SZ 18.05.2026
07:36 Uhr

(+) Defizite im Bevölkerungsschutz: Warum das Rote Kreuz für den Ernstfall Alarm schlägt


Jahrzehntealte Ausrüstung, fehlende Zeltstädte und Schutzräume: Das Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen warnen davor, dass Deutschland kaum auf den Kriegs- und Krisenfall vorbereitet ist.

(+) Defizite im Bevölkerungsschutz: Warum das Rote Kreuz für den Ernstfall Alarm schlägt
Gemeinsame Einsatzübung von Polizei und Bundeswehr: Ein Soldat und eine Helferin des Roten Kreuzes bergen einen verletzten Kameraden. Michael Bihlmayer/picture alliance / CHROMORANGE

Wie ein Land seine Bevölkerung wirklich gut vor Krieg und Krisen schützt? Wenn der Bundespräsident in diesen Wochen nach Antworten sucht, landet er nicht etwa bei Vorzeigeprojekten in Berlin oder München. Frank-Walter Steinmeier (SPD) brach Anfang des Monats zu einer Erkundungsreise nach Schweden und Finnland auf, um sich riesige Bunkeranlagen in Helsinki zeigen zu lassen. Während Deutschland gerade mal über Plätze in öffentlichen Schutzräumen für 480 000 Menschen verfügt, kommt allein Finnlands Kapitale auf 900 000 Plätze. Die Hauptstadt hat zwar nur 700 000 Einwohner, doch auch Pendler sollen Schutz finden. Wehrhaftigkeit nach außen und Resilienz im Inneren, das gehe in Finnland „Hand in Hand“, sagte Steinmeier beim Staatsbesuch Anfang Mai in Helsinki.

2029 oder auch früher könnte Russland die Nato angreifen, sagt Carsten Breuer, Generalinspekteur der Bundeswehr. Er und sein Amtskollege Sir Richard Knighton erklären, wie Deutschland und Großbritannien sich gemeinsam wappnen.

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