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12.05.2026
15:39 Uhr
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Der Netzausbau und stagnierende Kundenzahlen bremsen 1&1. Konzernschwester Ionos kommt dagegen mit Schwung ins neue Geschäftsjahr. Das freut auch die Mutter.

Während 1&1 beim Ausbau seines eigenen Handynetzes langsam vorankommt und das Kundenwachstum stagniert, kann Konzernschwester Ionos die Börse mit starken Zahlen überraschen. Auch die Muttergesellschaft United Internet startet gut ins neue Geschäftsjahr.
Der Netzaufbau von 1&1 und die stagnierende Kundenzahl trüben das Gesamtbild bei 1&1 etwas. Dennoch kann auch 1&1 beim Umsatz leicht auf 1,1 Milliarden Euro zulegen. Der Betriebsgewinn (EBIT) wächst dank entfallener Abschreibungen im Jahresvergleich um 27 Prozent auf knapp 58 Millionen Euro; das Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) bleibt wie die Kundenzahl auf Vorjahresniveau.
Mit eigenen Antennen erreiche 1&1 inzwischen 29 Prozent der Haushalte Deutschlands (Stand: Ende März) und damit zwei Prozentpunkte mehr als drei Monate zuvor, teilte das Unternehmen am Dienstag in Montabaur mit. Bis 2030 muss 1&1 mindestens 50 Prozent der Haushalte erreicht haben, so verlangen es die mit der Frequenznutzung verbundenen Ausbaupflichten.
Bisher stehen die Antennen vor allem in dicht besiedelten Städten. Dort, wo 1&1 keine eigenen Antennen hat, nutzen 1&1-Kunden das Netz von Vodafone. Zum Jahreswechsel verzeichnete 1&1 in Deutschland rund 2000 aktive Antennen, für dieses Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Zuwachs von durchschnittlich 300 neu aktivierten Standorten pro Quartal.
Konzernschwester Ionos weist für das erste Quartal ein Umsatzwachstum von 5,7 Prozent auf rund 348 Millionen Euro aus. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) konnte Ionos um knapp 5 Prozent auf 118 Millionen Euro steigern. Mit beidem hat das Unternehmen die Erwartungen übertroffen. Die Zahl der Kunden stieg um rund 180.000 auf 6,81 Millionen.
Die Mutter United Internet verzeichnet für das erste Quartal ein Umsatzwachstum von 2,5 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro bei einer Steigerung des Ebitda um 2,4 Prozent auf 332 Millionen Euro. Insgesamt konnte United Internet die Zahl der im Konzern geführten Kundenverträge im Vergleich zum Vorjahr um 380.000 auf nunmehr 30,1 Millionen steigern. Das Unternehmen bestätigt seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 und erwartet weiterhin einen Umsatzanstieg auf rund 6,25 Milliarden Euro.
(vbr)