Heise 04.10.2026
20:00 Uhr

Top 10: Display für Carplay und Android Auto im Test – nachrüsten ab 50 Euro


Apple Carplay und Android Auto nachrüsten: Mobile Auto-Displays sind die Lösung. Wir zeigen die besten Modelle aus den Tests.

Top 10: Display für Carplay und Android Auto im Test – nachrüsten ab 50 Euro

Lukasz beschäftigt sich seit über 15 Jahren als Redakteur mit Smartphones, Apps, Gadgets und Content-Marketing. Seit 2021 arbeitet er für Heise Medien und ist derzeit leitender Redakteur bei Heise Bestenlisten. Der studierte Historiker aus Tübingen begeistert sich sonst für Fitness, Fußball, Fotografie sowie basslastige Musik.

Apple Carplay und Android Auto nachrüsten: Mobile Auto-Displays sind die Lösung. Wir zeigen die besten Modelle aus den Tests.

Apple Carplay und Android Auto haben sich als Schnittstelle zwischen Smartphone (iOS oder Android) und dem Infotainment-System im Auto durchgesetzt. Damit lassen sich Apps wie Google Maps zur Navigation oder Spotify für Musik direkt auf dem Infotainment-Display nutzen. Auch Sprachassistenten wie Siri oder der Google Assistant sind damit jederzeit verfügbar. Voraussetzung ist allerdings ein kompatibles Infotainment-System im PKW.

Doch was tun, wenn das eigene Fahrzeug diese Funktion nicht unterstützt? Gerade wer ältere Autos fährt, deren Bordelektronik weder Android Auto noch Apple Carplay beherrscht und deren Zentraldisplay aus einer Uhr besteht, muss trotzdem nicht auf den Komfort einer Smartphone-Anbindung verzichten.

Günstiger und einfacher als der Austausch des Autoradios oder des Infotainment-Systems ist ein Auto-Display mit Android Auto und Carplay, das man extern wie ein herkömmliches Navigationsgerät im Auto befestigt. Das Display lässt sich ganz ohne Werkstatt montieren.

Ein USB- oder Lightning-Kabel benötigt man dann nicht. Die einzige notwendige Verkabelung betrifft die Stromversorgung, die an den 12-V-Bordnetz-Anschluss (Zigarettenanzünder) oder eine USB-Buchse angeschlossen wird. Die Kopplung mit dem Smartphone erfolgt zunächst über Bluetooth und anschließend über WLAN.

Wer schon Android Auto oder Apple Carplay im Auto hat, es aber drahtlos möchte, raten wir zur Top 10: Android Auto Wireless nachrüsten – die besten Adapter im Test oder Top 10: Carplay-Wireless-Adapter im Test – iPhone im Auto kabellos nutzen.

Neuer Testsieger ist das Carpodgo T4 für 186 Euro (Code: HEISE). Das Display bietet die beste Bildqualität im Testfeld sowie eine gute Verarbeitung. Dank der magnetischen Rückseite lässt es sich schnell abnehmen.

Unser neuer Technologiesieger ist das Lamtto RC32 für 175 Euro (Code: heise20). Das Carplay-Display verfügt über ein eigenes Android-System mit Google Play Store. Damit lassen sich auch Video-Apps wie YouTube und Netflix nutzen – selbstverständlich nur im Stand, niemals während der Fahrt.

Preis-Leistungs-Sieger ist das kompakte und günstige Lescars IPS-HD-Display CAS-5060. Dieses eignet sich besonders gut für einen Kleinwagen und kostet nur 70 Euro.

Hier folgt das komplette Ranking:

Der Carpodgo T4 rüstet ältere Autos zuverlässig mit Carplay und Android Auto nach. Er ist hochwertig verarbeitet, hat ein helles Display und passt mit 8,9 Zoll auch noch halbwegs in einen Kleinwagen. Direkt beim Hersteller kostet er mit dem Rabattcode HEISE etwa 186 Euro.

Das Lamtto RC32 ab 175 Euro (Code: heise20) bringt Carplay und Android Auto in ältere Autos. Es bietet einen großen Bildschirm und ein flüssigeres System. Die Helligkeit muss man manuell regeln, in einem Kleinwagen sorgt es möglicherweise für Sichteinschränkung. Der Play Store macht es zum Tablet-Ersatz für Pausen auf dem Parkplatz.

Das Lescars IPS-HD-Display CAS-5060 rüstet ältere Autos unkompliziert mit Carplay und Android Auto nach. Auch Airplay und Android Mirroring sind dabei. Die Dashcam überzeugt weniger: Wegen ihrer festen Position muss das Display hoch angebracht werden, was nicht überall möglich ist. Für 70 Euro bei Amazon ist das Gerät dennoch eine günstige Nachrüstlösung.

Bei Fahrzeugen mit einem Alter von knapp 10 Jahren ist Carplay selten zu finden. Bei älteren Modellen der C-Klasse der Baureihe 205 erhielt man erst mit der Modellpflege ein optionales Paket zur Smartphone-Integration. Immerhin bieten die neueren Modelle der C-Klasse von Mercedes-Benz (W206) seit 2021 in der Regel Carplay und Android Auto.

Im Citroën C3 ist Apple Carplay ab der dritten Generation (Produktion ab 2016) verfügbar. Früher war das oft an das größere Touchscreen-Infotainment-System gebunden. Seit dem Facelift von 2020 ist Carplay auch in neueren Modellen serienmäßig dabei.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um das Fahrzeug mit Carplay und Android Auto nachzurüsten:

Der Austausch des ganzen Infotainment-Systems ist oft teuer. Bei manchen Fahrzeugen ist ein Software-Update möglich, mit dem man Android Auto oder Apple Carplay nachträglich aktiviert. Je nach Hersteller kostet das 200 bis 400 Euro, bei VW, BMW oder Mercedes-Benz teilweise deutlich mehr.

Für ältere Fahrzeuge bietet sich ein Radio mit Doppel-DIN-Schacht mit Touchscreen und Android Auto oder Apple Carplay an – sogenannte Moniceiver (Ratgeber). Die Geräte kosten zwischen 200 und über 600 Euro. Für den Einbau in der Werkstatt sollte man rund 200 Euro einplanen – vorausgesetzt, das Fahrzeug ist kompatibel.

Deutlich günstiger als ein Infotainment-Tausch sind mobile Auto-Displays, die sich wie Navigationsgeräte nachrüsten lassen. Sie erinnern optisch an Tablets und werden per Saugnapf an der Windschutzscheibe oder dem Armaturenbrett installiert. Das Smartphone verbindet sich drahtlos via Bluetooth mit dem Display – so lassen sich Android Auto oder Apple Carplay einfach und kostengünstig nachrüsten.

Je nach Modell erfolgt die Audioübertragung ans Autoradio per AUX-Kabel, FM-Transmitter oder ebenfalls über Bluetooth. Die Displays sind in verschiedenen Größen erhältlich – von kompakten 7-Zoll-Varianten hin zu breiten 10-Zoll-Formaten im Ultra-Widescreen-Stil.

Kleinere Modelle schränken das Sichtfeld weniger ein, bieten aber auch weniger Platz für die gleichzeitige Darstellung von Navigation und Musik-Apps. Breitbild-Displays eignen sich dafür besser, können jedoch bei ungünstiger Platzierung die Sicht behindern. Größere Monitore bieten oft eine integrierte Dashcam (Bestenliste). Viele Modelle erlauben den Anschluss einer kabelgebundenen Rückfahrkamera, manche spielen Medien von USB-Sticks ab. Beim Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera PA-755 gibt es eine kabellose Lösung mit Akku.

Zuerst koppeln sich Smartphone und Monitor per Bluetooth. Anschließend baut sich automatisch ein lokales WLAN auf. Die Geräte unterstützen in der Regel Android Auto und Apple Carplay, oft auch Mirror Link oder Airplay. So lassen sich wichtige Apps direkt auf dem Auto-Display nutzen – komfortabel und mit weniger Ablenkung.

Zu den zugelassenen Apps zählen Google Maps oder Apple Karten für die Navigation sowie Musikdienste wie Spotify oder Apple Music. Auch Anrufe und Nachrichten laufen über Siri oder den Google Assistant. Damit kann man sich etwa Whatsapp-Nachrichten im Auto vorlesen lassen.

Apps wie Youtube oder Netflix sind bei Carplay und Android Auto gesperrt, da sie während der Fahrt vom Verkehr ablenken könnten. Wer solche Inhalte in der Pause über das Infotainment nutzen möchte, benötigt smarte Boxen und Adapter (Bestenlisten) zum Nachrüsten.

Mit dem Ottocast Screenflow gibt es jedoch eine Ausnahme. Das Gerät nutzt ein eigenes Betriebssystem auf Basis von Android 13, auf dem Apps wie Netflix und YouTube bereits vorinstalliert sind. Andere Geräte ermöglichen zudem die Wiedergabe von Medien über einen Datenträger oder das Spiegeln des Inhalts vom Smartphone via Airplay oder Mirrorlink. Wichtig: Die Nutzung ist nur bei ausgeschaltetem Motor erlaubt – sonst drohen Bußgelder.

Zwar verfügen die Monitore über integrierte Lautsprecher, diese klingen jedoch dünn und sind so leise, dass sie während der Fahrt kaum nutzbar sind. Um den Ton ins Autoradio zu übertragen, setzen die meisten Geräte auf einen integrierten FM-Transmitter. Dieser sendet das Audiosignal als UKW-Frequenz, die über das Autoradio empfangen wird. Dazu stellt man am Display eine freie Frequenz ein und wählt diese am Autoradio aus.

Der Vorteil: Diese Methode funktioniert mit nahezu jedem Fahrzeug, unabhängig vom Baujahr. Der Nachteil: Die Klangqualität ist deutlich schlechter als kabelgebunden (AUX) oder via Bluetooth. Zudem kann es durch überlagernde Radiosender oder Störfrequenzen zu Aussetzern kommen.

Über den AUX-Eingang ist die Audioverbindung in den meisten Fällen stabiler und klingt besser als über einen FM-Transmitter – vorausgesetzt, das Fahrzeug besitzt einen entsprechenden Anschluss. Nachteil: Über die Lenkradsteuerung funktioniert nur die Lautstärke, alle anderen Tasten nicht. Einige Displays bieten dafür separate Fernbedienungen fürs Lenkrad.

Die Tonqualität variiert je nach Modell, teils klingt der Sound blechern oder verzerrt. In acht von zehn Fällen treten zudem störende Geräusche auf – diese lassen sich nur mit einem Entstörfilter verhindern. Glücklicherweise sind diese Adapter preiswert: Sie kosten bei Aliexpress nur 1 Euro oder bei Amazon rund 9 Euro.

Einige Auto-Displays bieten Bluetooth für die Audioübertragung – vorausgesetzt, das Autoradio ist dazu fähig. Für eine gleichzeitige Verbindung mit dem Smartphone muss das Display Dual-Bluetooth unterstützen. Alternativ kann das Smartphone parallel mit dem Radio (für den Ton) und dem Display (für Android Auto oder Carplay) gekoppelt werden. Diese Variante funktioniert jedoch nicht mit allen Geräten zuverlässig. Features wie die Lenkradsteuerung bleiben dabei erhalten.

Auto-Displays sind eine günstige Möglichkeit, ältere Fahrzeuge mit Android Auto oder Apple Carplay nachzurüsten – kabellos und ohne Werkstatt. Sie werden per Saugnapf oder Standfuß befestigt, am besten an der Windschutzscheibe.

Der Testsieger Carpodgo T4 bietet ein 8,9-Zoll-Display mit guter Bildqualität und hochwertiger Verarbeitung. Technologiesieger ist das Lamtto RC32 dank Google Play Store. Preis-Leistungs-Sieger ist das Lescars IPS-HD-Display CAS-5060, der trotz kleiner Schwächen viel Ausstattung fürs Geld liefert.

Bildqualität und Verarbeitung ähneln sich beim Großteil der Geräte. Unterschiede gibt es primär bei der Bedienung, Ausstattung und Klang. Mit Verbindungsabbrüchen muss man gelegentlich rechnen. Fast jedes Modell bietet einen FM-Transmitter – praktisch, aber störanfällig. Besser ist die Übertragung per AUX-Kabel oder Bluetooth.

Bei Kabelverbindung funktioniert die Lenkradsteuerung meist nur für die Lautstärke. Über Bluetooth lassen sich dagegen auch Titel wechseln. Einige Displays bieten zusätzlich eine Lenkradfernbedienung. Störgeräusche bei Kabeln lassen sich mit einem günstigen Adapter beheben.

Weiteres KFZ-Zubehör zeigen wir hier:

Lukasz Konieczny von 03.10.2026

Der Carpodgo T4 mit 8,9-Zoll-Display rüstet ältere Autos mit Carplay und Android Auto nach. Die Anzeige ist hell, die Verarbeitung hochwertig.

Mit dem Carpodgo T4 kommt der Nachfolger des T3 Pro, der uns im vergangenen Jahr bereits überzeugt hat. Auch das neue Modell rüstet ältere Autos mit Carplay und Android Auto nach, sein Display soll aber noch heller leuchten. Dazu kommen eine hochwertige Verarbeitung und ein breites Format mit 8,9 Zoll Diagonale. Damit ist der T4 kleiner als der T4 Plus mit 10,9 Zoll und passt besser in Kleinwagen. Ob das kleinere Modell an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen kann, zeigt unser Test.

Der Carpodgo T4 zeigt mit seiner 8,9 Zoll großen Bildschirmdiagonale ein großzügiges Breitbildformat, bleibt aber kleiner als der T4 Plus. Das Kunststoffgehäuse ist sauber verarbeitet und wirkt hochwertiger als bei vielen Konkurrenzmodellen. Mit 22,7 cm Breite und 9,8 cm Höhe beansprucht das Gerät dennoch viel Platz. In einem Kleinwagen kann es die Sicht nach vorn einschränken.

Das Display bietet mit 1920 × 720 Pixeln eine ausreichend scharfe Darstellung. Auch die Bildqualität des laminierten IPS-Panels überzeugt. Die Anzeige bietet Laut Hersteller bis zu 1000 Nits. Im Test war die Anzeige am Tag auch bei Sonnenschein gut ablesbar – zumindest deutlich besser als bei den anderen von uns getesteten Modellen. Ein Lichtsensor passt die Helligkeit automatisch an – so muss man während der Fahrt nicht von Hand nachregeln. Die Darstellung mit 60 Bildern pro Sekunde liefert ein flüssiges Bild.

Für den Carpodgo T4 liegen zwei Halterungen bei: eine Klebehalterung mit Kugelgelenk und eine Saugnapfhalterung mit Teleskoparm. Ein Adapter für die 12-V-Steckdose im Auto gehört ebenfalls zum Lieferumfang. Der Monitor selbst haftet magnetisch an der Halterung. Zum Parken lässt er sich deshalb schnell abnehmen und etwa im Handschuhfach verstauen – praktisch, wenn das Auto in der Sonne steht oder man den Bildschirm nicht sichtbar im Fahrzeug lassen möchte.

Am sichersten sitzt der Monitor mit der festgeklebten Halterung. Je nach Auto kann er dann allerdings etwas ins Sichtfeld ragen. Die Saugnapfhalterung lässt sich flexibler positionieren: Mit ihrem Teleskoparm kann der Bildschirm zum Beispiel über das Armaturenbrett hinausragen. Damit die Saugnapfhalterung auf dem Armaturenbrett haftet, legt der Hersteller ein rundes Kunststoffplättchen bei, das man dort aufklebt. Auf dieser glatten Fläche hält der Saugnapf besser.

Steht der Monitor auf dem Armaturenbrett auf, sitzt auch die Saugnapfhalterung solide. Ohne diese zusätzliche Stütze wackelt der Bildschirm während der Fahrt. Auf holprigen Straßen könnte sich der Saugnapf lösen, auch wenn das im Test bisher nicht passiert ist.

Nach dem Anschluss an die Stromversorgung koppelt man den Carpodgo T4 per Bluetooth mit dem iPhone oder Android-Smartphone. Danach baut der Monitor eine WLAN-Verbindung zum Handy auf, über die Carplay oder Android Auto kabellos laufen. Der Startbildschirm ist übersichtlich. Er zeigt die Uhrzeit und Symbole für Carplay, Android Auto, Tonübertragung und Einstellungen. Auf Wunsch zeigt der T4 beim Hochfahren das Logo der eigenen Automarke.

Für den Ton gibt es mehrere Wege. Am besten klang es im Test, wenn das Smartphone per Bluetooth direkt mit dem Autoradio verbunden war. Der T4 zeigt dann nur Apps wie Spotify oder Google Maps an, den Ton schickt er nicht selbst ans Radio.

Hat das Autoradio kein Bluetooth, aber einen AUX-Eingang, verbindet man es per Klinkenkabel mit dem T4. Das Kabel liegt allerdings nicht bei. Je nach Auto benötigt man zusätzlich einen Entstörfilter, sonst hört man nervige Knackgeräusche.

Fehlt auch der AUX-Eingang, schickt der eingebaute FM-Transmitter den Ton ans Autoradio. Dazu stellt man am T4 eine UKW-Frequenz ein und wählt dieselbe am Radio. Im Test rauschte und knisterte es dabei häufiger, etwa wenn ein Radiosender auf einer nahen Frequenz sendete. Die eingebauten Lautsprecher klingen leise und dünn. Sie taugen nur als Notlösung.

Die Verbindung zum Smartphone klappte im Test meist zuverlässig. Normalerweise stehen Carplay oder Android Auto rund 10 bis 15 Sekunden nach dem Einschalten der Zündung bereit. Nur in sehr wenigen Fällen erkannte der T4 das Handy nicht mehr, meistens nach mehreren Kurzstrecken. Wir mussten das Smartphone dann neu per Bluetooth koppeln.

Per Bluetooth 5.0 und WLAN verbindet das T4 sich mit dem Smartphone und zeigt Carplay oder Android Auto an. Eigene Apps gibt es nicht.

Gegen Aufpreis ist eine Rückfahrkamera mit Full-HD-Auflösung erhältlich. Wir haben sie nicht getestet: In unserem Auto hätten wir zur Befestigung Löcher in die Karosserie bohren und das Kabel durch den Innenraum bis zum Monitor verlegen müssen.

Firmware-Updates sind umständlich. Man lädt die Dateien von der Website des Herstellers herunter und kopiert sie auf einen USB-Stick im Format FAT32. Den Stick steckt man in den USB-C-Anschluss am Display und startet das Update dann in den Einstellungen. Drahtlose Updates über das Smartphone wären deutlich bequemer.

Der Carpodgo T4 kostet beim Hersteller rund 204 Euro. Mit dem Rabattcode HEISE sinkt der preis auf etwa 186 Euro. Bei Amazon kostet das Carplay-Display knapp 230 Euro.

Hinweis: Der Hersteller sitzt in China. Bestellt man direkt bei ihm, gelten in der Regel trotzdem die deutschen Verbraucherrechte. In der Praxis ist es aber schwer, sie durchzusetzen. Schickt man das Gerät nach China zurück, kann das teuer werden. Dazu können Einfuhrabgaben kommen, und die Lieferung dauert oft länger als bei Händlern in der EU.

Der Carpodgo T4 bringt Carplay und Android Auto in ältere Autos, ohne so viel Platz zu beanspruchen wie der T4 Plus. Mit seinem 8,9-Zoll-Display ist er die bessere Wahl für Kleinwagen.

Im Test gefielen uns das helle Bild, die saubere Verarbeitung und das übersichtliche Menü. Die Verbindung zum Smartphone klappte meist zuverlässig. Nur selten mussten wir neu per Bluetooth koppeln. Für die Montage liegen eine feste Klebehalterung und eine flexiblere Saugnapfhalterung bei.

Leichte Abstriche gibt es bei den umständlichen Firmware-Updates per USB-Stick. Auch ein AUX-Kabel fehlt. Insgesamt ist der T4 eine gute Nachrüstlösung für alle, denen der T4 Plus zu groß ist.

Lukasz Konieczny von 02.10.2026

Helles Display und gute Verarbeitung: Der Carpodgo T4 Plus rüstet als 11-Zoll-Monitor ältere Autos mit Carplay und Android Auto nach.

Der Carpodgo T3 Pro (Testbericht) hat uns letztes Jahr weitgehend überzeugt. Er zählt zu den besten Lösungen, um ältere Autos mit Carplay und Android Auto nachzurüsten. Jetzt kommt mit dem Carpodgo T4 Plus ein neues Modell des Herstellers. Er konzentriert sich auf das Wesentliche: Carplay und Android Auto. Wie sich das neue Auto-Display im Alltag schlägt, zeigt unser Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt.

Der Bildschirm des Carpodgo T4 Plus misst 10,9 Zoll in der Diagonale und ist damit ziemlich groß. Das Kunststoffgehäuse des T4 Plus ist sauber verarbeitet und wirkt hochwertiger als bei den meisten Konkurrenten. Mit 26,1 cm Breite und 11,3 cm Höhe wirkt das Gerät wuchtig. Im Kleinwagen kann es die Sicht nach vorn einschränken.

Das Seitenverhältnis beträgt 23:10, was ideal ist, um zwei Apps nebeneinander anzuzeigen, etwa Google Maps und Spotify. Die Auflösung von 1920 × 720 Pixeln sorgt für ein ausreichend scharfes Bild. Die Bildqualität des laminierten IPS-Panels überzeugt durchweg. Das Bild wirkt dank 60 FPS flüssig.

Laut Hersteller leuchtet das Display mit bis zu 1000 Nits, etwa 300 Nits mehr als beim Carpodgo T3 Pro. So bleibt die Anzeige auch bei Sonnenschein gut ablesbar. Ein Lichtsensor passt die Helligkeit automatisch an. Das ist praktisch, denn wer während der Fahrt von Hand nachregelt, lenkt sich ab.

Zur Befestigung liegt eine Halterung mit Kugelgelenk bei, die man aufs Armaturenbrett klebt. Es gibt ferner eine Saugnapfhalterung mit Teleskoparm. Ein Adapter für die 12-V-Steckdose im Auto liegt bei.

Auf seiner Rückseite des Displays sitzt eine magnetische Platte mit dem USB-C-Anschluss für die Stromversorgung. Damit kann man den Monitor einfach von der Halterung lösen. Beim Parken nimmt man den Bildschirm so schnell ab und verstaut ihn etwa im Handschuhfach. Das lohnt sich vor allem, wenn das Auto in der prallen Sonne steht oder man nachts einen Einbruch fürchtet.

Mit dem Saugnapf lässt sich der Bildschirm freier platzieren. Man kann ihn etwa über das Armaturenbrett hinausragen lassen, damit er weniger die Sicht versperrt. Auf dem Armaturenbrett hält der Saugnapf allerdings kaum, an der Windschutzscheibe klappt es besser. Für das Armaturenbrett legt der Hersteller deshalb ein rundes Kunststoffplättchen zum Aufkleben bei, auf dem der Saugnapf besser haftet – sehr praktisch.

Am besten hält der Bildschirm mit der fest angeklebten Halterung. Je nach Auto ragt er dann allerdings etwas ins Sichtfeld. Auch die Saugnapfhalterung sitzt mit dem aufgeklebten Plättchen solide. Liegt der Bildschirm aber nicht auf dem Armaturenbrett auf, wackelt er während der Fahrt leicht. Auf holprigen Straßen könnte er sich dann lösen, auch wenn in unserem Test bisher alles gehalten hat. Heizt sich das Cockpit im Sommer stark auf, kann sich der Saugnapf ebenfalls lösen.

Ist der Carpodgo T4 Plus montiert und angeschlossen, schaltet man die Zündung ein. Erst dann bekommt das Gerät Strom. Anschließend koppelt man es per Bluetooth mit dem iPhone oder Android-Smartphone. Danach baut der Monitor eine direkte WLAN-Verbindung zum Handy auf. Darüber laufen Apple Carplay oder Android Auto kabellos.

Der Startbildschirm ist schlicht und übersichtlich. Er zeigt die Uhrzeit und je ein Symbol für Carplay, Android Auto, die Audio-Optionen und Einstellungen. Auf Wunsch zeigt der Startbildschirm auch das Logo der eigenen Automarke. Die Helligkeit regelt das Gerät von Haus aus automatisch. Für Tag und Nacht lassen sich aber eigene Grundwerte einstellen. Außerdem gibt es einen Nachtmodus mit einer eher dunklen Oberfläche, der sich zu einer selbst gewählten Uhrzeit einschaltet.

Die Verbindung klappte im Test meist zuverlässig. Es dauert etwa 10 bis 15 Sekunden bis das System hochfährt und Carplay oder Android Auto startet. Das funktioniert meistens zuverlässig. Nur einmal im Test verband sich das Smartphone nicht mehr mit dem Monitor. Davor waren wir mehrmals hintereinander kurze Strecken gefahren. Wir mussten das Smartphone dann über Bluetooth neu mit dem Bildschirm koppeln. Verglichen mit anderen Modellen arbeitet der Carpodgo trotzdem zuverlässig, wenn auch nicht ganz fehlerfrei.

Für die Tonübertragung gibt es mehrere Wege. Hat das Autoradio Bluetooth, koppelt man das Smartphone direkt damit. Der Bildschirm selbst wird nicht per Bluetooth mit dem Radio gekoppelt und zeigt lediglich Apps wie Spotify und Google Maps an.

Hat das Radio kein Bluetooth, aber einen AUX-Eingang, verbindet man es per Kabel mit dem Bildschirm. Ein Klinkenkabel liegt allerdings nicht bei. Je nach Auto benötigt man zusätzlich einen Entstörfilter, sonst kann es zu nervigen Knackgeräuschen kommen.

Fehlt auch der AUX-Eingang, bleibt der eingebaute FM-Transmitter die Lösung. Man stellt am Gerät eine UKW-Frequenz ein und wählt dieselbe am Autoradio. Der Ton gelangt dann per Funk über die kurze Strecke ins Radio. Dabei rauscht oder knistert es häufiger, etwa wenn ein Radiosender dieselbe oder eine nahe Frequenz nutzt.

Als letzte Möglichkeit bleiben die eingebauten Lautsprecher. Sie klingen allerdings sehr leise und dünn. Das eignet sich nur für den Notfall und ist im Alltag wenig zu gebrauchen. Am besten klang es im Test, wenn das Smartphone per Bluetooth direkt mit dem Autoradio gekoppelt war.

Der interne Speicher fällt mit 8 GB gering aus. Dazu kommen 512 MB RAM. Weil das Gerät nicht für das installieren von Apps gedacht ist, wiegt das aber nicht schwer. Das Gerät nutzt Bluetooth 5.0 und WLAN, um Carplay und Android Auto vom Handy aufs Display zu bringen. Funktionen oder Apps, die über Carplay und Android Auto hinausgehen, gibt es nicht.

Gegen Aufpreis gibt es eine Rückfahrkamera mit Full-HD-Auflösung, die per Kabel angeschlossen wird. Der Einbau ist aufwendig: Für die Kamera muss man Löcher in die Karosserie bohren. Ihren Strom bekommt sie über die Rückleuchten. Das Kabel zum Monitor muss man durch den ganzen Innenraum bis ins Cockpit verlegen und dort in die Halterung stecken. Aufgrund des großen Aufwands haben wir darauf verzichtet, die Rückfahrkamera zu testen.

Umständlich sind auch Firmware-Updates. Man lädt die Dateien von der Website des Herstellers herunter und kopiert sie auf einen USB-Stick im Format FAT32. Den Stick steckt man dann in den zweiten USB-C-Anschluss direkt am Monitor und startet dann in den Einstellungen den Update-Vorgang. Das ist deutlich aufwendiger als etwa beim Lamtto RC32, wo man per WLAN-Hotspot einfach ein OTA-Update durchführen kann.

Der Carpodgo T4 Plus kostet direkt beim Hersteller rund 220 Euro. Mit dem Rabattcode HEISE zahlt man nur etwa 204 Euro. Bei Amazon kostet das Carplay-Display knapp 250 Euro.

Anmerkung: Der Hersteller hat seinen Sitz in China. Wer direkt bei ihm bestellt, hat zwar in der Regel dieselben Verbraucherrechte wie bei einem deutschen Shop. Diese Rechte lassen sich aber nur schwer durchsetzen. Eine Rücksendung nach China kann teuer werden, außerdem können Einfuhrabgaben anfallen. Auch die Lieferung dauert oft länger.

Der Carpodgo T4 Plus eignet sich hervorragend, um ältere Autos mit CarPlay und Android Auto nachzurüsten. Er ist hochwertig verarbeitet, zeigt ein gutes Bild und leuchtet heller als alle Geräte, die wir bisher getestet haben. Mit dem Smartphone verband er sich meist zuverlässig, Aussetzer gab es nur selten. Das Menü ist übersichtlich. Für die Befestigung stehen zwei brauchbare Halterungen zur Wahl: eine zum festen Aufkleben und ein Saugnapf samt Klebeplättchen.

Schwächen gibt es wenige. Firmware-Updates sind umständlich, weil das Gerät sie nicht drahtlos laden kann. Ein AUX-Kabel liegt nicht bei. Und für Kleinwagen ist das Display eher zu groß. Wer damit leben kann, bekommt eine empfehlenswerte Nachrüstlösung.

Lukasz Konieczny von 01.10.2026

Carplay und Android Auto einfach nachrüsten: Das Lamtto RC32 hat einen großen 11-Zoll-Bildschirm und sogar den Google Play Store an Bord.

Am einfachsten rüstet man Carplay oder Android Auto in einem älteren Auto mit einem mobilen Display nach. Man befestigt es wie früher ein Navi im Cockpit und verbindet es mit dem Smartphone. Den Ton überträgt das Display per Bluetooth, AUX-Kabel oder FM-Transmitter.

Das Lamtto RC32 hat einen großen Breitbildschirm mit 11 Zoll Diagonale und bietet noch mehr: Es läuft mit Android und hat den Google Play Store an Bord. Damit lassen sich die meisten Android-Apps nutzen. Im Auto kann das aber heikel sein, denn während der Fahrt sind Video-Apps tabu. In der Pause auf dem Parkplatz sorgen sie dagegen für Unterhaltung. Wie sich das Gerät schlägt und worauf man achten sollte, zeigt der Test.

Hinweis: Wer fährt, darf auf dem Display keine Videos ansehen. Auch bei fest montierten Geräten erlaubt § 23 Abs. 1a StVO nur eine kurze, der Verkehrslage angepasste Blickzuwendung. Fahrer dürfen Videos erst schauen, wenn das Auto steht und der Motor vollständig ausgeschaltet ist. Start-Stopp-Automatik und ein bloß ruhender Elektroantrieb zählen nicht. Bei einem Verstoß drohen im Regelfall 100 Euro Bußgeld und ein Punkt.

Mit 11 Zoll Diagonale gehört das Lamtto RC32 zu den besonders großen Carplay-Displays. Optisch ähnelt es anderen Modellen von Lamtto und der Konkurrenz. Weil der Bildschirm sehr breit ist, passen zwei Apps gut nebeneinander darauf, etwa Google Maps und Spotify. Das Kunststoffgehäuse ist schlicht, aber sauber verarbeitet. Es hat keine groben Spalten und keine scharfen Kanten.

Das Display löst mit 1920 × 720 Pixeln auf und arbeitet mit 60 Hz. Für Carplay und Android Auto reicht das für eine ausreichend scharfe Darstellung aus. Das Bild ist gut, die Blickwinkel sind stabil. Leider spiegelt der Bildschirm stark. Das tun aber alle Geräte dieser Art, die wir bisher getestet haben. Für Filme ist die Auflösung etwas niedrig. Einzelne Pixel sind dann sichtbar.

Die Helligkeit regelt sich nicht automatisch. Man muss sie je nach Tageszeit und Wetter von Hand anpassen. Das geht aber schnell: Eine runde Schaltfläche schwebt über der Anzeige und öffnet ein Menü. Dort tippt man auf das Sonnensymbol und stellt die Helligkeit per Schieberegler ein. Bei Sonnenschein bleibt das Display meist gut ablesbar. Schwierig wird es erst, wenn die Sonne direkt auf den Bildschirm scheint, etwa im Cabrio oder unter offenem Schiebedach. Selbst dann erkennt man noch genug.

Auf der Rückseite sitzen die vier üblichen Aufnahmen für die Klebe- oder Saugnapfhalterung. Dazu kommen ein 3,5-mm-Klinkenausgang für AUX und ein Videoeingang für die mitgelieferte Rückfahrkamera. Die Kamera wird per Kabel angeschlossen. Das macht den Einbau aufwendig, deshalb sollte ihn eine Werkstatt übernehmen. Wir haben bewusst darauf verzichtet.

Zur Befestigung auf dem Armaturenbrett liegen zwei Halterungen bei: eine zum Ankleben und eine mit Saugnapf. Die Saugnapfhalterung hat den Vorteil, dass man sie leichter wieder abnehmen kann. Zudem lässt sich das Display per Teleskoparm so positionieren, dass es das Sichtfeld weniger stört. Allerdings hält der Saugnapf auf den meisten Armaturenbrettern nicht besonders gut und löst sich vor allem bei hohen Temperaturen schnell. Alternativ lässt er sich an der Windschutzscheibe befestigen. Dort hält er besser, aber auch nicht absolut zuverlässig. Außerdem kann der relativ große Monitor dort das Sichtfeld stark einschränken.

Die Klebehalterung kennen wir bereits von vielen anderen Modellen. Wer schon eine besitzt, kann sie weiterverwenden. Die Halterung ist universell einsetzbar und hält das Gerät mit vier Krallen. Sie hält deutlich besser als der Saugnapf. In unserem Testfahrzeug, einem Opel Adam, ragt der große Monitor allerdings leicht ins Sichtfeld. Die Lösung eignet sich daher eher für SUVs, Minivans oder andere größere Autos.

Den Strom bekommt der Monitor über das mitgelieferte USB-C-Netzteil, das in die 12-Volt-Buchse des Autos gesteckt wird. Wer den Ton per AUX überträgt, verbindet Monitor und Autoradio zusätzlich mit einem Klinkenkabel.

Wenn das Gerät montiert und das Netzteil in die 12-Volt-Buchse gesteckt ist, schaltet man die Zündung ein. Beim ersten Start benötigt das System rund 15 bis 30 Sekunden zum Hochfahren. Danach erscheint der Startbildschirm mit Symbolen für Apps wie Netflix und Tiktok, für Carplay und Android Auto sowie für die Einstellungen.

Das System basiert auf Android 15 und läuft recht flüssig. Eine eigene Mobilfunkverbindung hat das Display nicht. Um ins Internet zu kommen, benötigt man deshalb einen WLAN-Hotspot vom Smartphone. Dann funktionieren auch die vorinstallierten Streaming-Apps. Weitere Apps lädt man aus dem Google Play Store, der vollständig verfügbar ist.

Für Carplay oder Android Auto koppelt man das Smartphone zunächst per Bluetooth mit dem Display. Danach baut sich eine WLAN-Verbindung auf. Beim ersten Mal dauert das etwas länger. Im zweiwöchigen Test klappte die Verbindung danach fast immer reibungslos. Nur einmal wollte sich das Smartphone nicht im Android-Auto-Modus mit dem Lamtto verbinden. Geholfen hat, das Handy kurz in den Flugmodus zu schalten und dann neu zu verbinden.

Für die Tonübertragung gibt es vier Möglichkeiten:

AUX, Bluetooth und FM-Transmitter haben im Test zuverlässig funktioniert.

Das Besondere am Lamtto RC32 ist der volle Zugriff auf Android-Apps. Weil der Google Play Store komplett verfügbar ist, wird das Display zum Tablet im Auto. Das hat Vorteile: Man kann beliebige Navi-Apps installieren und Karten offline herunterladen. So funktioniert die Navigation auch ohne Hotspot. Platz dafür bieten 64 GB Speicher. Es gibt zudem einen Slot für eine microSD-Karte, die aber nicht zum Lieferumfang gehört.

Vorinstalliert sind auch Streaming-Apps wie Netflix und Tiktok. Carplay erlaubt Video-Apps nur im Stand und nur bei unterstützten Fahrzeugen, Android Auto verzichtet komplett darauf. Apple und Google beschränken sich auf Apps, die sich mit einem kurzen Blick bedienen lassen – etwa für Navigation, Musik oder Podcasts. Videos lenken dagegen den Fahrer ab, denn wer einen Film schaut, schaut nicht auf die Straße.

Streaming-Apps sind deshalb nur etwas für die Pause, etwa an der Raststätte oder an der Ladesäule. Hierzu muss man die Zündung aktiveren, aber man darf nicht den Motor laufen lassen. Das verlangt auch die Straßenverkehrsordnung: Als Fahrer darf man solche Geräte nur nutzen, wenn das Auto steht und der Motor aus ist. Wenn die Start-Stopp-Automatik den Motor an der Ampel abschaltet, zählt das nicht. Wer trotzdem während der Fahrt Videos schaut, riskiert mindestens 100 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Wer im Stand länger schaut, sollte außerdem an die Autobatterie denken.

Das Display hat ein eigenes GPS. So funktioniert Google Maps mit Offline-Karten auch ohne Smartphone. Der Hersteller bietet zudem OTA-Updates an. Nach der Aktivierung stand bereits eines bereit. Dafür benötigt man einen WLAN-Hotspot, wie beim Streaming. Die mitgelieferte Full-HD-Rückfahrkamera ist ein nützliches extra, aber das Kabel muss durchs ganze Auto geführt werden. Wir haben sie deshalb nicht getestet.

Direkt beim Hersteller kostet der Bildschirm 219 Euro. Mit dem Code heise20 gibt es 20 Prozent Rabatt, womit der Preis auf rund 175 Euro sinkt.

Das Lamtto RC32 bringt Carplay und Android Auto in ältere Autos. Sein großer Bildschirm zeigt ein gutes Bild, das System läuft flüssig und lädt Updates per OTA. Im Test arbeitete das Display bis auf wenige Ausnahmen zuverlässig. Den Ton überträgt es per Bluetooth, AUX und FM-Transmitter gleichermaßen gut. Nur die Helligkeit muss man von Hand regeln.

Den Unterschied macht der Play Store. Er verwandelt das Display in der Pause in eine Unterhaltungszentrale, etwa auf dem Parkplatz. Das verlangt aber Vernunft: Während der Fahrt sollten Streaming-Apps immer ausbleiben.

In kleinen Autos ragt der große Bildschirm ins Sichtfeld. Dann greift man besser zur Saugnapfhalterung, auch wenn die Klebehalterung fester sitzt. Wer das Infotainment in seinem älteren Auto modernisieren und in der Pause auch mal streamen will, trifft mit dem Lamtto RC32 eine gute Wahl.

Lukasz Konieczny von 10.09.2025

Der Carpodgo T3 Pro bringt Carplay und Android Auto einfach ins Cockpit älterer Fahrzeuge – auf einem 8,9‑Zoll-Display mit solider Bild- und Tonqualität.

Wer ein älteres Auto ohne Carplay oder Android Auto fährt, schaut beim Thema Smartphone-Anbindung meist in die Röhre. Genau da setzt das Carpodgo T3 Pro an – allerdings im besten Wortsinn. Das Breitbild-Display bringt sowohl Apples Carplay als auch Android Auto ins Cockpit und macht damit selbst einen betagten PKW digital fit. Ob Navigation via Google Maps oder Musik über Spotify – alles läuft bequem über den Zusatzbildschirm. Die Montage erfolgt simpel, ähnlich wie bei einem klassischen Navi.

Wie sich das Carplay-Display in der Praxis schlägt, klären wir in diesem Test. Dafür haben wir das Carpodgo T3 Pro mit einem Opel Adam (Baujahr 2015), Honor Magic V3 sowie iPhone 12 Pro getestet. Der Bildschirm wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

Der Carpodgo T3 Pro bietet ein 8,9-Zoll-Breitbild-Display und bleibt damit kompakter als viele 10-Zoll-Modelle. Das Format wirkt weniger wuchtig und verdeckt selbst in einem Kleinwagen wie dem Opel Adam das Sichtfeld nicht, sofern es korrekt auf dem Armaturenbrett platziert ist. Der Vorteil des breiten Formats: Nutzt man Spotify und Google Maps gleichzeitig, bleibt genügend vom Kartenausschnitt sichtbar.

Das Kunststoffgehäuse ist solide verarbeitet. Der Rahmen fällt schlank aus, die Anzeige ist laminiert, und Material sowie Verarbeitung wirken qualitativ besser als bei vielen Konkurrenzgeräten.

Mit einer Auflösung von 1920 × 720 Pixeln liefert der Monitor ein scharfes Bild mit kräftigen Farben und ordentlichem Kontrast. Eine automatische Helligkeitsregelung sorgt dafür, dass der Bildschirm auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar bleibt. Bis zu 700 Nits sind laut Hersteller möglich. Die Bildübertragung erfolgt bei Carplay mit 60 FPS. Insgesamt wirkt diese sehr flüssig und ohne Verzögerungen, auch bei Android Auto.

Auf der Rückseite befinden sich seitlich ein AUX-Ausgang, ein AV‑In-Anschluss für eine optionale Rückfahrkamera sowie zwei USB‑C-Ports. Einer davon dient zur Stromversorgung; ein passendes Netzteil mit USB‑C, 12‑Volt‑Adapter und zusätzlichem USB‑A-Ausgang liegt bei. Das Kabel fällt sehr lang aus, was fast zwangsläufig im Kabelsalat endet.

Der zweite USB‑C-Anschluss ist für Firmware-Updates per Datenträger vorgesehen. Zusätzlich liegt eine Verlängerung für USB On-the-Go bei, über die sich externe Datenträger direkt am Monitor nutzen lassen. An dieser Stelle ist auch das Mikrofon für die Freisprecheinrichtung untergebracht.

Zum Lieferumfang gehört eine Halterung zum festen Aufkleben auf das Armaturenbrett. Das sorgt für einen sehr stabilen Sitz, hat aber den Nachteil, dass sie nicht so einfach und ohne Rest zu entfernen ist. Außerdem kann der Monitor – je nach Fahrzeuggröße – stärker ins Sichtfeld hineinragen.

Der Bildschirm ist frei neigbar. Damit sich der Winkel nicht von selbst verstellt, müssen die Kunststoffschrauben fest angezogen werden. Eine Besonderheit ist die Magnetbefestigung: Das Display haftet an der Basis, die auf die Halterung geschraubt wird. Es lässt sich somit mit einem Handgriff abnehmen – praktisch, um die Verkabelung zu prüfen oder es beim Parken mitzunehmen.

Optional gibt es auch eine Saugnapfhalterung, die uns der Hersteller mitgeliefert hat. Sie lässt sich leicht entfernen, sofern die Auflagefläche sauber ist. Mit der Zeit kann sich die Halterung jedoch lösen.

An der Frontscheibe lässt sich die Saugnapfhalterung ebenfalls anbringen und sie hält dort auch besser, könnte aber das Sichtfeld stark einschränken. Wer zu dieser Option greift, sollte darauf achten, dass der Saugnapf möglichst niedrig an der Scheibe befestigt ist und der Arm der Halterung flach über die Armaturen verläuft.

Der lange Haltearm ist Segen und Fluch zugleich. Setzt der Bildschirm wie im Opel Adam nicht auf dem Armaturenbrett auf, wackelt er während der Fahrt spürbar. Auf normalen Straßen bleibt das erträglich, auf Kopfsteinpflaster oder Schotterwegen wird es deutlich. Daher sollte der Monitor möglichst so befestigt werden, dass er auf den Armaturen abgestützt ist.

Ist der Monitor befestigt und mit Strom versorgt, startet man die Zündung. Anschließend koppelt man das Smartphone per Bluetooth mit dem Bildschirm. Danach baut das Gerät automatisch eine lokale WLAN-Verbindung zum Handy auf.

Nach dem Einschalten dauert der Bootvorgang nur knapp über 12 Sekunden. Auf Wunsch kann man in den Einstellungen das Logo der eigenen Automarke für den Bootscreen auswählen. Nach erfolgreicher Kopplung wechselt der Monitor automatisch zu Android Auto oder Carplay – je nach Smartphone.

Für die Audioausgabe gibt es drei Möglichkeiten: per AUX-Kabel, per Bluetooth oder – falls beides nicht verfügbar ist – über den integrierten FM-Transmitter. Der Monitor verfügt zwar über eigene Lautsprecher, der Klang ist jedoch leise und dünn. Wer den Monitor kabellos nutzt, profitiert von mehreren Vorteilen: Die Lenkradfernbedienung lässt sich dann verwenden, um Titel zu wechseln.

In diesem Modus kommt allerdings die Freisprecheinrichtung des Radios zum Einsatz – in unserem Fall mit eher mäßiger Qualität. Nur bei kabelgebundener Nutzung kann man die Freisprecheinrichtung über das Display verwenden – dann allerdings auch nicht in Telefonqualität.

Zu beachten ist, dass man das Display nicht direkt per Bluetooth mit dem Autoradio verbindet. Dafür muss man das Smartphone direkt mit dem Radio koppeln, um das Audiosignal ins Radio zu übertragen. Die Verbindung zwischen Smartphone und Bildschirm wiederum dient zur grafischen Darstellung von Android Auto oder Carplay.

Im Test gefiel uns der Klang über die Bluetooth-Option am besten. Ein kleiner Wermutstropfen: Im Opel Adam dauerte es fast eine Minute, bis die Verbindung zwischen Radio und Smartphone stand – das liegt jedoch am Fahrzeug, nicht am Carpodgo.

Die zweite Option ist die Audioausgabe per AUX-Kabel, auch wenn ein passendes Kabel nicht beiliegt. Im Test war ein leichtes Knackgeräusch zu hören. Möglicherweise lag das am betagten Opel. Abhilfe schafft hier ein Entstörfilter für wenige Euro. Vorteil der AUX-Lösung: Der Ton stand direkt nach dem Bootvorgang zur Verfügung. Nachteil: zusätzlicher Kabelsalat und keine nutzbare Lenkradfernbedienung.

Die dritte Variante richtet sich an Fahrzeuge, deren Autoradio weder Bluetooth noch AUX-Eingang bietet. Über den integrierten FM-Transmitter wählt man am Display eine freie Radiofrequenz, die anschließend auch am Autoradio eingestellt wird. Wichtig ist, darauf zu achten, dass diese Frequenz nicht bereits von einem Sender belegt ist. Danach erfolgt die Klangübertragung per Radiowelle. Allerdings ist die Tonqualität hier deutlich schlechter und anfälliger für Störungen.

Als optionales Zubehör bietet der Hersteller eine Rückfahrkamera an. Sie wird am Heck des Fahrzeugs montiert und an die Stromversorgung der Rückleuchte angeschlossen. Ein Kabel muss dafür durch den Innenraum des Wagens verlegt werden. Zwar hat uns der Hersteller die Kamera ebenfalls zur Verfügung gestellt, der Montageaufwand ist jedoch beträchtlich – weshalb wir im Test darauf verzichtet haben.

Mit dem Rabattcode HEISE zahlen unsere Leser exklusiv 205 Euro statt 220 Euro für den Carpodgo T3 Pro. Der Versand ist kostenlos.

Allerdings sitzt der Hersteller in China. Die in der EU üblichen Regelungen zum Käuferschutz greifen hier nicht. Vor dem Kauf sollte man sich daher genau über Garantie- und Rückgabemöglichkeiten informieren. Ein Rückversand kann zudem recht teuer sein, und auch die Lieferzeit fällt oftmals länger aus als gewohnt.

Der Carpodgo T3 Pro gehört zu den besten Nachrüstlösungen im Test. Das 8,9‑Zoll-Breitbild bietet genug Platz für Multitasking. Verarbeitung, Bild- und Klangqualität wirken hochwertig. Die automatische Helligkeitsregelung funktioniert zuverlässig. Der Startvorgang dauert nur rund 12 Sekunden. Mit FM-Transmitter, AUX und Bluetooth ist das Display vielseitig einsetzbar, auch in älteren Fahrzeugen. Angesichts des attraktiven Preises ist der Carpodgo T3 Pro eine empfehlenswerte Option für alle, die Carplay oder Android Auto nachrüsten möchten.

Lukasz Konieczny von 21.05.2026

Nachrüst-Display fürs Auto: Das Carpuride W903S bringt Carplay, Android Auto und zwei rotierbare Dashcams mit. Wie schlägt es sich im Praxistest?

Das erste Nachrüst-Display für Carplay und Android Auto, das wir getestet haben, stammte von Carpuride. Mit dem Modell W901 konnten wir ausprobieren, wie sich die Schnittstellen auch in einem älteren Fahrzeug nachrüsten lassen.

Jetzt steht das neue Modell Carpuride W903S auf dem Prüfstand – eine überarbeitete Variante des W903. Es kommt erneut im praktischen Breitbildformat mit vergleichsweise niedriger Bauhöhe. Wir zeigen, wie es sich in der Praxis schlägt.

Das Carpuride W903S setzt auf ein extrabreites Bildformat im Verhältnis 23:9. Die Bilddiagonale misst 9,3 Zoll und erklärt damit auch den Namenszusatz des Modells. Das IPS-LCD löst 1600 × 600 Pixel auf und kommt so auf 183 ppi. Für ein Tablet wäre das zu wenig, im Auto reicht es aber locker: Einzelne Pixel erkennt man nur bei genauem Hinsehen.

Die Bildqualität geht in Ordnung, lediglich kommen Farben und Kontraste etwas kraftlos herüber. Eine automatische Helligkeitsanpassung ist an Bord – bei hoher Umgebungshelligkeit stößt das Display aber an seine Grenzen. In einem Fahrzeug mit geöffnetem Faltdach, Panoramadach oder einem Cabriolet wird die Ablesbarkeit dann schnell zur Herausforderung.

Der Bildschirm misst 24 cm in der Breite und 9,3 cm in der Höhe. Anders als beim Vorgänger sitzt die Dashcam nicht mehr mittig über dem Display, sondern wurde durch zwei nebeneinander angeordnete Kameras ersetzt. Beide lassen sich herausziehen und drehen, sodass der Fahrer sie wahlweise nach vorn oder nach hinten ausrichten kann – eine komplette 360-Grad-Drehung erlauben sie allerdings nicht.

Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und wirkt entsprechend einfach verarbeitet. Die Dashcams kann man in der Höhe verstellen und drehen, dabei knarzen sie jedoch so vernehmlich, dass man kurz fürchtet, sie könnten abbrechen.

Den Strom bezieht das Gerät klassisch über den beigefügten 12-V-Zigarettenanzünder. Am Display selbst sitzt dafür ein USB-C-Anschluss. An der linken Seite hat Carpuride einen microSD-Slot sowie je eine Aux-In- und Aux-Out-Buchse untergebracht. Zum Lieferumfang gehören neben den beiden Halterungsvarianten und dem 12-V-Netzteil ein 3,5-mm-Klinkenkabel sowie eine bereits im Gerät steckende microSD-Karte mit 64 GB.

Mitgeliefert wird zudem eine Rückfahrkamera; leider in einer kabelgebundenen Variante. Sie muss am Heck montiert und ihr Kabel anschließend durch den kompletten Innenraum bis zum Videoeingang des Displays verlegt werden – Kabelsalat inklusive. Da uns der Aufwand zu hoch war und wir die Karosserie am Heck unseres Autos nicht anbohren wollten, haben wir den Test der Rückfahrkamera bewusst ausgelassen.

Zur Befestigung liegen zwei Halterungen bei: eine Klebevariante fürs Armaturenbrett und eine mit Saugnapf für die Windschutzscheibe. Beide haben ihre Eigenheiten. Der Saugnapf ist schnell montiert und erlaubt es, das Display näher zum Fahrer zu ziehen – löst sich aber mit der Zeit, besonders bei Hitze. Auf dem Armaturenbrett hält er ohnehin schlecht, an der Windschutzscheibe besser. Dort landet das Display jedoch leicht außer Reichweite oder stört im Blickfeld.

Die Klebelösung hält zuverlässiger. Damit ragt das Display aber deutlich heraus und kann bei einem Kleinwagen wie dem Opel Adam im Test die Sicht nach vorne leicht behindern. Beim W903S hält sich das dank flacher Bauhöhe von 9,3 cm in Grenzen. Die Befestigungsschlitze auf der Rückseite folgen dem üblichen Standardmaß – eine bereits verklebte Halterung lässt sich also oft weiternutzen.

Wenig durchdacht ist die Position der Anschlüsse mittig an der Oberkante. Seitlich oder unten wären sie besser aufgehoben, so ragen die Kabel oben heraus und verlaufen je nach Position störend vor dem Infotainment-System.

Sobald Strom über den Zigarettenanzünder fließt, bootet das Gerät in knapp 10 Sekunden und zeigt den Homescreen samt Einstellungen. Für Carplay oder Android Auto tippt man aufs entsprechende Icon, der Monitor erklärt die Bluetooth-Kopplung. Die Suche am Smartphone klappt nicht immer im ersten Anlauf, aber danach läuft die Verbindung mit Android-Smartphones und iPhones zuverlässig. Das Smartphone baut zunächst eine Bluetooth-Brücke zum Monitor auf und schaltet anschließend auf eine lokale WLAN-Verbindung um. Vom Anlassen des Fahrzeugs bis zum Start von Carplay und Android Auto vergehen knapp unter 30 Sekunden.

Der Ton findet seinen Weg über eine von drei Optionen zu den Auto-Lautsprechern: per Aux-Kabel, FM-Transmitter oder Bluetooth. Alternativ gibt es auch integrierte Lautsprecher, die aber wenig brauchbar sind und blechern klingen. Die Klinkenverbindung drängt sich auf, wenn das Radio kein Bluetooth beherrscht – produziert aber wie schon bei vielen Geräten zuvor lautes Knacken und Rauschen. Abhilfe schafft ein Entstörfilter für 9 Euro als Masseschleifen-Isolator. Danach ist der Klang ziemlich gut – sowohl bei Podcasts als auch bei Musik.

Fehlen AUX und Bluetooth, schlägt die Stunde des FM-Transmitters: Das Display sendet den Ton auf einer freien UKW-Frequenz, das Autoradio empfängt ihn wie einen lokalen Sender. Normalerweise eine klangliche Notlösung – beim W903S kommt der Sound jedoch überraschend kräftig und klar aus den Boxen. Störungen durch andere Radiosender sind hier aber immer möglich.

Der Königsweg bleibt Bluetooth, sofern das Autoradio mitspielt. Das Handy verbindet sich dabei parallel mit Display und Bordradio, eine direkte Funkstrecke zwischen beiden gibt es nicht. Der Vorteil: Lenkradtasten funktionieren weiterhin zum Überspringen von Songs, bei AUX oder FM braucht es dafür den Touchscreen. Zudem dienen Radio und Monitor dann gemeinsam als Freisprecheinrichtung und reagieren auf Siri oder den Google Assistant. Erstaunlicherweise fällt der Pegel über Bluetooth deutlich leiser aus als per AUX-Kabel oder FM-Transmitter.

Neben Android Auto und Apple Carplay unterstützt das Gerät auch Airplay sowie Android Cast. Damit lassen sich Inhalte vom Smartphone direkt auf den Bildschirm spiegeln – praktisch etwa, um in der Pause bei ausgeschaltetem Motor Youtube- oder Netflix-Videos auf dem größeren Display anzusehen. Aber Vorsicht: Während der Fahrt ist das nicht erlaubt.

Eine Besonderheit sind die zwei drehbaren Dashcams, die wahlweise nach vorn oder ins Innere ausgerichtet werden können. Als Hauptkamera dient ein Modell mit bis zu 4K-Auflösung und 170-Grad-Sichtwinkel, dessen Linse sich zudem in der Ausrichtung justieren lässt – tagsüber liefert sie ein klares, detailreiches Bild. Als Innenkamera für Fahrer und Mitfahrende kommt ein zweites Modul mit maximal Full-HD zum Einsatz. Hier wirken Details weniger ausgeprägt und Farben bei Tageslicht etwas künstlich. Dafür schaltet dieses Modul bei zu wenig Licht automatisch in einen Infrarot-Modus mit Schwarz-Weiß-Nachtsicht.

Hinzu kommt eine Loop-Funktion für die Daueraufzeichnung. Festlegen lässt sich allerdings nur die maximale Länge der einzelnen Clips – wahlweise 1, 3 oder 5 Minuten –, nicht jedoch die Gesamtzahl der gespeicherten Aufnahmen. Eine solche Obergrenze wäre wünschenswert gewesen, denn andernfalls landen schnell viele Clips auf der Speicherkarte, die datenschutzrechtlich problematisch sein können. Maximal werden 128 GB unterstützt – wir raten zu einer möglichst kleinen SD-Karte.

Ein Mikrofon ist ebenfalls integriert. In Verbindung mit einem per Bluetooth gekoppelten Smartphone lässt sich das Display als Freisprecheinrichtung nutzen oder per Sprachbefehl steuern. Die Tonqualität geht in Ordnung, reißt aber niemanden vom Hocker. Spracheingaben erkennt das System nicht immer zuverlässig – bei anderen Herstellern sieht es allerdings ähnlich aus.

Das Carpuride W903S kostet direkt beim Hersteller rund 240 Euro. Mit dem Code Techstage bekommen unsere Leser exklusiv einen Rabatt von 30 Prozent. Damit kostet das Display nur knapp 170 Euro.

Zu beachten ist: Carpuride ist ein chinesischer Hersteller. Zwar wird die Ware teilweise aus europäischen Lagern verschickt, doch EU-Verbraucherrechte wie Gewährleistung oder Widerruf lassen sich gegenüber Anbietern außerhalb der EU häufig nur mit Mühe durchsetzen. Immerhin bietet Carpuride freiwillig ein Jahr Garantie sowie 30 Tage Rückgaberecht. Die Rücksendekosten muss der Käufer in der Regel jedoch selbst tragen.

Das Carpuride W903S überzeugt vor allem mit seinem praktischen Breitbildformat, das dank moderater Maße auch in Kleinwagen passt. Die Tonqualität fällt über alle Anschlussarten hinweg erfreulich gut aus – hier liegt das Gerät vor der Konkurrenz. Seine Helligkeit regelt das Display automatisch, kommt bei direkter Sonne aber schnell an seine Grenzen.

Spannendstes Merkmal ist die Dual-Dashcam mit zwei drehbaren Modulen: Die 4K-Kamera filmt primär nach vorn, die Full-HD-Variante mit Infrarot-Nachtsicht den Innenraum – auf Wunsch lässt sich die Ausrichtung aber auch tauschen. Die Loop-Funktion kennt allerdings keine Obergrenze für gespeicherte Clips. Wer Datenschutzprobleme vermeiden will, räumt regelmäßig auf und greift gleich zu einer kleinen SD-Karte.

Das Gehäuse wirkt etwas einfach verarbeitet, doch die Konkurrenz macht es selten besser. Insgesamt bleibt das W903S eine empfehlenswerte Lösung für alle, die CarPlay und Android Auto im kompakten Breitbildformat nachrüsten und zugleich eine Dashcam nutzen wollen.

Andreas Donath von 12.12.2025

Kompakt und sogar mit Dashcam: Das 9-Zoll-Display von Lescars rüstet Carplay und Android Auto auch bei älteren Fahrzeugen nach.

Wer ein Auto ohne Display hat, kann auch mit Android Auto oder Apple Carplay nichts anfangen – oder doch? Wir haben mit dem Lescars-Modell CAS-5060 (JX-8014-675) ein Display zum Ankleben auf die Armaturen getestet, das außer für den Strom keine weiteren Kabel benötigt – alles läuft per Funk. Eine Dashcam und einen Videoplayer gibt es obendrauf.

Das Lescars CAS-5060 ist genau genommen ein Entertainment-System, das Android Auto und Apple Carplay unterstützt, eine Dashcam an der Vorderseite hat und per Bluetooth oder Radiofrequenz mit dem Autoradio verbunden wird. Am Auto selbst ist kein Umbau nötig: Der Bildschirm wird mit dem beiliegenden Montagematerial sicher am Armaturenbrett befestigt – ohne Bohren. Die Klebefolie lässt sich rückstandsfrei entfernen.

Und der Clou: Videos und Spiele lassen sich per Mirrorlink oder über ein angeschlossenes Smartphone auf dem Monitor abspielen – natürlich nicht während der Fahrt. Android Auto und Carplay selbst unterstützen das nicht.

Das Gerät präsentiert sich im Wesentlichen als ein 9 Zoll großer Bildschirm mit einer Auflösung von 1024 × 600 Pixeln. Das IPS-Panel bietet gute Blickwinkel, auch seitlich, was wichtig ist, da die meisten Nutzer das Display mittig am Armaturenbrett montieren.

Bei wechselnden Lichtverhältnissen bleibt der Touchscreen gut ablesbar. Eine Sonnenblende würde Reflexionen verringern, fehlt aber. Die Helligkeit lässt sich im Menü anpassen – einen physischen Regler gibt es nicht. Die Lautstärke des integrierten Lautsprechers lässt sich ebenfalls nur im Bildschirmmenü einstellen.

Im Lescars-Monitor ist eine Frontkamera integriert, die Videos in 2K-Auflösung aufnimmt. Das Weitwinkelobjektiv deckt horizontal bis zu 150 Grad ab. Die Aufnahmen erfolgen auf einer microSD-Karte; diese liegt dem Lieferumfang nicht bei. Laut Hersteller unterstützen Karten bis zu 256 GB Kapazität.

Eine Endlosschleife ermöglicht fortlaufende Aufnahmen, wobei ältere Dateien automatisch überschrieben werden. Alternativ lassen sich Intervallaufnahmen einstellen, beispielsweise beim Parken. Über die Hersteller-App Logger kann die Aufnahme gesteuert und wichtige Clips gegen versehentliches Löschen geschützt werden. Auf Knopfdruck lassen sich zudem Fotos mit 12 Megapixeln aufnehmen.

Die Installation des Monitors erfolgt ohne Fachhilfe: Ein Montageadapter rastet auf der Rückseite des Displays ein und wird mit doppelseitigem Klebeband am Armaturenbrett befestigt. Die Halterung bietet nur geringe Verstellmöglichkeiten im Neigungswinkel, lässt sich aber auch nach rechts und links verschieben.

Für die Dashcam gilt: Sie nimmt durch die Windschutzscheibe auf, daher muss das Display in höherer Position am Armaturenbrett angebracht werden. Die Kamera selbst ist neigbar, um den Aufnahmewinkel anzupassen.

Die Stromversorgung erfolgt über das Zigarettenanzünder. Am Display sitzt ein USB-C-Anschluss, der aber nicht als Stromquelle dient. Mit einem gewöhnlichen USB-C-Kabel und Netzteil lässt sich das Display daher nicht einschalten. Das 3,5 Meter lange Kabel erleichtert die Reichweite der Anschlussstelle, kann aber auch stören. Kabelbinder helfen bei der Ordnung. Das System unterstützt 12- und 24-Volt-Bordnetze und ist damit mit den meisten PKW und LKW kompatibel.

Der Ton muss natürlich auch in das Autoradio gelangen. Wer das nicht möchte, kann den integrierten Lautsprecher des Displays nutzen, der jedoch nur eine bescheidene Klangqualität bietet. Ebenfalls vorhanden ist ein Mikrofon, mit dem Telefongespräche geführt oder Sprachbefehle entgegengenommen werden können.

Alternativ steht Bluetooth zur Verfügung, die beste kabellose Lösung, sofern das Autoradio Bluetooth unterstützt. Damit klingt die Wiedergabe klar und deutlich. Eine weitere kabellose Anbindung bietet der integrierte FM-Transmitter: Der Ton wird per UKW-Frequenz an das Autoradio gesendet, dazu muss eine gemeinsame Frequenz eingestellt werden.

Wer will, kann das Display auch direkt vom Smartphone, Tablet oder Computer aus per Bluetooth steuern, um Audio per Bluetooth einzuspielen. Dieser Modus lässt sich über das Bildschirmmenü aktivieren und ermöglicht Mitfahrern, ihre Musik zu hören, ohne Carplay und Android Auto koppeln zu müssen.

Ein AUX-Ausgang existiert ebenfalls am Display. Damit lässt sich eine kabelgebundene Verbindung zwischen Autoradio und Display herstellen – allerdings verfügen längst nicht alle Autoradios über einen entsprechenden Eingang.

Das Gerät ermöglicht den kabellosen Anschluss von Smartphones über Apple Carplay (für das iPhone) und Android Auto (für Android-Smartphones). Die Verbindung erfolgt über Bluetooth und anschließend ein lokales WLAN. Der integrierte WLAN-Chip unterstützt IEEE 802.11ac/b/g/n in den Frequenzbändern 2,4 GHz und 5 GHz. Nach der einmaligen Kopplung verbindet sich das Smartphone bei Bedarf automatisch mit dem Monitor.

Über Carplay sowie Android Auto lassen sich während der Fahrt zentrale Smartphone-Funktionen nutzen: Navigation mit Google Maps oder Apple Karten, Freisprechfunktion, Messaging per Sprachsteuerung sowie Musik-Streaming von Diensten wie Spotify, Apple Music oder Youtube Music. Der 9-Zoll-Touchscreen reagiert zügig, eine Sprachsteuerung ergänzt die Bedienung.

Die Sprachqualität beim Telefonieren ist grundsätzlich gut, allerdings nimmt das Mikrofon Umgebungsgeräusche im Fahrzeug auf, sodass in lauten Fahrzeugen die Verständlichkeit beeinträchtigt sein kann.

Das Lescars-Display hebt sich von herkömmlichen Auto-Infotainmentsystemen durch zwei Besonderheiten ab, die fest verbaute Autoradios üblicherweise nicht bieten. Mit Apple Airplay können iPhone-Nutzer den gesamten Bildschirminhalt ihres Smartphones drahtlos auf den 9-Zoll-Monitor spiegeln. So stehen neben Carplay-freigegebenen Apps auch Inhalte des Telefons selbst zur Verfügung, inklusive der Tonübertragung.

Auf der Android-Seite heißt die Funktion Screen Mirroring und bietet die gleichen Vorteile. Im Stand – etwa während Pausen oder beim Laden von Elektrofahrzeugen – lässt sie sich hervorragend als Zeitvertreib nutzen. Während der Fahrt können Beifahrer so die Zeit vertreiben; für den Fahrer gilt: Videogucken ist tabu. Zwischen Carplay und Android Auto und Screen Mirroring kann man im Display-Menü schnell wechseln.

Im Betrieb verhält sich das Lescars-Display unauffällig: Der Touchscreen reagiert zügig, die Menüführung ist dank großzügiger Tippflächen einfach. Wer zwischen Carplay und Android Auto sowie den Streaming-Optionen Airplay und Mirrorlink wechseln möchte, sollte dies idealerweise im Stand tun.