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26.05.2026
10:50 Uhr
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Sie waren mal so stolz, so reich und so überheblich. Nun können deutsche Hersteller sich plötzlich vorstellen, in die Rüstung einzusteigen oder Werke an chinesische Konkurrenten abzugeben. Was für eine Machtverschiebung.

Im Sommer 2027 läuft im VW-Werk Osnabrück die Autoproduktion aus. Und dann? Könnte ein Rüstungsunternehmen hier einziehen. Hauke-Christian Dittrich/dpa
Dafür, dass sich die deutsche Autoindustrie jahrzehntelang für das Maß aller Dinge gehalten hat, fallen ihre Tabus gerade ziemlich schnell. Hätte man Automanager in Wolfsburg oder Stuttgart noch vor ein paar Jahren gefragt, ob sie ins Rüstungsgeschäft einsteigen würden – die Antwort wäre wohl so ausgefallen: Wir bauen Autos und sind für Frieden; mit Waffen haben wir nichts zu tun. Autobauer standen schließlich immer für PS, Mobilität, Freude am Fahren. Panzer haben zwar auch PS, sind aber doch etwas ganz anderes.
Von wegen. Der Autokonzern Stellantis droht als erster Global Player von der neuen Weltunordnung zerrissen zu werden. Jetzt präsentiert der Chef eine neue Elektro-Ente – und das ausgerechnet in den USA.
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