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24.03.2026
20:00 Uhr
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Dashcams, kleine Autokameras für die Windschutzscheibe, helfen bei der Klärung der Schuldfrage nach Unfällen.

Lukasz beschäftigt sich seit über 15 Jahren als Redakteur mit Smartphones, Apps, Gadgets und Content-Marketing. Seit 2021 arbeitet er für Heise Medien und ist derzeit leitender Redakteur bei Heise Bestenlisten. Der studierte Historiker aus Tübingen begeistert sich sonst für Fitness, Fußball, Fotografie sowie basslastige Musik.
Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.
Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.
Dashcams, kleine Autokameras für die Windschutzscheibe, helfen bei der Klärung der Schuldfrage nach Unfällen. Wir zeigen die zehn besten Modelle.
Wenn es im Straßenverkehr kracht, ist der Ärger groß. Neben der Gefahr für Leib und Leben entstehen oft erhebliche materielle Schäden – und schnell stehen gegenseitige Schuldzuweisungen im Raum. Eine Dashcam kann hier entscheidend helfen: Die kompakte Autokamera für die Windschutzscheibe zeichnet das Verkehrsgeschehen auf und ermöglicht es, den Unfallhergang im Nachhinein zu rekonstruieren – sei es für die Polizei oder vor Gericht.
In vielen europäischen Ländern sind Dashcams weit verbreitet – Großbritannien etwa belohnt Fahrzeughalter mit günstigeren Kfz-Versicherungen, wenn sie eine Autokamera nutzen. Hierzulande werden zwar immer mehr Dashcams verkauft, doch die rechtliche Lage bleibt umstritten.
Der Bundesgerichtshof hat 2018 entschieden, dass Dashcam-Aufnahmen als Beweismittel vor Gericht verwertbar sein können – selbst wenn sie gegen das Datenschutzrecht verstoßen. Das Landgericht Mühlhausen lehnte 2020 hingegen die Verwertung solcher Aufzeichnungen ab, da sie gegen die DSGVO verstoßen würden. Die Richter forderten mehr Rechtssicherheit, da eine Einzelfallentscheidung den Bürgern nicht zuzumuten sei.
Klar geregelt ist: Dashcam-Aufnahmen dürfen nur anlassbezogen erfolgen. Permanentes Filmen ohne konkreten Grund verstößt gegen die DSGVO und kann Bußgelder nach sich ziehen. Eine gängige Lösung ist die sogenannte Loop-Funktion: Die Kamera zeichnet kurze Clips auf und überschreibt ältere Aufnahmen automatisch.
In der Praxis funktioniert das allerdings oft anders als gedacht: Viele Dashcams erstellen fortlaufend neue Videos und löschen alte Clips erst, wenn die Speicherkarte voll ist. So sammeln sich bei großen microSD-Karten schnell Stunden an Filmmaterial an. Wir empfehlen daher, die Speicherkarte regelmäßig manuell zu löschen oder eine Karte mit geringer Kapazität zu verwenden. Von Funktionen wie der SSD-Erweiterung auf bis zu 4 TB – etwa bei der Viofo A329 – raten wir aus Datenschutzgründen ab.
Als Zubehör fürs Auto sind auch Head-up-Displays spannend. Mehr dazu zeigen wir in der Top 5: Die besten Head-up-Displays – HUD für jedes Auto ab 12 Euro nachrüsten. Wer Digitalradio im Auto nachrüsten möchte, dem raten wir zur Top 5: Der beste DAB-Adapter für das Auto zum Nachrüsten im Test. Wie man das Infotainment-System noch smart machen kann, zeigt die Top 10: Carplay nachrüsten – das beste Display für iPhone & Android Auto im Test.
In dieser Bestenliste stellen wir die zehn überzeugendsten Dashcam-Modelle aus unseren Tests vor. Entscheidend für die Auswahl sind vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Möglichkeiten zum DSGVO-konformen Betrieb und die Bildqualität. Die finale Zusammenstellung ist eine redaktionelle Einschätzung.
Geht es um Ausstattung und Bildqualität, dann ist die Garmin Dash Cam X310 mit 4K bei 120 FPS für 318 Euro der klare Testsieger.
Die Nextbase IQ 2K mit einem Preis von mindestens 500 Euro ist unser Technologiesieger. Etwas günstiger wäre die Nextbase IQ 1K nur mit Full-HD ab 228 Euro. Trotz des hohen Preises und eines Abonnements für den vollen Funktionsumfang bietet die Dashcam spannende Features wie Smartphone-Zugriff per LTE. Ähnliche Features bietet die Garmin Dash Cam Live.
Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die kompakte Nextbase Piqo in der 2K-Variante für 123 Euro.
Wer mit einer weniger guten Loop-Funktion leben kann, bekommt mit der Vantrue Element 1 Pro ebenfalls eine schicke, gute und günstige Wahl ab 128 Euro. Beim Thema Datenschutz macht die Transcend Drivepro 230Q Data Privacy die beste Figur.
Die Garmin Dash Cam X310 überzeugt mit exzellenter 4K-Bildqualität bei 120 FPS, kompakter Bauform und praktischen Extras wie Live-Video und Park-Guard (teils kostenpflichtig). Diese Kombination aus Bildqualität und Ausstattung setzt neue Maßstäbe – nicht nur im Garmin-Portfolio. Aktuell ist das Modell bei vielen Händlern auf rund 318 Euro reduziert.
Die Nextbase IQ ist eine vernetzte Premium-Dashcam mit LTE-Modem, Innenraumkamera, Parkraumüberwachung mit Smartphone-Benachrichtigung und SOS-Funktion. Die Stromversorgung läuft über OBD-2 oder Hardwire-Kabel.
Erhältlich in Full-HD, QHD und UHD mit guter Bildqualität. Optional gibt es eine Rückfahrkamera für 180 Euro. Die Preise von 228 Euro (1K) über 527 Euro (2K) bis hin zu 580 Euro (4K) plus monatliche Abogebühren von bis zu 10 Euro sind extrem hoch. Die Parkraumüberwachung ist datenschutzrechtlich nicht unproblematisch.