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01.05.2026
20:00 Uhr
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Mähroboter ohne Begrenzungskabel versprechen eine schnelle Inbetriebnahme. Mit LiDAR-Navigation gelingt das einfacher.

Stefan schrieb bereits während des Studiums Spieletests für ein Printmagazin im Ruhrgebiet. Durch einen glücklichen Zufall landete er in Berlin und arbeitete fast 15 Jahre bei Areamobile, zuletzt als leitender Testredakteur. Für Heise Bestenlisten testet er Smartphones, Saug- und Mähroboter, Lautsprecher, Modellflugzeuge und andere Technik-Gadgets.
Nach seinem Studium begann Kai seine journalistische Laufbahn Mitte der 90er bei der PC Professionell. Für Heise Bestenlisten by TechStage berichtet er über interessante Produkte aus den Bereichen Smart-Home, Überwachungskameras, Balkonkraftwerke, Mähroboter und vieles mehr.
Mähroboter ohne Begrenzungskabel versprechen eine leichte Inbetriebnahme. Mit LiDAR-Navigation gelingt das sogar noch einfacher. Wir zeigen die besten Geräte.
Mähroboter ohne Begrenzungskabel versprechen maximale Freiheit bei der Installation. Doch in der Praxis zeigt sich schnell: Nicht jede Navigationstechnik funktioniert in jedem Garten gleich gut.
Besonders in dicht bebauten Wohngebieten geraten RTK-Mähroboter an ihre Grenzen. Hohe Gebäude, Mauern oder dichter Baumbestand stören den Satellitenempfang und erschweren die Orientierung erheblich. Im Test führte genau das dazu, dass ein Modell seine Arbeit erst gar nicht startete, weil nicht genügend Satellitendaten empfangen wurden.
Neuere Modelle auf Basis von LiDAR (Light Detection and Ranging) kennen dieses Problem nicht. Sie navigieren auch in schwierigen Bereichen sauber entlang von Kanten und Hindernissen.
Statt auf Satelliten zu setzen, erfasst der Roboter seine Umgebung mit Laserstrahlen und erstellt daraus eine detaillierte Karte. Mithilfe von SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) bestimmt er kontinuierlich seine Position. Gerade das, was für RTK zum Problem wird, ist für LiDAR ein Vorteil: Wände, Zäune oder Bäume dienen als stabile Referenzpunkte. Dadurch navigieren LiDAR-Mähroboter auch in verwinkelten, schattigen oder dicht bebauten Gärten zuverlässig – unabhängig von Himmelssicht, Tageszeit oder Wetter.
Ganz ohne Einschränkungen kommt allerdings auch LiDAR nicht aus. Die Reichweite der Sensoren liegt typischerweise bei rund 30 Metern. Auf sehr großen, offenen Flächen mit wenigen markanten Strukturen kann die Positionsbestimmung ungenauer werden. Hier spielt RTK weiterhin seine Stärken aus.
Die Entwicklung geht deshalb zunehmend in Richtung hybrider Systeme. Ein Beispiel ist der Mammotion Luba Mini AWD LiDAR, der Lasersensorik mit Kamerasystemen kombiniert und zusätzlich RTK-Korrekturen nutzt, sobald Satellitensignale verfügbar sind. Diese bezieht er ganz ohne eigene RTK-Antenne über den kostenlosen Clouddienst Net-RTK. Solche Tri-Fusion-Ansätze verbinden die Vorteile beider Welten.
Während LiDAR-Navigation 2025 nur bei einzelnen Herstellern wie Dreame, Ecovacs oder Mammotion zu finden war, hat sich das Bild 2026 deutlich gewandelt: Nahezu alle großen Anbieter führen inzwischen entsprechende Modelle im Programm. LiDAR entwickelt sich damit zum neuen Standard für komplexe Gartensituationen.
Wir zeigen in Form dieser Bestenliste, welche Mähroboter ohne Begrenzungsdraht wir für die besten aus unseren Tests halten, und erklären beim jeweiligen Gerät, wie wir zu dieser Einschätzung kommen. Bislang haben wir weit über 30 Modelle getestet.
Nur weil Roboter A bei uns auf dem ersten und Roboter B auf dem letzten Platz steht, bedeutet das noch lange nicht, dass diese Reihenfolge auf jeden Anwendungsfall zutrifft.
Wer einen Mähroboter mit hoher Mähleistung wünscht, der auch im steilen Gelände funktioniert, greift zu unserem Testsieger, dem Dreame A3 AWD Pro 3500. Mit einer Schnittbreite von 40 cm und Allrad-Antrieb ist er gerade in komplexen Gärten mit Rasenzonen, die von bis zu 5 cm hohen Randsteinen umgeben sind, die richtige Wahl. Diese überwindet er problemlos und meistert dank LiDAR-Navigation auch unsere nur 70 cm breite Engstelle souverän. Auch der Kantenschnitt ist mit unter 3 cm Abstand der Messer zum Gehäuserand ziemlich gut. Qualität hat allerdings seinen Preis. Und so muss man für den Dreame A3 AWD Pro 3500 aktuell 2200 Euro hinblättern. Immerhin ist er damit 15 % günstiger als der empfohlene Verkaufspreis.
Noch bessere Ergebnisse beim Kantenschnitt bringt unser Technologiesieger, der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro, mit integrierter Trimmer-Einheit. Auch wenn diese noch nicht optimal arbeitet, hat man mit diesem Modell die wenigste Nacharbeit an Kanten. Mit einer Schnittbreite von 33 cm mäht er allerdings nicht ganz so schnell wie der Dreame A3. Da der für 2300 Euro erhältliche Goat A3000 LiDAR Pro auf einen Hinterradantrieb setzt, ist er allerdings weniger geländegängig. Das zeigt sich auch bei höheren Randsteinen, die er nicht überwindet. Und auch bei Engstellen muss man Kompromisse machen. Diese sollen laut Hersteller mindestens 90 cm breit sein. Im Test bestätigt sich das, denn der Mäher scheitert an unserem nur 70 cm engen Übergang zu einer anderen Rasenzone.
Wer einen Mähroboter für einen einfach strukturierten Garten mit klaren Abgrenzungen sucht, kann zu unserem Preis-Leistungs-Sieger, dem Roboup Racoon 2SE greifen. Er navigiert auf Basis von Kameras, nutzt also weder RTK noch LiDAR. Dafür ist er mit 499 Euro ein echtes Schnäppchen.
In unserer Bestenliste ordnen wir möglichst umfassend ein. Wir bevorzugen in der Regel Mähroboter mit großem Funktionsumfang und zuverlässiger Leistung. Günstige Geräte ohne besondere Stärken folgen entsprechend weiter hinten. Grundsätzlich gilt: Preis und Verfügbarkeit unterliegen Schwankungen – jede Aktualisierung der Bestenliste ist daher eine Momentaufnahme.
Wer sich für aktuelle Tiefstpreis-Angebote interessiert, wird unter anderem bei Geizhals fündig. So ist derzeit nicht nur unser Testsieger Dreame A3 AWD mit einer Ersparnis zum Verkaufspreis in Höhe von 15 % zum Tiefstpreis für 2200 Euro erhältlich, sondern auch viele andere Mähroboter. Einige davon haben wir bereits getestet, bei anderen steht der Test noch aus. Hier die gesamte Liste sortiert nach Ersparnis (ab 10%) zum Verkaufspreis:
Für große, steile oder verwinkelte Gärten mit dem Anspruch an minimale Nacharbeit an den Kanten ist der Dreame A3 AWD Pro 3500 eine der besten verfügbaren Mährobotern. Der Dreame A3 AWD Pro 3500 hat eine UVP von knapp 2600 Euro und ist aktuell für ungefähr 2400 Euro erhältlich.
Das Highlight des Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist der integrierte Trimmer. Auch wenn dieser noch nicht perfekt funktioniert, liefert der Ecovacs-Mähroboter den bislang besten Kantenschnitt. Hier ist die Nacharbeit auf ein Minimum reduziert. Unser Technologiesieger kostet regulär 2300 Euro. Für kleinere Gärten ist das Schwestermodell Goat A1600 für 1500 Euro eine günstigere Alternative.