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22.03.2026
20:00 Uhr
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Soundbars sind platzsparend, einfach zu installieren und verbessern den Sound von TV oder Beamer erheblich. Wir zeigen die besten Soundbars mit Subwoofer.

Stefan schrieb bereits während des Studiums Spieletests für ein Printmagazin im Ruhrgebiet. Durch einen glücklichen Zufall landete er in Berlin und arbeitete fast 15 Jahre bei Areamobile, zuletzt als leitender Testredakteur. Für Heise Bestenlisten testet er Smartphones, Saug- und Mähroboter, Lautsprecher, Modellflugzeuge und andere Technik-Gadgets.
Nach seinem Studium begann Kai seine journalistische Laufbahn Mitte der 90er bei der PC Professionell. Für Heise Bestenlisten by TechStage berichtet er über interessante Produkte aus den Bereichen Smart-Home, Überwachungskameras, Balkonkraftwerke, Mähroboter und vieles mehr.
Soundbars sind platzsparend, einfach zu installieren und verbessern den Sound von TV oder Beamer erheblich. Wir zeigen die besten Soundbars mit Subwoofer.
Praktisch alle Soundbars beheben ein Problem, das moderne Fernseher und Beamer haben: schlechten und kraftlosen Sound. Denn in den flachen oder kleinen Geräten ist schlicht kein Platz für großvolumige Lautsprecher – entsprechend dünn klingt der Sound.
Wer einfach nur eine bessere Sprachverständlichkeit und generell besseren Klang sucht oder wenig Platz hat, greift zu Soundbars ohne Subwoofer (Bestenliste). Aber erst mit einem Subwoofer entfaltet sich ein echtes Heimkino-Erlebnis.
Wie so oft im Leben kommt es auf die persönlichen Vorlieben und den geplanten Einsatzzweck an. Unser Testsieger ist die JBL Bar 1300MK2. Sie überzeugt durch ihr umfassendes Anschlussangebot, den tollen Raumklang mit Dolby Atmos und die insgesamt hervorragende Klangqualität. Mit 1455 Euro ist sie allerdings kein Schnäppchen. Doch wenn das Beste gerade gut genug ist, ist die JBL Bar 1300MK2 die richtige Wahl.
Wer auf einen extrem starken Bass verzichten kann, findet in der Samsung Soundbar Q990F eine ausgezeichnete Alternative. Sie belegt den zweiten Platz und kostet 790 Euro.
Für alle, die weniger investieren möchten, ist unser Preis-Leistungs-Sieger von Hisense für 270 Euro eine gute Wahl – auch wenn Räumlichkeit und Bass nicht ganz an die Top-Modelle heranreichen. Ebenfalls empfehlenswert für Schnäppchenjäger: die Samsung HW-QS700 für knapp 300 Euro, die zur Einführung noch über 500 Euro kostete.
Schlecht ist keine der von uns getesteten Soundbars mit Subwoofer.
Klanglich spielt das System in der Oberliga: Der Bass ist druckvoll und präzise, die Räumlichkeit bei Dolby-Atmos-Material beeindruckend und die Dialogverständlichkeit hervorragend. Doch Qualität hat ihren Preis: Aktuell kostet die JBL Bar 1300MK2 bei Amazon 1449 Euro.
Die Hisense AX5125H setzt zwar keine neuen Maßstäbe, hinsichtlich des günstigen Preises von aktuell 270 Euro liefert sie zusammen mit dem Subwoofer und den beiden Rear-Lautsprechern einen sehr soliden Sound und ein immersives Hörerlebnis. Wer den Sound seines Fernsehers verbessern will, bekommt mit der Hisense AX5125H eine kraftvolle Soundbar mit tollem Raumklang und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Komplette Hi-Fi-Anlagen (Ratgeber), Lautsprechern (Ratgeber) und Subwoofer (Ratgeber) sind flexibler in der Aufstellung, aber ihr Anschluss ist aufwendiger und aus Platzgründen oft nicht realisierbar. Genau hier kommen Soundbars ins Spiel.
Die eleganten Klangriegel werden vor oder unter dem Fernseher platziert oder an der Wand montiert, wo sie weder stören noch viel Platz beanspruchen. Das gilt zumindest für Soundbars ohne Subwoofer (Bestenliste). Etwas mehr Platz benötigen Soundbars mit Subwoofer und gegebenenfalls Rear-Lautsprechern – um diese geht es in dieser Bestenliste. Die Belohnung für den etwas größeren Platzbedarf und die höheren Kosten: ein deutlicher Gewinn bei Bass und Raumklang. Die Installation bleibt auch bei solchen umfangreichen Systemen unkompliziert, und sie machen aus jedem Fernsehabend ein echtes Heimkino-Erlebnis.
Wie komplette Hi-Fi-Anlagen bieten auch Soundbars eine Vielzahl von Funktionen – von Bluetooth-Konnektivität bis hin zu Dolby-Atmos-Unterstützung – und stehen den großen Anlagen klanglich zumindest in höheren Preislagen in nichts nach.
Soundbars sind je nach Modell so konzipiert, dass sie sich unauffällig ins Wohnzimmer einfügen oder als Blickfang dienen. Viele Modelle setzen auf hochwertige Materialien wie gebürstetes Aluminium oder Holz. Das schlanke, längliche Design passt normalerweise perfekt unter (bei Wandmontage) oder vor den Fernseher.
Einige Soundbars verfügen über LED-Anzeigen oder Touch-Bedienelemente für eine einfache Steuerung. Eine Fernbedienung liegt fast immer bei, wird aber im Alltag oft überflüssig: Sofern Fernseher und Soundbar über eARC (enhanced Audio Return Channel) verfügen, lässt sich die Lautstärke über die TV-Fernbedienung regeln. Da nur ein einziges Kabel benötigt wird, bleibt das aufgeräumte Design auch ohne Kabelwirrwarr erhalten. Die Verarbeitungsqualität variiert je nach Preisklasse, aber selbst günstigere Modelle bieten oft eine solide Bauweise.
Die Klangqualität ist das Herzstück jeder Soundbar. Moderne Modelle bieten einen beeindruckenden Klang, der weit über das hinausgeht, was die eingebauten Lautsprecher eines Fernsehers leisten können. Gute Soundbars können klanglich problemlos eine Hi-Fi-Anlage ersetzen und sind auf Raumklang ausgelegt. Die Anzahl der Kanäle ist dafür ein entscheidender Faktor.
Für ein besonders immersives Klangerlebnis setzen High-End-Modelle auf Dolby Atmos und eine hohe Anzahl an Kanälen. Die Kanalangabe erfolgt dabei in drei Zahlen – etwa 11.1.4. Die erste Zahl steht für die horizontal verteilten Lautsprecher, die zweite für die Anzahl der Subwoofer, die dritte für die Höhenkanäle, die Klang von oben ermöglichen.
Sowohl unser Testsieger, die JBL Bar 1300MK2, als auch die zweitplatzierte Samsung Soundbar Q990F bieten eine 11.1.4-Kanal-Konfiguration. Damit erzeugen sie einen dichten, räumlichen Klang, der mit Höheneffekten arbeitet und ein echtes Heimkino-Feeling vermittelt – ganz ohne separate Deckeneinbaulautsprecher.
Preiswerte Modelle erreichen in der Regel nicht die Klangqualität teurerer Exemplare – das gilt für Bass, Pegel, Klarheit und Raumklang. Allerdings gibt es hier keine einheitlichen Regeln: Vergleichbar teure Geräte können klanglich deutlich voneinander abweichen, bisweilen übertreffen günstigere Modelle sogar teurere Konkurrenten. Hier hilft nur das Studieren von Tests und das Ausprobieren – am besten zu Hause an dem Ort, an dem die Soundbar später stehen soll. Ein hilfreiches Feature bei hochpreisigen Modellen ist die automatische Einmessung.
Immer mehr Modelle unterstützen fortschrittliche Audioformate wie Dolby Atmos, das zusätzliche Höhenebenen simuliert und ein immersives 3D-Klangerlebnis schafft. Wer Wert auf Raumklang legt, sollte hierauf und auf eine möglichst große Anzahl an Kanälen achten. Leider unterstützen nur wenige Filme bei Streaming-Diensten Dolby Atmos – oft steht die Technik zudem nur in Verbindung mit der englischen Tonspur zur Verfügung. Eine der wenigen deutschsprachigen Produktionen mit Dolby-Atmos-Unterstützung ist die Netflix-Produktion Im Westen nichts Neues. Deutlich besser ist das Angebot bei Musik: Streaming-Dienste wie Apple Music, Amazon Music und Tidal bieten zahlreiche Titel mit Dolby Atmos an.
Soundbars bieten eine Vielzahl von Anschlussmöglichkeiten für maximale Flexibilität. Der wichtigste ist HDMI eARC (enhanced Audio Return Channel), der eine einfache Verbindung zum Fernseher ermöglicht und die Lautstärkeregelung über die TV-Fernbedienung erlaubt. Wer weitere Geräte direkt an die Soundbar anschließen möchte, benötigt zusätzliche HDMI-In-Ports.
Optische und koaxiale Eingänge sind ebenfalls häufig vorhanden, um auch ältere Geräte anbinden zu können.
Für drahtloses Streaming von Musik sind Bluetooth und/oder WLAN essenziell. Einige Modelle unterstützen zudem Airplay 2, Chromecast oder Spotify Connect, um Musik direkt vom Smartphone oder Tablet zu streamen.
Wer Wert auf eine besonders stabile und störungsfreie Netzwerkanbindung legt, sollte auf eine Ethernet-Schnittstelle (LAN) achten. Im Gegensatz zu WLAN bietet die kabelgebundene Verbindung eine höhere Zuverlässigkeit, geringere Latenz und ist unempfindlich gegenüber Funkstörungen oder schwankender Signalstärke – ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn die Soundbar etwa als zentrales Medienspielgerät im Heimnetzwerk fungiert.
Ein weiteres praktisches Feature ist die Unterstützung von DLNA (Digital Living Network Alliance). Dieser Standard ermöglicht es, Audioinhalte direkt von einem NAS, einem Computer oder einem Medienserver im eigenen Netzwerk abzuspielen – ohne Umweg über Streaming-Dienste oder die Cloud. Die JBL Bar 1300MK2 etwa beherrscht DLNA und kann so unter Home Assistant problemlos als Mediabackend für Music Assistant genutzt werden. Das ist nicht nur flexibel, sondern auch unabhängig von einer aktiven Internetverbindung: Solange das Heimnetzwerk steht, läuft die Musik – eine sichere Sache.
Für alle, die ihre Heimkino-Ausrüstung konsequent ausreizen wollen, ist eARC (enhanced Audio Return Channel) schlichtweg alternativlos. Der Grund: Der optische Eingang (Toslink) ist bandbreitenmäßig auf etwa 384 kbit/s begrenzt und unterstützt maximal komprimiertes Dolby Digital 5.1 oder DTS – mehr ist nicht drin.
eARC hingegen nutzt die volle HDMI-Bandbreite und ermöglicht die Übertragung von:
Gerade bei Quellen wie UHD-Blu-ray-Playern, Gaming-PCs oder Konsolen (PS5, Xbox Series X) ist eARC zwingend erforderlich, um das Signal ohne Qualitätsverlust oder Downmixing an die Soundbar weiterzugeben. Zudem sorgt eARC für eine automatische Gerätesynchronisation über HDMI-CEC, inklusive geringster Latenz – ein entscheidender Faktor für Lip-Sync-Präzision. Über HDMI-CEC lassen sich außerdem Soundbar und Fernseher oft mit einer Fernbedienung steuern.
Wer Wert auf hochwertige, unkomprimierte Audioformate und eine zukunftssichere Anbindung legt, kommt an eARC nicht vorbei. Der optische Eingang ist lediglich ein Fallback für ältere Geräte oder Zweitquellen.
Die Preise für Soundbars variieren stark – abhängig von Funktionen, Ausstattung und Klangqualität. Ausreichende Einstiegsmodelle sind bereits ab etwa 100 Euro erhältlich und bieten trotz einfacher Ausführung meist eine deutliche Verbesserung gegenüber TV-Lautsprechern.
Mittelklasse-Modelle bewegen sich im Bereich von 300 bis 800 Euro und bieten zusätzliche Funktionen wie einen externen Subwoofer, erweiterte Konnektivität oder optionale Rear-Lautsprecher.
High-End-Modelle kosten oft über 1000 Euro und bieten fortschrittliche Technologien wie Dolby Atmos, mehrere Kanäle und hochwertige Materialien.
Wichtig zu wissen: Die Preise von Soundbars fallen oft wenige Monate nach der Markteinführung deutlich. Samsungs Soundbar-Flaggschiff HW-990F kostete bei Markteintritt etwa 1500 Euro und ist inzwischen für 790 Euro erhältlich.
Je nach Budget und Einsatzzweck eignen sich folgende Modelle besonders gut:
Soundbars mit Subwoofer sind der einfachste Weg zu deutlich besserem TV-Sound – und können je nach Modell sogar ein echtes Heimkino-Erlebnis liefern. Von günstigen Einstiegsgeräten bis hin zu aufwendigen Dolby-Atmos-Systemen ist für nahezu jeden Anspruch und jedes Budget etwas dabei.
Wer das Maximum an Klangqualität und Raumgefühl sucht, greift zur JBL Bar 1300MK2. Die Samsung Q990F überzeugt als ausgewogenes Gesamtpaket und ist für die meisten Nutzer die sinnvollste Wahl. Preisbewusste finden im Hisense-Modell einen soliden Einstieg, während die Samsung HW-QS700 als stark reduziertes ehemaliges Topmodell besonders attraktiv für Schnäppchenjäger ist.
Unabhängig vom Modell gilt: Mit der passenden Soundbar lässt sich das Klangerlebnis von Fernseher oder Beamer mit wenig Aufwand deutlich aufwerten.
Kai Schmerer von 20.03.2026
29 Lautsprecher, 2470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling. Ob das der JBL Bar 1300MK2 gelingt, zeigt der Test.
Kabelloser Surround-Sound ohne Kompromisse: Die JBL Bar 1300MK2 kommt mit zwei Akku-Lautsprechern, die sich in Sekunden abnehmen und hinten im Raum platzieren lassen. Gemeinsam mit der Soundbar und dem externen Subwoofer entsteht so ein 11.1.4-System mit 29 Lautsprechern und 2470 Watt Gesamtleistung. Was die Soundbar abseits des imposanten Zahlenwerks bietet und ob sie klanglich überzeugt, klären wir im Test.
Die JBL Bar 1300MK2 ist ein 11.1.4-Kanal-System mit einer Gesamtausgangsleistung von 2470 Watt. Elf Kanäle auf Ohrhöhe, ein Subwoofer-Kanal und vier Höhenkanäle sollen für dreidimensionalen Klang sorgen, wobei die hohe Leistung auch größere Räume klanglich auszufüllen vermag.
In der Soundbar arbeiten acht Racetrack-Treiber für Mitten und Bässe, sieben Hochtöner sowie vier nach oben abstrahlende Treiber für Atmos-Effekte. Die ovalen Racetrack-Treiber bieten bei kompakter Bauweise eine größere Membranfläche als herkömmliche runde Treiber. Jeder der beiden separaten Surround-Lautsprecher enthält zwei Racetrack-Treiber, einen Vollbereichstreiber und einen weiteren nach oben abstrahlenden Treiber. Der Subwoofer ist schließlich mit zwei 200-Millimeter-Treibern bestückt, die für tiefen, druckvollen Bass sorgen sollen.
Die nach oben abstrahlenden Treiber sind für die Wiedergabe von Höhenkanälen vorgesehen. Ein 3D-Klangerlebnis entsteht jedoch nur, wenn das Quellmaterial entsprechende Inhalte wie Dolby Atmos oder DTS:X liefert. Bei herkömmlichen Formaten kann der integrierte Dolby Surround Upmixer den Klang zumindest räumlich erweitern.
JBL stattet seine Soundbar mit mehreren hauseigenen Technologien aus: Multibeam 3.0 erzeugt eine breitere Klangbühne und kommt auch Hörplätzen abseits der zentralen Position zugute. Pure Voice 2.0 hebt Dialoge bei Bedarf an, wenn sie von Effekten überlagert werden – in der App wird diese Funktion allerdings lapidar nur mit „Switch“ bezeichnet. AI Sound Boost optimiert schließlich die Dynamik, um die Treiber effizienter auszusteuern.
Für die Anpassung an die Raumakustik sorgt eine Sound-Kalibrierung. Über die CALIBR-Taste auf der Fernbedienung lässt sich eine zweistufige Kalibrierung durchführen: Zuerst wird der Hörbereich, anschließend die Position der hinteren Lautsprecher eingemessen. Alternativ erledigt man das bequem über die App. Vorbildlich: Für die Nutzung der JBL One App ist keine Registrierung erforderlich.
Das Gehäuse in mattem Schwarz mit abgerundeten Seiten und feinem Metallgitter an der Front wirkt dezent und edel. Die magnetisch an der Soundbar gehaltenen Satelliten lassen sich sauber lösen; die mitgelieferten Abdeckkappen verdecken die Anschlussstellen auch im getrennten Zustand optisch ansprechend. Die Verarbeitung ist einwandfrei.
Die hinteren Lautsprecher lassen sich mechanisch von der Soundbar lösen und arbeiten dann kabellos über ihren integrierten Akku. JBL gibt die Akkulaufzeit mit bis zu zehn Stunden an, was wir im Test bestätigen konnten. Wer die Surround-Speaker also für einen Filmabend nutzen möchte, muss sie nicht täglich aufladen. Nach der Nutzung werden sie einfach wieder an der Soundbar angedockt und laden dort automatisch nach. Anders als bei den meisten Konkurrenzmodellen entfallen separate Netzkabel hinter dem Hörplatz – so viel Flexibilität bietet sonst niemand.
Doch die abnehmbaren Lautsprecher können mehr als nur Surround-Sound: Über eine Taste wechseln sie in den Bluetooth-Modus und fungieren dann als eigenständige Lautsprecher. Wer beide miteinander koppelt, erhält ein Stereo-System für Musik zwischendurch.
Die JBL One App hält zwei weitere Betriebsarten bereit. Der Modus Audio Broadcasting leitet das Signal der Soundbar an die abnehmbaren Lautsprecher weiter – praktisch, wenn man etwa in der Küche weiterhören möchte, während im Wohnzimmer der Fernseher läuft. Die Nacht-Hörfunktion hingegen schaltet Soundbar und Subwoofer stumm und begrenzt die Ausgabe auf die abnehmbaren Lautsprecher. Das schont nachts die Nachbarn, klanglich ist diese Betriebsart allerdings ein deutlicher Rückschritt und eher als Notlösung zu betrachten.
Für den Anschluss von Zuspielern stehen drei HDMI-Eingänge zur Verfügung, hinzu kommt ein HDMI-Ausgang mit eARC. Die Eingänge unterstützen HDCP 2.3 sowie den Passthrough von HDR10+ und Dolby Vision. Dank der drei Anschlüsse lassen sich mehrere Quellen wie Blu-ray-Player, Streaming-Gerät oder Spielekonsole dauerhaft anschließen, ein externer Umschalter entfällt.
Eine Einschränkung gibt es für Gamer: Die HDMI-Eingänge verarbeiten 4K-Signale mit HDR, jedoch nur mit maximal 60 Hertz. Konsolen wie die Playstation 5 oder Xbox Series X, die Spiele mit 120 Hertz darstellen können, sollten daher direkt am Fernseher angeschlossen werden. Der Ton wird dann per eARC an die Soundbar weitergeleitet.
Für die Netzwerkanbindung stehen WLAN nach Wi-Fi-6-Standard und ein Ethernet-Anschluss zur Verfügung. Eine kabelgebundene Verbindung arbeitet grundsätzlich zuverlässiger als jede Funkverbindung. Im Test zeigte sich: In einem komplexen WLAN-Set-up mit zwei Routern und vier Netzen (jeweils 2,4 und 5 Gigahertz) kam es häufiger zu Verbindungsabbrüchen. Erst der Wechsel auf Ethernet schaffte Abhilfe – wer maximale Stabilität beim Streaming wünscht, sollte auf das Kabel setzen.
Als weitere Audioeingänge stehen ein optischer Digitaleingang sowie Bluetooth bereit. Für letztere wird der Codec AAC genutzt, der immerhin eine bessere Qualität bietet als SBC. Ein USB-Anschluss ist ebenfalls vorhanden, in Deutschland dient dieser jedoch ausschließlich für Service-Zwecke wie Firmware-Updates. Die Wiedergabe von Musik via USB wird nicht unterstützt.
In puncto Streaming-Dienste zeigt sich die JBL Bar 1300MK2 gut aufgestellt. Unterstützt werden AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, Tidal, Qobuz, Amazon Music (inklusive Dolby-Atmos-Titel), Napster, iHeart Radio, Calm Radio und Tunein. Auch Roon Ready ist die Soundbar, ebenso kompatibel zu DLNA-basierten Diensten. So lässt sich die Soundbar etwa als Medienabspielgerät auch unter Home Assistant nutzen.
Für die Nutzung in mehreren Räumen lässt sich die Soundbar über AirPlay, Google Cast und Roon mit anderen kompatiblen Lautsprechern im selben Netzwerk gruppieren und synchron bespielen.
Die JBL One App übernimmt dabei nicht nur die Ersteinrichtung, sondern auch die Klanganpassung per Equalizer, Firmware-Updates und die Personalisierung der programmierbaren Taste (Moment) auf der Fernbedienung. Software-Updates werden automatisch über das Heimnetzwerk eingespielt, sofern die Soundbar mit dem Internet verbunden ist.
Zur Steuerung der Soundbar liegen zwei Wege bereit: die Fernbedienung und die JBL One App. Die Fernbedienung bietet direkte Zugriffe auf Bass-Pegel, Surround-Pegel und die Intensität des Dolby-Atmos-Effekts. Mit der CALIBR-Taste startet man die Klangkalibrierung, die mit einem Herzsymbol gekennzeichnete Moment-Taste ermöglicht schnellen Zugriff auf personalisierte Einstellungen.
Die JBL One App kommt immer dann ins Spiel, wenn man die integrierten Streaming-Dienste nutzen möchte. Ferner bietet sie zahlreiche Hilfestellungen, etwa zur Verwendung der abnehmbaren Rear-Lautsprecher als eigenständige Bluetooth-Lautsprecher in anderen Räumen. Trotz der Vielzahl an Funktionen wirkt die App übersichtlich und lässt sich intuitiv bedienen.
Praktisch: Über die App lässt sich die Moment-Taste auf der Fernbedienung mit einem bestimmten Streaming-Dienst belegen, sodass man für den Musikstart nicht erst die App öffnen muss. Auch wer Musik nur für eine begrenzte Zeit hören möchte, kann dies in der App festlegen und mit der Favoriten-Taste koppeln – zur Auswahl stehen 15, 30, 45 und 60 Minuten.
Für die Anbindung an die TV-Fernbedienung bietet die Soundbar eine IR-Lernfunktion. Sie programmiert die wichtigsten Befehle wie Lautstärke und Stummschaltung, was vor allem dann relevant ist, wenn der Fernseher HDMI-CEC nicht unterstützt.
Die Leistungsaufnahme im vernetzten Standby liegt unter zwei Watt. Ein noch sparsamerer Tiefschlaf-Modus senkt den Verbrauch weiter, bringt im Test aber einen Nachteil mit sich: Ist diese Betriebsart aktiviert, startet die Soundbar nicht mehr automatisch, wenn der Fernseher eingeschaltet wird.
Mit einer Breite von 1404 Millimetern inklusive der angedockten Surround-Lautsprecher überragt die Soundbar selbst einen 55-Zoll-Fernseher deutlich. Steht dieser in einem Regal oder einer Wandnische, muss die JBL Bar davor platziert werden – was klanglich sogar von Vorteil ist: Die seitlich und schräg nach vorn abstrahlenden Treiber können sich so ungehindert entfalten, was dem 3D-Klangerlebnis zugutekommt.
Die Basiseinheit ohne die abnehmbaren Lautsprecher misst 1030 × 58 × 136 Millimeter, die Surrounds selbst kommen einzeln auf 202 × 58 × 136 Millimeter (je 1,3 Kilogramm). Der Subwoofer bringt es auf 315 × 277 × 275 Millimeter und wiegt stattliche 12 Kilogramm. Die Bauhöhe von 58 Millimetern ist für die Platzierung vor einem Fernseher ausgelegt, ohne das Bild zu verdecken.
Für die Wandmontage liegen Montageset und eine Bohrschablone bei. Soundbar und abnehmbare Lautsprecher lassen sich gemeinsam oder getrennt an der Wand befestigen. Wird nur die Soundbar montiert, decken mitgelieferte Seitenkappen die offenen Enden nach dem Abnehmen der Surrounds ab.
Soundbar und Subwoofer sind ab Werk gekoppelt. Sollte die Verbindung dennoch einmal unterbrochen sein, lässt sie sich über eine Taste auf der Subwoofer-Rückseite und die Fernbedienung jederzeit erneuern.
Die JBL Bar 1300MK2 kann ihre außergewöhnliche technische Ausstattung in der Praxis voll entfalten – vorausgesetzt, sie wird mit dem passenden Format gefüttert und die Rear-Lautsprecher sind korrekt hinter der Hörposition platziert. Bei Dolby-Atmos-Material entsteht dann eine beeindruckende Räumlichkeit, die fast an Kinoatmosphäre heranreicht. Der Bass spielt spektakulär auf, ohne unangenehm zu wummern. Wer es dennoch druckvoller mag, regelt den Pegel per Fernbedienung oder App auf Maximum – sollte dann aber womöglich bald mit Nachbarbeschwerden rechnen.
Für die Musikwiedergabe empfehlen wir, die Rear-Lautsprecher an der Soundbar zu belassen. Das sorgt für eine breitere Bühnenabbildung, was uns im Test am besten gefallen hat. Allerdings spielt die JBL Bar 1300MK2 nicht ganz so detailreich und präzise wie eine KEF Xio auf. Letztere ist allerdings deutlich teurer und bringt weder Subwoofer noch Rear-Lautsprecher mit – weshalb sie bei Filmen in puncto Räumlichkeit hinter der JBL zurückbleibt.
Auch bei alltäglichem TV-Genuss überzeugt die Soundbar. Ob Nachrichten oder Tatort – selbst mit einfachem Dolby Digital kommen Soundeffekte gut zur Geltung, und die Sprachverständlichkeit ist hervorragend. Erfreulich: Selbst bei aktivierter Dialogverstärkung über die Switch-Option in der App leidet der Klang nicht.
Die Leistung der JBL Bar 1300MK2 reicht locker aus, um eine größere Party zu beschallen.
Qualität kostet, so ist es auch bei der JBL Bar 1300MK2, die regulär für 1499 Euro angeboten wird. Aktuell ist sie im Handel kaum günstiger. Wer mit einem etwas schwächeren Bass und geringfügig schlechterer Räumlichkeit zufrieden ist, kann auch zur JBL Bar 1000MK2 (Testbericht) greifen, die aktuell für 949 Euro erhältlich ist.
Die JBL Bar 1300MK2 ist eine außergewöhnliche Soundbar, die primär durch ihr cleveres Konzept und ihre klangliche Wucht beeindruckt. Die abnehmbaren, kabellosen Akku-Rear-Lautsprecher sind kein Gimmick, sondern ein durchdachtes Feature, das maximale Flexibilität bietet – vom klassischen Surround-Set-up bis hin zur Nutzung als eigenständige Bluetooth-Boxen in anderen Räumen. Klanglich spielt das System in der Oberliga: Der Bass ist druckvoll und präzise, die Räumlichkeit bei Dolby-Atmos-Material beeindruckend und die Dialogverständlichkeit hervorragend.
Für wen lohnt sich die JBL? In erster Linie für alle, die ein kompromissloses Heimkino-Erlebnis suchen und die Flexibilität der abnehmbaren Lautsprecher zu schätzen wissen. Die Leistung reicht locker aus, um auch größere Räume oder Partys zu beschallen.
Bei einem aktuellen Preis von 1369 Euro ist die Konkurrenz jedoch nicht weit:
Die Entscheidung hängt also davon ab, was einem wichtiger ist: das flexible Gesamtpaket mit Kino-Feeling (JBL), das unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis (Samsung) oder die audiophile Präzision bei der Musikwiedergabe (KEF).
Kai Schmerer von 27.09.2025
Die HW-Q990F will mit 11.1.4-Kanälen, Dolby Atmos und vielem mehr Kino-Sound ins Wohnzimmer zaubern. Ob das gelingt, haben wir überprüft.
Samsungs 2025er-Soundbar-Flaggschiff HW-Q990F respektive HW-Q995GF (Made for Germany) kommt mit einem Subwoofer und zwei Rear-Boxen, die auch seitlich neben der Soundbar positioniert werden können. Die einzelnen Lautsprechergehäuse werden von der Soundbar per Funk angesteuert. Oft wird das als kabellos bezeichnet, was in der Praxis allerdings das Kabel zur Stromversorgung unterschlägt.
Die eigentliche Soundbar misst über 123 cm und ist damit etwas breiter als ein 55-Zoll-TV. Kein Wunder, wenn man die Anzahl der Lautsprecher betrachtet: Allein in der Soundbar sitzen 15 Stück, wovon zwei zur Seite, zwei nach schräg-vorn, neun nach vorn und zwei nach oben abstrahlen. Die Rear-Boxen bieten jeweils drei Lautsprecher, die nach vorn, schräg zur Seite sowie nach oben ausgerichtet sind. Und im Subwoofer sollen zwei Tieftöner für genügend Bassfundament sorgen. Insgesamt bietet die Anlage also 23 Lautsprecher. Damit will die HW-Q990F Dolby-Atmos-Kinosound ins Wohnzimmer zaubern. Wie gut das gelingt, zeigt unser Test.
Die Soundbar HW-Q990F respektive das für Deutschland unter der Bezeichnung HW-Q995GF geführte Modell misst 123,2 × 7,08 × 13,8 cm (BxHxT) und wiegt 7,7 kg. Wer einen 55-Zoll-TV in einem Regal stehen hat, muss bedenken, dass die Soundbar auch zur Seite abstrahlt. Wird diese von einer Regalwand begrenzt, ist das nicht optimal. Die Lautsprecher der Soundbar wie auch die der 3,4 kg schweren Rear-Speaker mit Abmessungen von 13 × 20 × 14 cm (BxHxT) verstecken sich hinter einer durchlässigen Plastikabdeckung, die an den Seiten und vorn gepunktet ist, während die Oberseite der Soundbar von Längsstreifen durchsetzt ist. Farblich erscheint die Soundbar je nach Blickwinkel zwischen Dunkelgrau und hellem Schwarz. Samsung nennt die Lackierung Titanschwarz. Insgesamt weiß das Design zwar zu gefallen, löst aber keinen Wow-Effekt aus.
Der 11,7 kg schwere Subwoofer misst 24,9 × 25,2 × 24,9 cm (BxHxT) und beherbergt zwei 8-Zoll-Treiber. Seine glatte, schwarze Oberfläche passt vom Design her nicht ganz zur Soundbar und den Rear-Speakern mit geriffelten und gepunkteten Oberflächen. Sämtliche Komponenten sind einwandfrei verarbeitet, nichts knarzt und auch die Anschlussbuchsen sind stabil und lassen sich problemlos verkabeln.
An der Oberseite befinden sich Bedienelemente für Lauter/Leiser (+/–-Taste), für den Moduswechsel sowie zum Ein-/Ausschalten (Kreis). Zudem kann man dort noch das interne Mikrofon ein- und ausschalten sowie den Bluetooth-Pairing-Modus aktivieren (durchgestrichener Kreis).
An der Unterseite sitzt der Anschluss für das Stromkabel. Dort findet man auch einen optischen Toslink-Audioeingang sowie drei HDMI-Buchsen, wovon einer eARC unterstützt. Erfreulich: Alle drei unterstützen den HDMI-2.1-Standard mit Durchleitung von 4K-Signalen bei bis zu 120 Hz sowie VRR (Variable Refresh Rate) und ALLM (Auto Low Latency Mode) für Gaming.
Über Bluetooth ist auch eine Koppelung möglich, etwa mit dem Smartphone. Allerdings unterstützt Samsung nur den Standard-Codec SBC, der aber in puncto Soundqualität nicht zu den besten gehört. Wer von einer lokalen Quelle unkomprimierte Hi-Res-Audio-Dateien über Bluetooth abspielen möchte, wird daher enttäuscht sein, dass die Soundbar die dafür optimierten Codecs AAC, aptX, aptX-HD sowie LDAC nicht unterstützt. Auch den von Samsung selbst entwickelten Codec SSC unterstützt die Samsung-Soundbar nicht.
Eine Besonderheit in Kombination mit bestimmten Samsung-Fernsehern ist außerdem die Möglichkeit, die Soundbar per Funk mit dem TV zu verbinden. Zudem sorgt die Funktion Q-Symphony dafür, dass die Lautsprecher von Samsung-Fernsehern mitgenutzt werden können. Allerdings kommen dafür nur Samsung-Geräte ab 2021 infrage.
Ein Display gibt es auch, wobei es sich hierbei um eine LED-Laufschrift handelt, die an der Vorderseite nur wenige Buchstaben einblendet. Über die Info-Taste auf der Fernbedienung zeigt das Display etwa den aktuell aktiven Soundmodus an.
An Formaten verarbeitet die HW-Q990F neben Dolby Atmos und DTS:X, die sämtliche Lautsprecher der Anlage optimal ausnutzen, noch Dolby Digital, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, DTS und DTS-HD MA. Mit PCM-Audio lassen sich Surround-Tonformate mit 7.1-Kanal-Sound wiedergeben, und über den optischen Eingang unterstützt die Soundbar 5.1-Surround-Audioformate mit Dolby Digital und DTS sowie PCM 2.0.
Musik-Streaming bietet die Samsung-Soundbar nativ mit Spotify und Tidal Connect. Über Google Cast und Apple Airplay kann man auch Audiodaten von anderen Streamingdiensten auf der Soundbar ausgeben. Außerdem lässt sich die Soundbar in die Mehr-Raum-Streaming-Lösung Roon einbinden. Anders als die KEF Xio (Test folgt in Kürze) bietet die Samsung allerdings keinen direkten Zugriff auf einen im lokalen Netz installierten Medienserver.
Neben der Bedienung direkt am Gerät kann die Soundbar auch per Fernbedienung gesteuert werden. Das mitgelieferte Modell besteht aus Kunststoff, liegt gut in der Hand und bietet für alle wichtigen Funktionen eigene Tasten. Auch eine Steuerung per Sprache ist mittels Amazon Alexa und Google Assistant möglich.
Last but not least integriert die HW-Q990F auch einen Smartthings-Hub, mit dem man nicht nur Zigbee- und Thread-Geräte steuern kann, sondern auch als Repeater und als Backup für einen bestehenden Smartthings-Hub dienen kann. Somit wird das Smart-Home-Netzwerk insgesamt stabiler. Mehr zum Thema bietet auch unser Einzeltest der Smartthings-Lösung.
Für die Inbetriebnahme und Steuerung der Samsung-Soundbar dient die Smartphone-App Smartthings, mit der sich nicht nur die Soundbar, sondern Tausende Smart-Home-Geräte steuern lassen. Für die Nutzung ist eine Registrierung erforderlich. Die Inbetriebnahme der Soundbar ist damit schnell erledigt. Eine Koppelung von Soundbar mit Rear-Lautsprechern und Subwoofer ist nicht erforderlich, da sie bereits ab Werk miteinander verbunden sind. Sollte die Verbindung verloren gehen, lassen sich die einzelnen Komponenten mithilfe der Smartthings-App erneut verbinden.
Zunächst haben wir die Soundbar mit unserem LG-TV per HDMI-Kabel über die eARC-Buchse verbunden. Doch damit wollte die am LG-TV angeschlossene Streaming-Box Fire TV Cube (Testbericht) keine Dolby-Formate ausgeben. Erst nachdem wir sie direkt an die Samsung-Soundbar angeschlossen hatten, gelang dies. Mit dem Apple TV 4K (Testbericht) arbeitet die Samsung-Soundbar über den Umweg LG-TV auf Anhieb zusammen. Das Gleiche gilt für das Zusammenspiel zwischen TV und Soundbar. So schaltet sich die Soundbar automatisch ein und aus, wenn man den Fernseher startet respektive ausschaltet. Über die TV-Fernbedienung lässt sich auch die Lautstärke steuern.
Typischerweise steht die Soundbar unter dem TV, der Subwoofer kann naturgemäß an beliebiger Stelle platziert werden, während die Rear-Boxen in der Regel hinter dem Sofa links und rechts platziert werden. Doch sollte das wegen dort fehlender Steckdosen oder Abstellgelegenheiten nicht möglich sein, erlaubt Samsung auch eine Positionierung links und rechts neben dem Fernseher. Dann muss man wegen der Abstrahlrichtung der in den Rear-Boxen verbauten Lautsprecher diese aber tauschen. Der rechte Rear-Lautsprecher muss links und der linke rechts neben dem TV platziert werden.
Um es kurz zu machen: Die HW-Q990F klingt fantastisch. Vor allem dann, wenn sie mit Dolby-Atmos-Material versorgt wird. Die Netflix-Produktion Im Westen nichts Neues setzt nicht nur die kriegerische Barbarei gekonnt in Szene, sondern das Erlebnis wird auch dank Dolby Atmos unvergesslich. Man fühlt sich mitten im Geschehen. Wenn das Thema nicht so traurig wäre, könnte man in Jubel ausbrechen – die Samsung-Soundbar HW-Q990F sorgt jedenfalls für Gänsehaut.
Die 11.1.4-Anlage mit 23 Lautsprechern inklusive Subwoofer erzeugt einen raumfüllenden 3D-Sound, der einem Kino-Erlebnis gleichkommt. Vor allem, wenn man die Funktion Spacefit-Ton Pro aktiviert hat. Damit wird die Akustik des Raumes mithilfe des eingebauten Mikrofons analysiert und die Soundausgabe optimiert. Auch die Option Adaptiver Ton trägt zu einer Verbesserung des Klangs bei.
Der kompakte Subwoofer liefert satte, differenzierte Bässe, ohne das Klangbild zu dominieren oder durch Verzerrungen zu beeinträchtigen. Auch in puncto Sprachverständlichkeit überzeugt die HW-Q990F. Menschliche Stimmen werden präzise und glasklar wiedergegeben. Wem das noch nicht genügt, kann für eine zusätzliche Verstärkung der Sprache die Option Aktiver Sprachverstärker Pro verwenden.
Auch wenn man die Rear-Boxen wie weiter oben beschrieben neben dem TV-Gerät positioniert hat, liefert die Anlage noch einen guten Raumklang, der allerdings nicht ganz an die Qualitäten bei optimaler Positionierung der Rear-Speaker im Rückraum heranreicht.
Insgesamt produziert die Samsung HW-Q990F ein ausgewogenes und dynamisches Klangbild, das bei höherer Lautstärke erhalten bleibt. Auch beim Hören von Stereo-Musik überzeugt die Anlage, wobei sie natürlich nicht mit leistungsfähigen Hi-Fi-Anlagen konkurriert. Bis auf audiophile Puristen dürften die meisten Hörer mit den Leistungen bei der Musikwiedergabe mehr als zufrieden sein. Vor allem dann, wenn man auf Dolby-Atmos-Musik zurückgreifen kann, wie sie viele Streaming-Dienste im Angebot haben. Der Unterschied zu Stereo ist wirklich frappierend und nicht minder beeindruckend als bei Filmen mit dieser Technik – Mittendrin, statt nur dabei.
Während die Samsung-Soundbar HW-Q990F im Mai noch knapp 1500 Euro gekostet hat, ist sie inzwischen schon für 790 Euro erhältlich. Das baugleiche Modell HW-Q995GF, das speziell für den hiesigen Markt vorgesehen ist (Made for Germany) ist etwas teurer, bietet aber bis auf eine dreimonatige kostenlose Nutzung des Hi-Res-Streaming-Anbieters Qobuz keinen Mehrwert.
Samsungs 2025er-Soundbar-Flaggschiff HW-Q990F überzeugt im Test mit einer tollen Klangqualität, Ausstattung und Bedienkomfort und setzt Maßstäbe im Soundbar-Segment. Mit ihrem raumfüllenden 3D-Sound sowie dem kompakten, aber potenten Subwoofer zaubert sie ein beeindruckendes Kino-Erlebnis ins Wohnzimmer. Auch die Klangqualität bei Musik weiß zu überzeugen. Unter den Soundbars mit Subwoofern gibt es aktuell kaum eine bessere. Erfreulich ist auch, dass der Preis von einst 1500 Euro auf aktuell knapp 790 Euro gefallen ist.
Doch einige Kritikpunkte wollen wir nicht verschweigen: Die Bluetooth-Unterstützung auf Basis des SBC-Codecs ist für 2025 ein Armutszeugnis. Hier stehen deutlich bessere Alternativen parat. Anders als der Klang hat uns das Design nicht vom Hocker gerissen. Und einen Zugriff auf einen lokalen Medienserver hätten wir uns auch gewünscht.
Kai Schmerer von 28.02.2026
Teufel präsentiert mit der Cinebar 22 eine Soundbar, die Dolby Atmos unterstützt und einen Subwoofer enthält. Wie gut sie im Alltag abschneidet, zeigt der Test.
Teufels neue Soundbar Cinebar 22 kommt in der vollen Ausbaustufe Surround Power Edition mit zwei kabellosen Rear-Lautsprechern und einem der stärksten Subwoofer des Herstellers (T 10) daher. Das Gesamtsystem ist für die Wiedergabe von Fernseh-, Gaming- und Musikinhalten in mittelgroßen Räumen bis 40 m² ausgelegt.
Die Soundbar selbst ist mit insgesamt acht Treibern bestückt. Dazu gehören ein koaxial angeordneter Hoch- und Mitteltöner, der als Center-Kanal fungiert, zwei Racetrack-Treiber für den unteren Frequenzbereich sowie zwei Hochtöner. Ergänzt wird dies durch vier 50-Millimeter-Breitbandtreiber, die seitlich abstrahlen und für Raumklang-Effekte vorgesehen sind. Das System unterstützt die Raumklangformate Dolby Atmos und DTS:X. Die patentierte Dynamore-Technologie von Teufel verstärkt den Klang aus den Front- und Seitenlautsprechern und erzeugt einen räumlichen Klangeindruck. Auf nach oben ausgerichtete Höhenlautsprecher verzichtet die Cinebar 22 hingegen.
Wie gut sich Teufels neueste Soundbar im Alltag schlägt, zeigt folgender Testbericht.
Die Teufel Cinebar 22 präsentiert sich im klassischen Soundbar-Design mit stattlichen Abmessungen von 100 × 7,8 × 14,7 cm (B×H×T) und einem Gewicht von gut 5 Kilogramm. Front- und Seite werden von einem umlaufenden Metallgitter abgedeckt, das im rechten Drittel unterbrochen ist und Platz für ein dimmbares LED-Display schafft. Dieses informiert über gewählte Eingänge, Lautstärke sowie weitere Parameter wie Höhen- und Bass-Einstellungen. Auf der Oberseite befindet sich ein Bedienfeld mit Tasten für Lautstärke, Wiedergabe und Quellenwahl; alternativ steht eine Fernbedienung mit direktem Zugriff auf Menü und Equalizer zur Verfügung. Auf der Rückseite finden sich neben den Anschlüssen zwei stabile Haken für die Wandmontage. Die Soundbar ist wahlweise in Schwarz oder Weiß erhältlich.
Der zur Surround Power Edition gehörende T10-Subwoofer kommt mit Standfüßen, die selbst verschraubt werden müssen. Mit Abmessungen von 35,1 × 48,3 × 38 cm und einem Gewicht von 15,6 Kilogramm fällt er beträchtlich aus und ist ausschließlich in Schwarz erhältlich. In Kombination mit der weißen Soundbar und den weißen Rear-Lautsprechern wirkt das Gesamtbild dadurch etwas uneinheitlich. Die Effekt-2-Satelliten fallen mit 11,1 × 16 × 11,8 cm und knapp einem Kilogramm Gewicht deutlich kompakter aus.
Die Verbindung zum Fernseher erfolgt wahlweise per HDMI mit eARC, wodurch die Lautstärke über die TV-Fernbedienung gesteuert werden kann, oder über einen optischen Digitaleingang. Ein zweiter HDMI-Anschluss steht für Set-Top-Boxen oder Spielekonsolen bereit und unterstützt 4K-Pass-Through inklusive HDR, Dolby Vision und 3D. Für analoge Quellen gibt es einen Cinch-Eingang; zudem lässt sich ein Computer über USB als externe Soundkarte anschließen. Musik kann per Bluetooth mit AAC-Codec in CD-naher Qualität gestreamt werden. Auf WLAN, Ethernet, Airplay oder eine begleitende App muss hingegen verzichtet werden – ein Manko, das den Einsatzbereich einschränkt. So lässt sich die Soundbar etwa nicht als Medienplayer in Home Assistant integrieren.
Die beiden kabellosen Effekt-2-Rear-Lautsprecher werden per Funk angesteuert, verfügen über eine automatische Ein- und Ausschaltfunktion und können aufgestellt oder an der Wand montiert werden. Als 2-Wege-Systeme ausgelegt, tragen sie zur Surround-Wiedergabe bei. Der T10-Subwoofer ist ebenfalls kabellos angebunden und kann wahlweise mit der Membran nach vorn oder unten betrieben werden, was flexible Aufstellungsmöglichkeiten eröffnet. Über die Soundbar lassen sich verschiedene Klangmodi (Nacht, Musik, Sprache, Neutral) sowie ein einfacher Equalizer für Höhen und Bass auswählen.
Die Handhabung der Cinebar 22 gestaltet sich grundsätzlich einfach: Das Display ist gut ablesbar, der Anschluss an den Fernseher unkompliziert, und die Fernbedienung liegt intuitiv in der Hand. Allerdings erfordert die Ersteinrichtung etwas Geduld, da mangels App alle Einstellungen menügeführt über die Fernbedienung vorgenommen werden müssen. Individuelle Klanganpassungen beschränken sich auf Bass- und Höhenregelung sowie die genannten Klangmodi. Die Dynamore-Technologie zur Verbreiterung der Klangbühne lässt sich zuschalten. Ein automatisches Einmessverfahren mit Mikrofon, wie es manche Mitbewerber bieten, ist nicht vorhanden. Immerhin kann der Abstand von Soundbar und Rear-Lautsprechern zur Hörposition manuell justiert werden.
Mit einer Systemleistung von 365 Watt (Soundbar 175 Watt, Subwoofer 150 Watt, Rears 40 Watt) zeigt sich die Cinebar 22 äußerst pegelfest. Die Dynamore-Technologie erzeugt auf Wunsch eine breitere Klangbühne und simuliert einen virtuellen Surround-Eindruck. Bei der Musikwiedergabe bleiben Gesangsstimmen anschaulich abgesetzt, Instrumente lassen sich gut lokalisieren. Zur klanglichen Oberklasse fehlt es dem System jedoch an letzter Klarheit und Differenziertheit.
Bei actionreichen Filmen und Serien überzeugt die Soundbar dagegen mit erstaunlich tiefem Bass und klar verständlichen Dialogen. In Kombination mit Subwoofer und Rear-Lautsprechern entfaltet sich bei Dolby-Atmos-Titeln ein durchaus beeindruckender Raumklang. Wer echte Höheneffekte erwartet, wird jedoch enttäuscht – dafür fehlen nach oben abstrahlende Treiber. Insgesamt gefällt das System bei Film- und Fernsehwiedergabe besser als bei Musik, da das Fehlen des letzten Quäntchens Klarheit hier weniger ins Gewicht fällt.
Teufel bietet die Cinebar 22 in verschiedenen Konfigurationen an: Die Basisversion mit T6-Subwoofer kostet 600 Euro, die Power-Edition mit T10-Subwoofer 700 Euro. Das Surround-Set inklusive Effekt-2-Rear-Lautsprechern und T6-Sub ist für 900 Euro erhältlich, die getestete Surround Power Edition mit T10-Subwoofer für 1000 Euro.
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Die Teufel Cinebar 22 Surround Power Edition liefert kraftvollen Sound und beeindruckt mit enormer Lautstärke. Für erstklassigen Musikgenuss fehlt es am Ende jedoch ein wenig an Klarheit. Dank der umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten lässt sich hier aber einiges herausholen.
Ihr volles Potenzial entfaltet die Soundbar unserer Meinung nach vor allem bei Filmen. Wer auf kraftvollem Bass und Dolby-Atmos-Unterstützung steht, wird hier bestens bedient. In der Surround-Edition mit den enthaltenen Rear-Lautsprechern erzeugt das Set zudem einen beeindruckenden Raumklang. Allein mit der Soundbar ist dieser allerdings nur ansatzweise spürbar.
In puncto Anschlüsse muss man Kompromisse eingehen: WLAN, LAN und Airplay fehlen ebenso wie eine begleitende App. Das macht die Konfiguration im Alltag umständlicher, da sie weitgehend über die Fernbedienung erfolgen muss. Einmal eingestellt, fällt dieses Manko im täglichen Gebrauch aber kaum noch ins Gewicht.
Wer eine leistungsstarke Soundbar sucht, die bei Filmen fast restlos überzeugt, wird mit der Teufel Cinebar 22 Surround Power Edition glücklich. Die Musikwiedergabe ist allerdings nicht so differenziert wie bei der KEF Xio, die preislich allerdings in einer anderen Liga spielt. Die fehlende Netzwerkfähigkeit schränkt den Einsatz etwas ein – etwa als Medienabspielgerät unter Home Assistant ist die Cinebar 22 nicht nutzbar.
Stefan Schomberg von 09.01.2025
Die DS95TR ist LGs aktuelles Soundbar-Flaggschiff. Mit 9.1.5-Kanälen, zahlreichen Features und WOW-Technik verspricht sie ein Klangerlebnis der Extraklasse, nicht nur im Verbund mit LG-Fernsehern. Ob die Soundbar die hohen Erwartungen erfüllen kann, zeigt unser Test.
Soundbars sind platzsparender und einfacher zu installieren als komplette Hi-Fi-Anlagen. Aber können sie auch beim Sound mithalten? LG sagt ja und hat das Topmodell DS95TR in den Test geschickt. Punkten möchte das Gerät mit umfangreichen Anschlussmöglichkeiten, tollem Sound, kabellosem Subwoofer und ebensolchen Rears sowie satten 15 Kanälen nach dem Prinzip 9.1.5. Eine App gibt es obendrein – das klingt doch alles super, oder? Wir haben im Test überprüft, ob auch alles wirklich super ist.
LG hat das Design der DS95TR im Vergleich zum Vorgänger DS95QR etwas modernisiert. Die Seiten verlaufen nun im 90-Grad-Winkel statt abgeschrägt und statt Stoff kommt auf der Vorderseite ein schickes, feinmaschiges Metallgitter zum Einsatz. Das Gehäuse hingegen besteht aus Kunststoff, oben eingelassen sind zudem drei Höhenlautsprecher. Auch wenn Verarbeitung und optischer Qualitätseindruck absolut in Ordnung gehen, hätten wir uns bei dem aufgerufenen Preis trotzdem Aluminium oder Holz statt Plastik gewünscht.
Das macht die kürzlich getestete Teufel Cinebar Ultima besser, dafür ist sie im Gegenzug deutlich voluminöser. Das stört in erster Linie bei der Höhe, denn während die LG-Soundbar zwar länger, aber deutlich flacher ist und so problemlos unter jeden Fernseher passen dürfte, ragt die Teufel-Soundbar selbst bei riesigen 86-Zöllern ins Bild.
Ein Display gibt es bei der LG DS95TR nicht, stattdessen übernehmen die Aufgabe der Informationsweitergabe lediglich drei farbige LEDs im rechten Drittel der Soundbar, außerdem eine akustische Ansage. Die quittiert dann per Sprache, welche Einstellungspunkte man gerade angewählt hat. Obendrein gibt es eine App, die die Bedienung dank vernünftiger Visualisierung deutlich vereinfacht.
Der mitgelieferte kabellose Subwoofer ist schlicht und unauffällig. Er besitzt ein seitlich platziertes 8-Zoll-Chassis mit Stoffabdeckung und ein Bassreflexrohr auf der schmalen Front. Mit 18 Litern Volumen verspricht er mehr Tiefgang und Pegelfestigkeit als der Vorgänger, bleibt aber kleiner und vor allem schmaler als das Pendant von Teufel. Wie der Sub kommunizieren auch die beiden Rear-Speaker kabellos mit der Soundbar. Sie bestehen wie die Soundbar aus Kunststoff, wirken allerdings haptisch und optisch deutlich weniger hochwertig. Sie beinhalten neben zwei seitlich nach vorn strahlenden Lautsprechern auch einen nach oben gerichteten und sind entsprechend größer als die Rears von Teufel.
Die Fernbedienung der Soundbar ist LG-Typisch etwas knubbelig und aus Kunststoff, liegt aber gut in der Hand und bietet für alle wichtigen Funktionen eigene Tasten.
An Anschlüssen bietet die LG DS95TR alles, was man heute benötigen könnte. Dazu gehört ein HDMI-Eingang sowie ein entsprechender Ausgang mit eARC (Enhanced Audio Return Channel). Erfreulich: Beide unterstützen den HDMI-2.1-Standard mit Durchleitung von 4K-Signalen bei bis zu 120 Hz sowie VRR (Variable Refresh Rate) und ALLM (Auto Low Latency Mode) für Gaming. Hinzu kommt ein optischer Digitaleingang und ein USB-Port.
Über die hauseigene WOW-Technik lässt sich die DS95TR auch kabellos mit kompatiblen LG-Fernsehern verbinden. WOW Cast überträgt den TV-Ton inklusive 3D-Audio verlustfrei an die Soundbar, mit WOW Orchestra spielen TV-Lautsprecher und Soundbar-System im perfekten Zusammenspiel. Über WOW Interface kann man die Soundbar bequem über die TV-Fernbedienung und -Onsreen-Menüs steuern. Besitzer anderer TV-Marken können die kabellose Verbindung per optionalem WOWCAST-Dongle nachrüsten oder müssen auf die hilfreiche Onscreen-Visualisierung verzichten.
Musik-Streaming unterstützt die LG-Soundbar über Bluetooth, Chromecast und AirPlay 2. Spotify Connect ist ebenfalls mit an Bord. Die Steuerung erfolgt wahlweise über die mitgelieferte Fernbedienung, die zugehörige Smartphone-App oder per Sprachbefehl über Amazon Alexa und Google Assistant. Die Smartphone-App ist nicht mehr die App „LG Soundbar“, mit der sich der Klangriegel immer noch verbinden lässt, sondern LG Thinq, die allumfassende Smart-Home-App des Herstellers.
Wir hatten anfangs Probleme mit der Verbindungsaufnahme zur Thinq-App, die Soundbar wurde einfach nicht gefunden. Die Lösung war in unserem Fall der Wechsel in ein ausschließliches 2,4-GHz-WLAN und/oder der Umweg über die inzwischen veraltete App. Dort gibt es nach der Einbindung einen Hinweis auf die Thinq-App, anschließend klappte die Verbindungsaufnahme problemlos.
Bei der ersten Installation gab es bei uns Probleme – über HDMI wollte die Soundbar einfach keinen Ton weitergeben, obwohl der Samsung-Fernseher direkt ein Dolby-Atmos-fähiges Gerät erkannte. Hier scheint das Zusammenspiel mit dem Konkurrenzmodell nicht ganz reibungslos funktioniert zu haben, was auch am Fernseher liegen kann. In jedem Fall unterschied die Soundbar anfangs offenbar nicht zwischen HDMI-Eingang und HDMI-eARC-Ausgang, bis wir über eine entsprechende Einstellung am Fernseher stolperten. In der App gibt es diese Unterscheidung hingegen zumindest später schon – etwas seltsam. Dieses Problem kann ein Einzelfall sein, soll aber nicht unerwähnt bleiben. Über den optischen Eingang bestand es nicht.
Wer die LG-Steuerung nicht kennt, wird ohne App anfangs etwas irritiert sein, denn die Anzeige mit den drei unterschiedlich farbig leuchtenden LEDs ist alles andere als eindeutig. Allein die Lautstärke, die sich dank eARC (Enhanced Audio Return Channel) einfach mit der Fernbedienung des Fernsehers steuern lässt, ist alles andere als eindeutig. So gibt es nicht nur drei Farben (leise Grün, mittel Gelb und laut Rot), sondern mit zunehmender Lautstärke steigen auch noch Intensität und Anzahl der leuchtenden LEDs, sodass sich eine schier unendliche Kombination an Darstellungen ergibt – wer soll da durchblicken? Das Handbuch gibt natürlich Aufschluss über die zahlreichen Farb- und Leuchtkombinationen der drei Dioden, doch sicherlich wird niemand die auswendig lernen oder ständig in die Anleitung schauen wollen. Hatten wir die Teufel-Soundbar im Test noch für das einfache Display kritisiert, erscheint das mit Blick auf die grausame Bedienung der LG-Soundbar geradezu als ideal.
Die Sprachausgabe ist da schon eindeutiger, aber zeitaufwendig. Drückt man eine der Tasten, etwa für den Soundmodus oder die generellen Einstellungen, bestätigt die Soundbar dies mit einer entsprechenden Ansage. Ertönt nach dem Tastendruck etwa das gesprochene Wort „Subwoofer“, so meint die DS95TR damit, dass nun dessen Intensität in Relation zum Rest eingestellt werden darf. Wer aber weitere Einstellungen tätigen will, muss diese oder die Navigationstaste erneut drücken und sich so Schritt für Schritt weiter hangeln, bis er endlich am Ziel ist. Jeder Wechsel wird von der Sprachaussage quittiert, die allerdings immer verzögert kommt – das dauert und nervt! Dass wir die Soundbar deshalb nicht weiter abwerten, hat zwei Gründe: Einerseits muss man nach anfänglichem Ausprobieren später kaum noch etwas umstellen, außerdem gibt es die rettende App.
Die Thinq-App zeigt alle relevanten Informationen schnell und übersichtlich an, sodass die Bedienung der DS95TR endlich so einfach wird, wie es eigentlich sein sollte. Hier kann man auch die automatische Vermessung des Raums starten. LG verwendet dafür die Mikrofone von Smartphone und Soundbar, Nutzer sollten am besten Gehörschutz tragen – uns jagten die extrem lauten Töne einen gehörigen Schrecken ein und hinterließen uns mit klingelnden Ohren. Hinzu kommt: Die automatische Einmessung scheiterte jedes Mal mit der Begründung, der Subwoofer müsse sich in unmittelbarer Nähe der Soundbar und ohne Hindernisse dazwischen befinden. Das klingt einerseits widersinnig, schließlich sollte Bass nicht ortbar sein und ein kabelloser Subwoofer ist ja genau darum kabellos, damit er möglichst flexibel aufgestellt werden kann. Zudem stand der Sub direkt neben dem Highboard, auf dem sich Fernseher und Soundbar befanden – komisch. Hinzu kamen immer wieder Verbindungsabbrüche der App, die sich aber durch erneutes Anwählen der Soundbar jedes Mal wieder direkt verband.
Störend aufgefallen ist uns aus Soundbar und Rears ein leichtes Rauschen – das sollte bei einer High-End-Soundbar im gehobenen Preissegment nicht sein! Hören kann man das zwar nur bei kompletter Stille und bestenfalls bei sehr leisen Passagen, unpassend finden wir das trotzdem.
Die unangenehm lauten Einmess-Töne deuten es schon an: An Lautstärke mangelt es der DS95TR sicherlich nicht. Und auch sonst weiß die Soundbar rundum zu überzeugen. Dank des 9.1.5-Setup mit 14 Lautsprechern plus Subwoofer liefert sie einen sehr kräftigen und raumfüllenden Klang mit guter Räumlichkeit. Der dedizierte Center-Höhenkanal sorgt für klare, natürliche Dialoge, hier schneidet die LG-Soundbar etwas besser als das Modell von Teufel ab.
Der kräftige LG-Subwoofer macht seine Sache hervorragend. Er steuert satte, differenzierte Bässe zum Gesamtklang bei, ohne zu übertreiben. Nur in sehr hohen Pegelbereichen gerät er etwas außer Puste, dann ist es aber auch schon so laut, dass die meisten Nutzer so kaum einen Film schauen dürften. Wer noch mehr Bass will, sollte zum Teufel-Gespann greifen, hier spielt der Sub nicht nur noch tiefer, sondern der Klang ist insgesamt noch voller und die Tiefen sind kräftiger. Pegelfester ist das System des diabolischen Anbieters ebenfalls.
Die Satelliten liefern recht raumfüllende Surroundeffekte, bei sehr komplexem Material neigen sie in den Höhen aber gelegentlich zum Zischeln. Dolby Atmos und DTS:X-Tonspuren werden gut in Szene gesetzt, Effekte präzise im Raum platziert und die Höhendarstellung ist ein echtes Plus im Vergleich zu einfachen 5.1-Systemen. Hier ist die Teufel-Soundbar bauartbedingt deutlich schwächer. Wer allerdings ohnehin nur Filme und Serien bei Streaming-Anbietern schaut, wird etwas enttäuscht sein, denn dort ist der Raumklang wegen oft fehlender Atmos-Unterstützung nicht viel ausgeprägter als bei der deutlich einfacher aufgebauten Teufel Cinebar Ultima.
Insgesamt ist die LG DS95TR ausgewogen, dynamisch und pegelfest. Sie meistert Film-Blockbuster ebenso überzeugend wie Live-Konzerte oder Klassik-Aufnahmen. Auch mit Stereo-Material weiß sie zu gefallen.
Mit einer UVP von 1.800 Euro ist die LG DS95TR alles andere als ein Schnäppchen, inzwischen ist sie aber zum neuen Tiefstpreis für 699 Euro zu bekommen.
Die LG DS95TR punktet bei Klangqualität, Ausstattung und Bedienkomfort (nur mit der App oder an LG-Fernsehern!) und setzt Maßstäbe im Soundbar-Segment. Mit ihrem raumfüllenden 3D-Sound, dem potenten Subwoofer und der nahtlosen Integration mit LG-Fernsehern liefert sie ein beeindruckendes Kino-Erlebnis für das Wohnzimmer. Auch wenn der Preis happig ist, rechtfertigt die gebotene Leistung die Investition. Vor allem für Besitzer eines kompatiblen LG-TVs ist die DS95TR eine Top-Empfehlung, aber auch Besitzer anderer Fernseher-Marken können bedenkenlos zugreifen.
Kai Schmerer von 18.12.2025
Mit deutlich mehr Leistung als die JBL Bar 800MK2 will die 1000MK2 einen noch besseren Raumklang erzeugen. Wie gut ihr das gelingt, zeigt der Test.
Die JBL Bar 1000MK2 positioniert sich als mittleres Modell in der aktuellen MK2-Serie, die von der Bar 500MK2 im 5.1-Set-up bis zum 11.1.4-Flagschiff 1300MK2 reicht. Im direkten Vergleich zur 7.1-Variante 800MK2 bietet die 1000MK2 ein erweitertes 7.1.4-Dolby-Atmos-Set-up mit nach oben abstrahlenden Lautsprechern und leistungsstärkeren, abnehmbaren Satelliten. Wie die 800MK2 und das High-End-Modell 1300MK2 bietet sie zwei akkubetriebene Lautsprecher, die wahlweise als Rear-Surround-Boxen oder erweiternde Lautsprecher an der Soundbar genutzt werden können. Für den tiefen Bass sorgt ein separat platzierbarer, kabelloser Subwoofer.
Das System bietet eine Gesamtleistung von 960 Watt. Davon entfallen 500 Watt auf die Soundbar selbst, jeweils 80 Watt auf die beiden flexiblen Satelliten und 300 Watt auf den Subwoofer. Die Bauweise erlaubt zwei Konfigurationen: Mit angedockten Satelliten misst die Bar 120,3 cm, ohne diese 85,4 cm in der Breite. Der Subwoofer mit den Maßen 32,5 × 40 × 32,5 cm (HxBxT) verbindet sich kabellos mit dem Hauptmodul.
Das Gehäuse in mattem Schwarz mit abgerundeten Seiten und einem feinen Metallgitter an der Front wirkt dezent und edel. Die magnetisch an der Soundbar gehaltenen Satelliten lassen sich sauber abnehmen; mit im Lieferumfang enthaltenen Abdeckkappen bleiben die Anschlussstellen auch im getrennten Zustand optisch ansprechend verdeckt.
Auf der Rückseite finden sich ein Ethernet-Port, eine Toslink-Buchse, drei HDMI-Eingänge (ohne 4K-Pass-Through) sowie ein HDMI-eARC-Ausgang für die TV-Anbindung. Über eARC ist die Steuerung der Lautstärke mit der TV-Fernbedienung möglich, was im Test mit LG- und Samsung-Geräten zuverlässig funktionierte. Die Oberseite der Bar bietet haptische Tasten für Ein/Aus und Lautstärke. Ein diskret ins Gitter integriertes Display zeigt Statusinformationen an.
Die mitgelieferte Fernbedienung erlaubt die Regelung von Lautstärke, Subwoofer-Intensität und der Balance der Satelliten. Zudem unterstützt die Soundbar Bluetooth mit AAC-Codec für eine qualitativ hochwertige Übertragung.
Die umfassende Steuerung erfolgt über die App „JBL One“, die keine Registrierung erfordert. Sie dient als Fernbedienungsersatz, bietet einen grafischen Equalizer für individuelle Klanganpassungen und führt eine automatische Raumanpassung per Testton durch. Anders als bei mancher Konkurrenz gibt es aber keine voreingestellten Klangprofile.
Zusätzlich integriert die App Streamingdienste wie Amazon Music, Tidal oder Spotify Connect und unterstützt Air Play, Google Cast sowie Roon Ready. Die Soundbar kann zudem als Ausgabegerät in Home Assistant eingebunden werden, wobei die JBL-App, anders als bei der KEF Xio keinen direkten Zugriff auf einen im Netzwerk befindlichen Medienserver bietet. Die abnehmbaren Satelliten lassen sich auch als eigenständige Multiroom- oder Bluetooth-Lautsprecher nutzen.
Bei Dolby-Atmos-Inhalten entfaltet das System seine volle Stärke und erzeugt einen überzeugenden räumlichen 3D-Sound, der durch den kraftvollen Subwoofer auch physisch spürbar wird. Die nach oben abstrahlenden Lautsprecher und die leistungsstärkeren Satelliten sorgen für eine deutliche Klangverbesserung gegenüber dem 7.1-Set-up der 800MK2. Das Klangbild bleibt dynamisch und selbst bei hoher Lautstärke stabil. Der Subwoofer liefert intensive, satte Bässe, die zwar weniger differenziert ausfallen, jedoch ohne Verzerrungen. Bei Filmen mit ungünstigem Soundmix sorgt die „Switch“-Funktion in der App für eine deutlich verbesserte Sprachverständlichkeit.
Bei Stereo-Musikwiedergabe fehlt es im Vergleich zu High-End-Lösungen etwas an Detailauflösung, dennoch überzeugt die 1000MK2 mit einem ausgewogenen Klangbild. Deutlich besser präsentiert sie sich mit nativen Dolby-Atmos-Musiktiteln. Für die Musikwiedergabe im Surround-Modus empfiehlt sich zudem, die Satelliten an der Soundbar zu belassen, um eine breitere Bühnenabbildung zu erzielen.
Die JBL Bar 1000MK2 kostet regulär 1149 Euro. Aktuell ist sie für 949 Euro im Angebot.
Die JBL Bar 1000MK2 ist eine sehr gute Allround-Soundbar fürs Wohnzimmer. Sie überzeugt mit flexibler Nutzung, einfacher Einrichtung und einem kräftigen, räumlichen Klang bei Film- und Dolby-Atmos-Inhalten. Die Möglichkeit, sie in Smart-Home-Umgebungen wie Home Assistant einzubinden, rundet das Paket ab. Für anspruchsvolle Stereo-Musikwiedergabe auf höchstem Niveau ist sie weniger geeignet, doch für den typischen Heimkino- und Multimedia-Einsatz bietet sie ein überzeugendes Gesamtpaket.
Philipp Sussmann von 12.02.2025
Die Soundbar AX5125H von Hisense verspricht Kino-Sound fürs Wohnzimmer. Ob das günstige Soundsystem auch in der Praxis überzeugt, zeigt unser Test.
Moderne Fernseher bieten brillante Bilder, oft mangelt es aber am Klang. Hisense geht mit der AX5125H-Soundbar an dieses Problem, um für mehr Heimkino-Erlebnis zu sorgen. Das Set besteht aus der Soundbar, zwei kabellosen Rücklautsprechern und einem Subwoofer, die zusammen kraftvollen Raumklang und satte Bässe liefern. Zu den neun Lautsprechern und der Audioleistung von 500 Watt kommt noch Dolby Atmos.
Ein großer Vorteil: Rear-Speaker und Subwoofer benötigen lediglich einen Stromanschluss, die Audioübertragung erfolgt kabellos – für weniger Kabelsalat und mehr Flexibilität bei der Aufstellung. Wir zeigen im Test, wie sich die 270 Euro teure Soundbar im Alltag schlägt.
Das kantige Design der Soundbar AX5125H ist zweckmäßig und unaufdringlich. Auffällig ist lediglich die Status-Anzeige, welche durch die Stoffbespannung durchscheint – bei Bedarf kann sie aber ausgeschaltet oder gedimmt werden. Der Stoffbezug sieht zwar hochwertig aus, allerdings zieht er Tierhaare und Fussel an. Die Soundbar ist mit Abmessungen von 92 × 6 × 9 cm deutlich wuchtiger als etwa das Modell Sony HAT-S40R.
Der schwarze Soundriegel passt zwar noch gerade so zwischen die Füße unseres TVs, der ist mit 65 Zoll aber auch recht groß. Bei kleineren Fernsehern muss man die Box entweder vor dem Fernseher platzieren und hoffen, dass er das Sichtfeld nicht beeinträchtigt, oder man montiert sie über das TV-Gerät an der Wand. Die Anschlüsse für das Stromkabel und die Zuspieler befinden sich auf der Rückseite der Soundbar. Zur Verfügung stehen ein optischer Eingang, ein HDMI-Ein- und Ausgang, ein analoger Klinkeneingang mit 3,5 mm und ein USB-A-Port.
Hinzu kommt der kantige Subwoofer, der mit Abmessungen von 21 × 29 × 30 cm recht kompakt ausfällt. Dieser ist per Funk mit der Soundbar verbunden und muss lediglich ans Stromnetz angeschlossen werden. Gleiches gilt für die beiden Rear-Lautsprecher – auch die müssen lediglich mit Strom versorgt werden – die Sound-Übertragung funktioniert kabellos.
Zum Lieferumfang gehören neben den drei Lautsprechern eine kleine Fernbedienung inklusive Batterien, ein optisches Audiokabel, ein HDMI-Kabel und eine kurze Anleitung inklusive Bohrschablone für die Soundbar.
Die Bedienung funktioniert im Test auch ohne Anleitung problemlos. Nachdem wir die Soundbar an Strom und TV angeschlossen haben und Subwoofer und Rears aufgestellt und mit Strom versorgt haben, wird das System sofort vom Fernseher erkannt. Beim Ein- und Ausschalten ertönt je ein kurzes Tonsignal. Soundbar, Rears und Sub sind schon im Auslieferungszustand miteinander gekoppelt, den Connect-Taster auf der Rückseite benötigen wir im Test nicht.
Zwar lassen sich etwa Eingangsquelle und Lautstärke auch direkt mit den berührungsempfindlichen Taten auf der Soundbar ändern, bequemer funktioniert das aber per Fernbedienung. Mit der ist es auch möglich, etwa Höhen und Bässe auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen. Da unser TV per eARC angeschlossen ist, können wir für Lautstärkeänderungen alternativ die normale TV-Fernbedienung benutzen.
Neben dem Klangmodus für normales Fernsehen bietet die Soundbar Voreinstellungen für Musik und Computerspiele. Das Abspielen von Musik vom Smartphone per Bluetooth-Verbindung funktioniert problemlos – das Abspielen von Spotify & Co. ohne externen Zuspieler ist allerdings nicht möglich.
Der Klang der Soundbar AX5125H allein ist schon ganz ordentlich – kein Vergleich zum dünnen Sound unserer TV-Lautsprecher. Wirklich druckvoll und raumfüllend wird der Klang aber erst in Kombination mit den Rücklautsprechern und dem Subwoofer.
Die Soundqualität des Systems ist schon in den Grundeinstellungen richtig gut. Neben der klaren Differenzierbarkeit überzeugt uns vorwiegend der intensive immersive Raumklang. Das Surround-Erlebnis ist im direkten Vergleich zur Soundbar Sony HAT-S40R deutlich intensiver. Die Klangfarbe ist zwar etwas weniger weich und warm, trotzdem attestieren wir der AX5125H einen rundum guten Sound – im Zweifel kann man Hoch- und Tieftöner auch individuell per Fernbedienung anpassen.
Egal, ob Blockbuster, Podcast oder Musik – der Klang ist im Test ausgewogen und einzelne Klangquellen kommen gut zur Geltung, sowohl bei niedriger als auch bei hoher Lautstärke. Im Musikmodus via Bluetooth klingen Instrumente, Beats, Bässe und Vocals auch bei hoher Lautstärke noch sauber.
Ursprünglich kostete die AX5125H im Set knapp 500 Euro, was zwar nicht günstig, aber hinsichtlich der Ausstattung mit Subwoofer, Rücklautsprechern und Dolby Atmos in Ordnung ist. Der Straßenpreis ist mittlerweile auf 270 Euro gesunken und so gibt es hier eine klare Kaufempfehlung für alle, die eine günstige Soundbar mit immersivem Raumklang suchen.
Wer seinen TV-Sound verbessern will, aber keinen Raumklang benötigt, sollte sich als Alternative die Soundbar Hisense AX3120G mit Subwoofer ansehen. Abgesehen von den fehlenden Rear-Speakern ist dieses Soundsystem identisch zu unserem Testmodell. Ohne Rücklautsprecher gibt es die Soundbar inklusive Subwoofer für 232 Euro.
Die Hisense AX5125H setzt zwar weder optisch noch technisch neue Maßstäbe, hinsichtlich des Preises liefert sie aber sehr ordentlich ab! Die schlichte Soundbar mit dem Subwoofer und den beiden Rear-Lautsprechern liefert einen sehr soliden Sound und ein immersives Hörerlebnis, welches primär bei Blockbustern gut zur Geltung kommt. Wegen der in allen Lautstärken guten Klangqualität eignet sich die Hisense AX5125H sowohl für Kinoabende als auch zum Anhören von Musik und Podcasts.
Trotz des überschaubaren Preises muss man hier weder auf Dolby Digital/Plus, DTS:X, noch auf Dolby Atmos verzichten. Multiroom-Funktion, Sprachsteuerung oder das Abspielen von Musik ohne externe Zuspieler gibt es aber nicht, was angesichts des Preises völlig in Ordnung ist. Wer noch mehr Funktionen will, muss auch mehr investieren. Wer den Sound seines Fernsehers verbessern will, bekommt mit der Hisense AX5125H eine kraftvolle Soundbar mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Kai Schmerer von 21.10.2025
Dank akkubetriebener Rear-Lautsprecher zeigt sich die JBL Bar 800MK2 sehr flexibel. Wie gut die Soundbar, inklusive riesigen Subwoofer, klingt, zeigt unser Test.
Die Bar 800MK2 ist JBLs Einstieg in die Welt der Surround-Soundbars. Wie von der Vorgängerin Bar 800 gewohnt, kommt auch die 800MK2 mit akkubetriebenen Rear-Lautsprechern und ermöglicht so echten Surround-Sound mit Dolby-Atmos-Unterstützung im 7.1-Setup. Damit es während Action-Filmen auch ordentlich rummst, steht der Soundbar ein riesiger Subwoofer zur Seite. Wie überzeugend die flexible Soundbar Filme und Musik wiedergibt, offenbart der Testbericht.
Die JBL Bar 800MK2 bietet insgesamt eine Leistung von 780 W, wobei 300 W auf den Bass und jeweils 40 W auf die Rear-Lautsprecher entfallen. Die Bezeichnung „Rear“ ist allerdings nicht ganz zutreffend, da die beiden Lautsprecher auch direkt an der Soundbar, etwa für eine größere Bühnenabbildung, während man Musik hört, betrieben werden können. Damit kommt die 800MK2 auf eine Breite von 116,3 cm. Ohne die abnehmbaren Boxen liegt sie bei 85,4 cm.
Der Subwoofer könnte von den Abmessungen von 32,5 × 40 × 32,5 cm auch als Luftreiniger durchgehen. Die Verbindung zur Soundbar erfolgt wie üblich per Funk. Lediglich zur Stromzufuhr benötigt er ein Kabel.
Die JBL Bar 800MK2 kommt in einem mattschwarzen Gehäuse, deren Seiten abgerundet sind. Hinter dem feinen Metallgitter an der Vorderseite verstecken sich die Lautsprecher. Insgesamt hinterlässt das Design einen edlen Eindruck, der auch anhält, wenn man die beiden magnetisch an der Soundbar gehaltenen Lautsprecher links und rechts abnimmt und sie als Rear-Boxen verwendet. Denn für diesen Fall hat JBL passende Kappen im Lieferumfang, die man an die Enden von Soundbar und Lautsprecher ansteckt, sodass dem Auge weiterhin geschmeichelt und nicht durch eine abrupte Kante gestört wird.
Die Soundbar verfügt auf der Oberseite über dezent schwarze Tasten für die Funktionen Ein/Aus und Lautstärkeregelung. In der Vorderfront ist rechts ein Display in das Metallgitter eingelassen, das nur im Aktivierungsfall per Laufschrift Informationen anzeigt. Das kann die Lautstärke sein oder der verwendete Soundmodus, etwa Dolby Atmos. Zum Schutz der Standfläche sind sowohl die Soundbar als auch der separat platzierbare, kabellose Subwoofer mit Gummifüßen ausgestattet.
Auf der Rückseite der Soundbar gibt es einen Ethernetanschluss, eine Toslink-Buchse, zwei HDMI-Eingänge sowie einen HDMI-Anschluss mit eARC-Funktionalität. Über letzteren wird der TV angeschlossen, womit auch die Nutzung der TV-Fernbedienung zur Lautstärkensteuerung der Soundbar ermöglicht wird. Im Test hat das an einem LG-TV und auch an einem Samsung-Gerät ohne zusätzliches Setup auf Anhieb funktioniert.
Mit der mitgelieferten Soundbar-Fernbedienung wird neben der Lautstärke die Klang-Balance der hinteren Lautsprecher sowie die Subwoofer-Intensität reguliert. Auch die Bluetooth-Koppelung der Soundbar kann man damit erledigen. Die Soundbar unterstützt damit immerhin den AAC-Codec und bietet damit eine höhere Qualität bei der Übertragung als Modelle, die wie die Samsung HW-Q990F nur SBC unterstützen.
Für den vollumfänglichen Zugriff auf alle Funktionen der JBL Bar 800MK2 ist die App „JBL One“ erforderlich. Diese dient nicht nur zur Musiksteuerung, sondern kann auch die Fernbedienung ersetzen und bietet einen grafischen Equalizer für präzise Klanganpassungen. Anders als bei mancher Konkurrenz gibt es zwar keine voreingestellten Klangprofile, der EQ ermöglicht jedoch eine sehr individuelle Abstimmung. Zudem kalibriert die App automatisch den Surround-Sound, indem sie Testtöne aller Lautsprecher (bis auf den Subwoofer) abgibt und deren Lautstärken perfekt auf den Raum abstimmt. Löblich ist auch, dass die Nutzung der App keine Registrierung beim Hersteller erfordert.
Die App JBL One bietet nicht nur detaillierte Informationen zur Aufstellung und Abstimmung der Soundbar, sondern integriert auch zahlreiche Streamingdienste. Mit dabei ist etwa Amazon Music, Calm Radio, iHeart Radio, Napster, Qobuz, Tidal und TuneIn. Darüber unterstützt sie Air Play, Google Cast, Roon Ready und Spotify Connect. Das ist aber bislang nicht alles. Die JBL Bar 800MK2 kann unter Home Assistant auch als Ausgabegerät für einen Medienserver genutzt werden. Einen direkten Zugriff auf einen im heimischen Netzwerk befindlichen Medienserver bietet die JBL Bar 800MK2 hingegen nicht.
Die Klangqualität bei Dolby-Atmos-Inhalten wie „Im Westen nichts Neues“ ist toll, erreicht aber nicht ganz die Qualität der JBL Bar 1300MK2 (Testbericht) oder der Samsung HW-Q990F (Testbericht).
Dennoch überzeugt das System mit einem ausgewogenen, dynamischen Klangbild, das auch bei hoher Lautstärke stabil bleibt. Der riesige Subwoofer liefert satte, aber nicht ganz differenzierte Bässe, ohne dabei zu verzerren. Bei manchen schlecht abgemischten Filmen lohnt es sich, die Funktion Switch in der App JBL One im Bereich „Weitere Audio-Einstellungen“ zu aktivieren. Dann liegt die Sprachverständlichkeit auf Flaggschiff-Niveau.
Für Musikwiedergabe im Stereobetrieb eignet sich die Soundbar nicht so gut. Im Vergleich zu den Top-Modellen spielt sie weniger differenziert auf. Das ändert sich aber schlagartig, wenn man sie mit Dolby-Atmos-Titeln füttert. Damit ist der Klang deutlich besser. Zwar dürfte er audiophile Ansprüche nach wie vor nicht erfüllen, aber die meisten Hörer sollten zufrieden sein. Und wer mit der JBL eine Party veranstaltet, dürfte dank des enormen Basses und hoher Lautstärke bei seinen Besuchern für einen bleibenden Eindruck sorgen.
Bei Soundbars fallen die vom Hersteller angepeilten Verkaufspreise bereits kurz nach Markteintritt. Das ist bei der JBL Bar 800MK2 nicht anders. Statt des vom Hersteller aufgerufenen Preises von knapp 900 Euro wechselt das im Juni 2025 vorgestellte Modell 800MK2 bereits für 677 Euro den Besitzer.
Nachdem JBL die letzten beiden Prime Days ohne vergünstigte Angebote hat verstreichen lassen, könnte ein noch tieferer Preis zur kommenden Black Week erreicht werden. Schließlich gab es das Vorgängermodell JBL Bar 800 letztes Jahr zur Black Week mit 499 Euro zum Tiefstpreis.
Wer auf der Suche nach 3D-Kinosound mit einem starken Bass ist, findet mit der JBL Bar 800MK2 eine gute Soundbar, die sich problemlos mit gängigen Fernsehern in Betrieb nehmen lässt. Und dank der abnehmbaren, mit Akku betriebenen Rear-Speakern ist sie sehr flexibel einsetzbar. Auch bei normalem Fernsehton ist der Klang gut. Und wenn bei manchen Filmen die Sprache schlecht zu verstehen ist, hilft die Funktion Switch. Gut gefallen hat uns auch die Möglichkeit, die Soundbar als Lautsprecher für den Mediendienst unter Home Assistant nutzen zu können.
Für Musikliebhaber spielt die JBL Bar 800MK2 etwas zu undifferenziert. Am besten klingt noch Musik im Dolby-Atmos-Format. Damit dürften die meisten Hörer auch in puncto Musikwiedergabe zufrieden sein. Alles in allem ist die JBL Bar 800MK2 außer für höchste Ansprüche bei der Musikwiedergabe empfehlenswert.
Preisupdate: 24.10.2025
Kai Schmerer von 13.11.2025
Ohne Rear-Lautsprecher, dafür aber mit einem wuchtigen Subwoofer will die JBL Bar 500MK2 für Kino-Atmosphäre sorgen. Wie gut das funktioniert, zeigt unser Test.
Die Bar 500MK2 bietet JBL eine Soundbar, die zwar wegen fehlender Surround-Lautsprecher keinen echten 3D-Klang bietet, dafür aber mit einem riesigen Subwoofer kommt. Damit und mit Unterstützung von Dolby Atmos im 5.1-Set-up will sie dennoch bei Filmen und bei der Musikwiederhabe überzeugen. Wie gut ihr das gelingt, offenbart der Testbericht.