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25.03.2026
06:39 Uhr
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Klar, die Putin-Freundschaft ist ein echtes Problem. Aber in der SPD geht jetzt, wo die Krise tief und der Reformbedarf groß ist, bei einigen eine gewisse Schröder-Sehnsucht um. Ein Besuch beim Altkanzler.

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, 81, findet, seiner SPD fehlen aktuell die Emotion, die Leidenschaft, die Ideen. Friedrich Bungert
Die Klingel beim Altkanzler funktioniert nicht. Auf einem weißen Zettel sind nebendran zwei blaue Pfeile mit Kugelschreiber aufgezeichnet, man solle die Klingel der Kanzlei von Gerhard Schröder und die der Wohnung des Ehepaars Schröder im ersten Stock gleichzeitig drücken. Das klappt, die Sekretärin öffnet. Im Eingangsbereich hängt eine Karikatur. Gerhard Schröder mit Gerhard-Schröder-Grinsen und Sektglas in der Hand, über ihm eine Sprechblase: „80 ist das neue 50, alles andere ist Gedöns, basta.“
Die Sozialdemokraten sahen sich selbst immer gern als Partei der Arbeiter. Aber die wählen heute eher die AfD. Jetzt, nach zwei katastrophalen Wahlniederlagen, streiten die Genossen, wie sie nicht völlig verzwergen.
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