|
26.03.2026
16:59 Uhr
|
Mit Zusagen für die Entwicklungshilfe nahmen es Union und SPD schon im Koalitionsvertrag nicht so genau. Jetzt zeigen Berechnungen, wie sehr Deutschlands Unterstützung für die Welt abgesackt ist.

Sie warnt davor, dennoch wird Geld gestrichen: Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD), hier in Ostjerusalem. Katharina Kausche/DPA
Wie muss die Welt 1970 noch in Ordnung gewesen sein. Bei ihrer Generalversammlung blickten die Vereinten Nationen damals den Tatsachen ins Auge: Für „zahllose Millionen von Menschen“, so stellten sie fest, sei der Lebensstandard „erbärmlich niedrig“. „Abscheuliche Armut“ herrsche in weiten Teilen der Welt, während andere „in großem Komfort und Überfluss“ lebten. Das müsse sich ändern – weshalb die Generalversammlung bei ihrer 25. Sitzung beschloss, dass reiche Länder mindestens 0,7 Prozent ihrer gesamtwirtschaftlichen Leistung in die Entwicklungshilfe stecken sollten: in „official development assistance“, kurz ODA. So entstand die Messgröße für globale Solidarität, die ODA-Quote. Lang ist es her.
Weil sie mit weniger Geld auskommen muss, sortiert Reem Alabali Radovan die Arbeit ihres Ministeriums neu. Die Hilfen sollen stärker „wertegeleitet und interessengeleitet“ vergeben werden.
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: