda bot mir den Platz neben dir an. Mein Partner hatte dich damals zufällig am Gedenktag in Bergen Belsen getroffen und mir unmissverständlich klargemacht: Wir müssen einen Film über diesen Mann machen. Über Albrecht und Gerda – deine beste Freundin, dein großes Glück, die Frau, die alles für dich getan hat und bis zum Schluss nicht von deiner Seite wich.
Der Shoah-Überlebende Albrecht Weinberg ist tot. Er war fast 100, als er zum Kritiker von Friedrich Merz und der AfD wurde und sein Bundesverdienstkreuz zurückgab. Was er aber nie aufgab: seinen Optimismus.
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