SZ 23.03.2026
16:24 Uhr

(+) Christian Ude zur Abwahl von Dieter Reiter: „Die SPD, auch in München, ist eine politisch entleerte Partei geworden“


Mehr als zwei Jahrzehnte lang war Christian Ude Oberbürgermeister von München. Er wirft seiner Partei vor, jedes Verständnis für die eigene Wählerschaft verloren zu haben – und rechnet mit seinem Nachfolger Dieter Reiter ab.

(+) Christian Ude zur Abwahl von Dieter Reiter: „Die SPD, auch in München, ist eine politisch entleerte Partei geworden“
„Erkennbar keine Mobilisierung der eigenen Wähler“: Christian Ude (SPD), von 1993 bis 2014 Oberbürgermeister von München, zum Wahlkampf seiner Partei. Catherina Hess

Am Sonntag ist dem Grünen-Politiker Dominik Krause in München eine Überraschung gelungen: Mit 56,4 Prozent der Stimmen wurde er bei der Stichwahl Oberbürgermeister. Der langjährige Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) wurde mit 43,6 Prozent abgewählt. Für die SPD ist dies das Ende einer Ära. Stellte sie doch fast acht Jahrzehnte, bis auf eine Ausnahme, den Oberbürgermeister in der bayerischen Landeshauptstadt. Mit Entsetzen, wie er sagt, hat Reiters Vorgänger, Alt-OB Christian Ude (SPD), den Wahlausgang verfolgt. Ude war von 1993 bis 2014, also 21 Jahre lang, im Amt. Ein Gespräch in seiner Schwabinger Altbauwohnung über die Niederlage von Dieter Reiter, Versäumnisse im Wahlkampf und die Frage, ob die Sozialdemokratie in München noch eine Zukunft hat.

Dominik Krause ist erst 35 Jahre alt – und hat es gegen alle Erwartungen geschafft, den bekannten Amtsinhaber Dieter Reiter aus dem Rathaus zu drängen. Wer ist der Mann, der in wenigen Jahren zum mächtigsten Mann der Stadt aufgestiegen ist?

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: