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26.03.2026
15:43 Uhr
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Von Schwabing aus stürzte sich der große Denker und Bildermacher Alexander Kluge mit jugendlicher Verve in sein letztes Abenteuer: die Welt der künstlichen Intelligenz.

Bis zuletzt fasziniert von technischen Durchbrüchen: Alexander Kluge, Anfang Februar in Wien. Georg Hochmuth/APA/dpa
Im Moment der Trauer ist der Superlativ erlaubt: Alexander Kluge war der neugierigste Mensch der Welt. Wenn man ihn in seiner Arbeitswohnung im Herzen von Münchens einstigem Bohèmeviertel Schwabing besuchte, tauchte man ein in Wunderkammern des Wissens. Parkett und meterhohe Stuckdecken, Zimmer um Zimmer voller Geisteswelten, Regale und Tische voller Mementi. Ein Raum mit Filmrollen und Material seiner unzähligen Drehs, ein anderer mit Requisiten aus dem Theater, ein Raum voller Kunst, überall Wände voller Bücher. Und doch konzentrierte er sich in seinen letzten Jahren auf einen kleinen Tisch in einem Nebenzimmer, auf dem sein Rechner stand.
Der amerikanische Schriftsteller Ben Lerner hat einen Roman über den Tod eines Intellektuellen geschrieben, der frappierende Ähnlichkeiten mit Alexander Kluge aufweist. Was hält der eigentlich davon?
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