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23.07.2026
13:10 Uhr
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Nach dem Mord an der elfjährigen Lyhanna hat Frankreichs Justizminister die Staatsanwaltschaften innerhalb von fünf Wochen 85 000 Akten zu Gewalttaten prüfen lassen – und sofort reagiert.

Die Polizei transportiert den mutmaßlichen Mörder von Lyhanna zum Gericht in Agen. LIONEL BONAVENTURE/AFP
Es musste alles ganz schnell gehen, absolute Dringlichkeit. Fünf Wochen gestand Frankreichs Justizminister Gérald Darmanin den Staatsanwälten im Land nur zu, um Zehntausende sogenannter „schlafender“ Akten zu sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige zu prüfen. Bis zum „14 juillet“, dem Nationalfeiertag, das war seine Vorgabe. „Keiner geht in die Ferien, bevor nicht alle Fälle geprüft sind“, sagte Darmanin. Er stand unter großem Druck.
Der Tod der elfjährigen Lyhanna hat etwas in Bewegung gebracht in Frankreich, wo jedes Jahr schätzungsweise Hundertsechzigtausend Kinder Opfer sexualisierter Gewalt werden. Viele haben genug von der Unkultur des Wegsehens.
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