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14.05.2026
11:37 Uhr
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Woher stammt die Behindertenfeindlichkeit von rechten Parteien wie der AfD? Die Historikerin Dagmar Herzog glaubt: Die mangelnde Aufarbeitung der NS-Eugenik macht gesellschaftliche Errungenschaften gerade wieder kaputt.

An dem Apriltag, an dem ich anfing, diesen Text zu formulieren, kam zufällig – oder halt auch nicht – eine Anfrage, ob ich im kommenden Winter an einer Veranstaltungsreihe mitmachen möchte zum Thema: „Behinderung in sich faschisierenden gesellschaftlichen Verhältnissen“. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass so etwas nötig werden würde? Dass sich Gesellschaften wieder „faschisieren“? Wie kann es sein, fragte ich mich, dass der Holocaust zwar aus Sicht des Rassenhasses (zumindest einigermaßen) aufgearbeitet wurde, aber die Lehren aus den Themenkomplexen Eugenik und Behindertenfeindlichkeit nur so entsetzlich langsam gezogen wurden – oder aber gar nicht?
„Ich hab dich viel zu spät kennengelernt“: Erinnerungen der Neuköllner Integrationsbeauftragten an Albrecht Weinberg, der Auschwitz überlebte, zu den Tätern zurückkehrte und mit Leichtigkeit vom Schweren sprach.
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