SZ 13.05.2026
01:02 Uhr

(+) Eurovision Song Contest: So unpolitisch, wie es eben geht


Beim ersten Halbfinale des ESC stören Rufe aus dem Publikum den israelischen Beitrag. Sonst überzeugt zwar die Musik, aber das Randprogramm eher weniger: ein Schnelldurchlauf.

(+) Eurovision Song Contest: So unpolitisch, wie es eben geht
Noam Bettan für Israel im ersten Halbfinale des ESC in Wien. Christian Bruna/Getty Images

Wien drückt auf die Nostalgie-Tube, das geht beim Opening mit ESC-Legende Vicky Leandros los und reißt nicht ab. Es ist immerhin die siebzigste Ausgabe des Eurovision Song Contest, ein runder Geburtstag, und das nutzen die Veranstalter ausgiebig, um ihre Zusammenschnitte und Rückblicke auf die verrücktesten Kostüme, höchsten Noten und schrägsten Auftritte in ein feierliches Gewand zu hüllen. Der Startschuss ist gemacht mit diesem ersten Halbfinale, und er ist eher glanzlos.

Die Netanjahu-Regierung nutzt den ESC als politisches Instrument. Fünf Länder boykottieren den Wettbewerb wegen des Krieges in Gaza. Ein Ausschluss Israels aber hätte gravierende Folgen für die dortige Medienlandschaft.

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