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09.08.2026
14:29 Uhr
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Deutschland versteht sich gern als Staat, der vorangeht. Warum ist er dann so unendlich träge und wenig digital? Die „Deutschland-App“ ist eine gute Idee, sie kommt aber viele Jahre zu spät.

Ein Schild weist den Weg in die alte Welt: zum Bürgeramt in Berlin-Spandau. Die Gesellschaft von heute darf von ihrem Staat erwarten, Verwaltungsdienstleistungen online anzubieten. Jörg Carstensen/dpa
Deutschland ist ein digitales Entwicklungsland. Immer noch ist es nicht überall möglich, online ein Auto anzumelden, Kindergeld zu beantragen oder den Wohnsitz umzumelden. Selbst in Städten, die solche Services laut Rathaus-Webseite anbieten, kann es passieren, dass man das ganze Prozedere eines Online-Antrags durchläuft, klickt und weiterklickt – nur um dann folgende Worte zu lesen: „Gehen Sie zum Amt.“ Aber dort wollte man doch nicht mehr hin.
Deutschland hinkt bei der Digitalisierung hinterher, noch immer muss man vielerorts zum Amt, um Auto oder Wohnsitz anzumelden. Mit der „Deutschland-App“ soll alles einfacher werden. Aber wann kommt die?
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