SZ 20.08.2026
11:40 Uhr

(+) Digitale Welt: Wie sich soziale Medien regulieren lassen? Schaut auf die Tütensuppe


Theoretisch ist es ja richtig, ein Verbot für Kinder und Jugendliche zu erlassen. Praktisch aber löst dies das größere Problem nicht: Digitale Produkte wie KI kommen ohne unabhängige Prüfung auf den Markt.

(+) Digitale Welt: Wie sich soziale Medien regulieren lassen? Schaut auf die Tütensuppe
Lösen soziale Medien Sucht aus oder verstärken sie vorhandene psychische Schwierigkeiten? Die Wissenschaft ist sich da nicht sicher. SZ-Zeichnung: Sinisa Pismestrovic

Am Anfang waren soziale Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram ein Segen. Sie waren eine Erweiterung des Lebens in den digitalen Raum. Man tauschte Grüße, Bonmots und Bilder aus. Und bald waren sie ein Fluch. Der öffentliche Diskurs erodierte. Die Abhängigkeit vom steten Fluss der Signale und Emotionen eskalierte zur Sucht, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Nun schlägt der Staat zurück. Weltweit. In Australien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Norwegen und Österreich gibt es Pläne, Social Media für Kinder zu verbieten. In den USA verklagen derzeit 29 Bundesstaaten den Meta-Konzern Mark Zuckerbergs auf eine dreistellige Milliardensumme wegen der Suchtmechanismen von Facebook und Instagram.

Gängeln, ausbeuten, abzocken: Plattformen und Techfirmen verschlechtern systematisch ihre Produkte, die wir alle täglich nutzen. Warum machen wir diese „Enshittification“ eigentlich mit, fragt der Kritiker Cory Doctorow.

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