SZ 12.05.2026
15:01 Uhr

(+) Arbeit: Der starre Acht-Stunden-Tag ist lebensfremd


Die Bundesregierung will die tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche ersetzen – zum Entsetzen des DGB. Doch der Plan der Koalition ist sinnvoll.

(+) Arbeit: Der starre Acht-Stunden-Tag ist lebensfremd
Bei der Automobilproduktion, hier bei BMW in Milbertshofen, ist Schichtarbeit üblich. In vielen anderen Berufen aber lässt sich Arbeitszeit flexibel einteilen. Robert Haas/Robert Haas

Der Acht-Stunden-Tag war einmal ein großer Fortschritt. Als er kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs eingeführt wurde, war das ein Meilenstein im Kampf für mehr Arbeitsschutz. Zuvor, in Zeiten der industriellen Revolution, schufteten Menschen zwölf, vierzehn oder gar sechzehn Stunden täglich in den Fabriken. Mit dem Stinnes-Legien-Abkommen 1918 zogen Gewerkschaften und Arbeitgeber eine Grenze ein: acht Stunden Arbeit bei vollem Lohn, danach Feierabend. Das war richtig. Und es war überfällig.

Pfiffe und Buhrufe für Merz und seine Reformen: Nach einer frostigen Begrüßung bringt der Kanzler die Gewerkschafter beim DGB-Kongress in Stimmung.

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