SZ 13.04.2026
00:35 Uhr

(+) Erdrutschsieg der Opposition in Ungarn: „Machen wir eine große ungarische Party“


Nach 16 Jahren muss Orbán seine Macht abgeben. Die Tisza-Partei von Wahlsieger Magyar kann wohl mit einer Zweidrittelmehrheit rechnen – genug, um den Abbau der Rechtsstaatlichkeit rückgängig zu machen.

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Unterstützer feiern mit dem Sieger der Wahlnacht: Tisza-Kandidat Péter Magyar. Janos Kummer/Getty Images

Bereits am späten Sonntagnachmittag strömen die Leute zum Budapester Batthyány-Platz. Junge und Alte, viele Familien mit Kindern, sie tragen Fahnen, rot-weiß-grüne Outfits oder haben sich die ungarischen Farben auf die Wangen gemalt. Ihr Ziel ist die Promenade am Donauufer, an dem die Tisza-Partei eine Art Fanmeile aufgebaut hat. Die Leute sitzen an Biertischen, an Ständen werden Getränke und Brote verkauft. Alle paar Minuten kommen weitere Massen die U-Bahn-Rolltreppen hoch, und jemand ruft „Árad a Tisza“, die Theiß fließt; es ist die Parole der Partei, die denselben Namen hat wie der Fluss Theiß. Und Hunderte Leute stimmen ein, die Stimmung hat etwas von einer Fußball-WM.

Die Stadtoberhäupter von Berlin und Warschau, Kai Wegner und Rafał Trzaskowski, trotzen dem Trend der Europaverdrossenheit. Sie zeigen, warum die EU gut für Kommunen ist.

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