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29.07.2026
20:00 Uhr
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Gartenduschen erfrischen, Solarduschen liefern warmes Wasser nur durch Sonnenkraft. Wir klären, worauf es beim Kauf ankommt.

Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.
Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.
Gartendusche oder Solardusche? Letztere liefert warmes Wasser – nur durch Sonnenkraft. Worauf beim Kauf zu achten ist, zeigt diese Kaufberatung.
Im Sommer kann eine Gartendusche Erleichterung bringen – sei es auf der Terrasse nach dem Sonnenbad oder wenn man gerade in oder aus dem Pool steigt. Allerdings ist das Leitungswasser je nach Jahreszeit und Region oft bitterkalt. Eine eigene Outdoor-Dusche im Garten bietet zwar die perfekte Abkühlung an heißen Sommertagen. Wer bei großer Hitze eine weniger abrupte Abkühlung bevorzugt, kann warmes Wasser angenehmer finden und sollte deshalb über eine Solardusche nachdenken.
Weitere passende Produkte für den Sommer zeigen wir im Ratgeber: Sprühnebel statt Klimaanlage: Wasserzerstäuber für Terrasse und Garten.
Eine Gartendusche ist eine Außendusche, die direkt im Garten, auf der Terrasse oder am Pool aufgestellt oder fest installiert wird. Sie ist ans Wassernetz angeschlossen und liefert per Hebel oder Drehregler frisches Wasser – ideal zur Abkühlung an heißen Sommertagen, zum Abspülen nach dem Baden oder zum Reinigen schmutziger Füße nach dem Gärtnern. Modelle gibt es in vielen Ausführungen: von einfachen Standduschen aus Edelstahl oder Holz bis hin zu ausgefeilten Designlösungen mit Sichtschutz.
Eine Solardusche ist eine Sonderform der Gartendusche: Ihr Wassertank erhitzt das Wasser durch direkte Sonneneinstrahlung – ganz ohne Strom- oder Gaskosten. Möglich macht das eine dunkle Beschichtung des Tanks, die Sonnenstrahlen absorbiert und das Wasser auf bis zu 60 Grad Celsius erwärmt. Deshalb sollte man die Temperatur vor dem Duschen vorsichtig prüfen. Die meisten Säulenmodelle werden über einen Gartenschlauch mit Kaltwasser versorgt.
Einfache Camping-Solarduschen bestehen im Wesentlichen aus einem schwarzen Wasserbeutel und einem Schlauch mit einfachem Kunststoffduschkopf. Das Prinzip ist denkbar simpel: Den Beutel mit sauberem, für die Körperreinigung geeignetem Wasser füllen. Wasser aus Seen oder Flüssen sollte nur verwendet werden, wenn dessen hygienische Qualität sicher ist. Zum Duschen wird der Beutel erhöht befestigt, etwa an einem Baum oder Duschständer, damit das Wasser per Schwerkraft durch den Schlauch zum Duschkopf fließt.
Alternativ gibt es Campingduschen mit manueller Druckpumpe: Der Behälter hängt nicht erhöht, sondern wird per manueller Pumpe unter Druck gesetzt. Druckduschen kosten je nach Größe und Ausstattung häufig mehr als einfache Wasserbeutel. Bei einfachen Campingduschen lässt sich die Temperatur nicht mischen. Das Wasser kann in praller Sonne sehr heiß werden. Vor dem Duschen sollte man deshalb zunächst vorsichtig die Temperatur prüfen und gegebenenfalls kaltes Wasser beimischen.
Über eine Mischbatterie – bei hochwertigen Modellen serienmäßig – lässt sich die gewünschte Duschtemperatur dagegen bequem einstellen. Die Aufheizzeit hängt von Tankvolumen, Ausgangstemperatur des Wassers, Außentemperatur und direkter Sonneneinstrahlung ab. Je nach Bedingungen kann sie etwa ein bis mehrere Stunden betragen. Auch bei leichter Bewölkung arbeitet die Solardusche noch zuverlässig – bei dichter Bewölkung fällt die Wassertemperatur jedoch spürbar ab.
Das Tankvolumen bestimmt vor allem, wie viel erwärmtes Wasser zur Verfügung steht. Wie lange dieses reicht, hängt zusätzlich von Durchflussmenge, Duschdauer, Ausgangstemperatur und dem Mischverhältnis mit kaltem Wasser ab. Kleine Modelle mit rund 20 l Tankvolumen eignen sich vor allem für kurzes Abduschen einer Person. Für längere Duschen oder mehrere Personen sind größere Tanks sinnvoll – benötigen aber auch entsprechend mehr Sonne zum Aufheizen.
Das Tankvolumen sollte zur Nutzerzahl passen: 20 l reichen für eine Person, ab zwei bis drei Personen empfehlen wir mindestens 35 bis 40 l. Für bequemes freihändiges Duschen sollte der Duschkopf ausreichend hoch angebracht sein. Bei großen Personen empfiehlt sich ein Modell mit einer Gesamthöhe von etwa 210 cm oder mehr – abhängig von der Position des Duschkopfs.
Beim Material gilt: Edelstahl und Aluminium überdauern meist Kunststoff. Bei der Materialwahl sind vor allem UV-Beständigkeit, Verarbeitung, Korrosionsschutz, Frostbeständigkeit und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen wichtig. Eine Mischbatterie ist bei stationären Solarduschen sehr empfehlenswert: Sie erleichtert die Temperaturregelung und verringert das Risiko, sich an heißem Wasser zu verbrühen. Eine Temperaturanzeige ist zudem praktisch. Wer in Hartwasserregionen lebt, sollte auf einen Duschkopf mit Silikondüsen achten – die lassen sich leichter entkalken.
Die Mischbatterie an einer Solardusche reguliert die Wassertemperatur. Sie funktioniert ähnlich wie die Einhandmischbatterie an herkömmlichen Duschen oder Wasserhähnen. Die Mischbatterie verbindet den Kaltwasserzulauf mit dem im Solartank erwärmten Wasser. Je nach Stellung mischt sie beide Wasserströme.
Dreht man den Regler in Richtung warm, öffnet sich das Ventil für das warme Wasser mehr und das für das kalte Wasser weniger. Das Ergebnis ist insgesamt wärmeres Wasser. Dreht man den Regler in Richtung kalt, erreicht man einen gegenteiligen Effekt. Eine Temperaturanzeige kann praktisch sein, um zu prüfen, ob sich das Wasser im Tank bereits auf die gewünschte Temperatur erhitzt hat.
Einfache Camping-Solarduschen sind bereits ab rund 9 Euro zu haben. Komfortablere Säulen-Solarduschen mit größerem Tank, Mischbatterie und festem Duschkopf kosten je nach Ausstattung häufig deutlich mehr als einfache Campingmodelle. Hier im Preisvergleich zeigen wir besonders günstige Solarduschen für Camping und Reisen:
Die Solardusche sollte an einem möglichst unverschatteten Standort stehen und über mehrere Stunden direktes Sonnenlicht erhalten. Bei asymmetrischen Tanks oder Paneelen sind zusätzlich die Ausrichtungshinweise des Herstellers zu beachten.
Viele Solarduschen lassen sich mit handwerklichem Grundwissen montieren. Je nach Modell sind jedoch Bohrmaschine, Schraubenschlüssel und ein tragfähiger Untergrund erforderlich. Welches Werkzeug mitgeliefert wird, hängt vom Hersteller ab.
Die Dusche muss auf einem ebenen und tragfähigen Untergrund stehen. Viele Säulenmodelle werden mit ihrer Bodenplatte auf Beton, Steinplatten oder einer geeigneten Holzplattform als Bodendusche verschraubt. Maßgeblich sind immer die Montagevorgaben des Herstellers.
Die Zeit, die eine Solardusche benötigt, um das Wasser zu erwärmen, hängt vor allem vom Volumen des Wassertanks, dem Material und Aufbau der Dusche, der Intensität der Sonneneinstrahlung und der Außentemperatur ab.
Solarduschen mit schwarzem Kunststoffbeutel und 20 l Volumen benötigen bei intensiver Sonneneinstrahlung etwa zwei bis drei Stunden, um das Wasser auf eine angenehme Temperatur zu erwärmen.
Wie schnell sich das Wasser erwärmt, hängt vor allem von Tankfarbe, Tankform, Oberfläche, Füllmenge, Sonneneinstrahlung und Umgebungstemperatur ab. Ein größerer Tank benötigt bei gleichen Bedingungen tendenziell länger zum Aufheizen.
Kalkablagerungen können sich insbesondere in Gebieten mit hartem Wasser im Laufe der Zeit im Duschkopf ansammeln und den Wasserfluss beeinträchtigen. Kalkablagerungen können sich vorwiegend in Regionen mit hartem Wasser im Duschkopf ansammeln und den Wasserfluss beeinträchtigen. Den Duschkopf sollte man deshalb regelmäßig gemäß Herstellerhinweisen reinigen. Entkalker oder säurehaltige Mittel dürfen nur verwendet werden, wenn sie für die verwendeten Materialien und Dichtungen geeignet sind.
Die meisten Duschköpfe an Solarduschen können ausgetauscht werden. Das kann in einigen Fällen sinnvoll sein. So bestehen die Düsen am Duschkopf häufig aus Hartplastik, was die Reinigung erschwert. Wer den Duschkopf gegen ein Modell mit Silikondüsen tauscht, kann den abgesetzten Kalk einfacher entfernen. Beim Tausch ist es wichtig, dass der neue Duschkopf zu der Solardusche kompatibel ist. Den Tank selbst sollte man einmal pro Saison gründlich mit einer Mischung aus Wasser und einem milden Reinigungsmittel ausspülen.
In warmem Wasser, das über längere Zeit im Tank steht, können sich unter ungünstigen Bedingungen Legionellen vermehren. Das gilt auch für Solarduschen. Nach längeren Nutzungspausen sollte man das Wasser deshalb vollständig ablassen und den Tank mit frischem Wasser füllen. Zu Beginn der Saison empfiehlt es sich, den Tank gründlich auszuspülen. Vor dem Winter sollte die Solardusche vollständig entleert und trocken gelagert werden. Das beugt Frostschäden vor und reduziert hygienische Risiken durch längere Wasserstagnation.
Solarduschen sind in der Regel nicht frostsicher – gefrierendes Wasser kann den Tank dauerhaft beschädigen. Vor dem ersten Frost sollte man den Tank entleeren, Schläuche von Restwasser befreien und die Dusche trocken und frostfrei einlagern. Wer die Dusche fest installiert hat, sollte zumindest Schlauch und Duschkopf demontieren und drinnen lagern. Auch robuste Edelstahlmodelle profitieren vom Winterschutz.
Auf Pflaster, Beton oder Holzterrassen muss die Dusche standsicher und entsprechend den Herstellervorgaben befestigt werden. Der wassergefüllte Tank sorgt grundsätzlich für Stabilität – bei starkem Wind kann eine hohe Dusche aber kippen, besonders auf unebenem Untergrund. Bei windigen Standorten ist eine fachgerechte Befestigung besonders wichtig.
Bei vielen Säulenmodellen ist eine Verschraubung über die Bodenplatte vorgesehen. Ob eine Verschraubung im Boden, eine andere Befestigung oder ein anderer Standort nötig sind, richtet sich nach der Montageanleitung des Herstellers. Die Wandmontage ist nur sinnvoll, wenn das Modell ausdrücklich dafür vorgesehen ist.
Das Wasser wird durch Sonnenenergie erwärmt – ohne zusätzlichen Strom- oder Gasverbrauch. Kosten für Wasser und gegebenenfalls Abwasser fallen jedoch weiterhin an. Für die Umweltbilanz sind vor allem eine lange Nutzungsdauer, ein reparaturfreundlicher Aufbau und ein sparsamer Umgang mit Wasser wichtig. Metallmodelle können je nach Verarbeitung und Ersatzteilversorgung eine lange Lebensdauer erreichen. UV-stabilisierte Kunststoffe können ebenfalls langlebig sein. Viele Materialien lassen sich am Ende ihrer Nutzungszeit recyceln.
Wer sich schlicht abkühlen möchte, ist mit einer klassischen Gartendusche gut bedient. Wer warm und komfortabel duschen will, liegt mit einer Solardusche richtig.
Für eine kurze Abkühlung reicht eine klassische Gartendusche mit Kaltwasseranschluss. Wer lieber angenehm temperiert duscht, kann zu einer Solardusche greifen: Sie nutzt direkte Sonneneinstrahlung, um das Wasser im Tank zu erwärmen – ohne zusätzlichen Strom- oder Gasverbrauch. Wasser- und gegebenenfalls Abwasserkosten fallen natürlich weiterhin an.
Einfache Camping-Solarduschen mit Wasserbeutel, Schlauch und Duschkopf sind bereits für wenig Geld erhältlich. Komfortablere Säulenmodelle für Garten oder Pool bieten meist einen größeren Tank, einen festen Duschkopf und idealerweise eine Mischbatterie. Die Preise unterscheiden sich je nach Tankvolumen, Material, Verarbeitung und Ausstattung deutlich.
Beim Kauf sind vor allem ein zur Nutzung passendes Tankvolumen, eine ausreichende Duschkopfhöhe und eine Mischbatterie wichtig. Sie ermöglicht es, heißes Tankwasser mit kaltem Leitungswasser zu mischen und verringert so das Verbrühungsrisiko. Bei den Materialien zählen UV-Beständigkeit, Verarbeitung, Korrosionsschutz und Ersatzteilverfügbarkeit mehr als die pauschale Entscheidung für Metall oder Kunststoff.
Für Hygiene und Frostschutz sollte man das Wasser nach längeren Standzeiten ablassen, Tank und Duschkopf gemäß Herstellerhinweisen reinigen sowie die Dusche vor dem ersten Frost vollständig entleeren. Außerdem gilt: Viele Säulen-Solarduschen müssen auf einem ebenen, tragfähigen Untergrund fest verschraubt werden – die Montageanleitung des Herstellers ist maßgeblich.
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