Heise 12.05.2026
16:00 Uhr

Smarter Kuschelroboter SwitchBot Kata spaziert, blinzelt und plaudert mit KI


Die Smart-Home-Marke SwitchBot gibt KI-gestützte Heimroboter Kata Friends für 600 Euro an die Hand von kindlichen und erwachsenen Fans von Kuscheltieren.

Smarter Kuschelroboter SwitchBot Kata spaziert, blinzelt und plaudert mit KI

Die auf der IFA 2025 aufgebaute Welle KI-gestützter Spielzeugroboter rollt jetzt auf deutsche Smart Homes zu. SwitchBot, sonst bei praktisch veranlagten Smart-Home-Produkten wie Saugrobotern aktiv, steigt mit zwei Kuschelrobos der Produktreihe Kata Friends in eine neue Kategorie der Heimrobotik ein.

Auf der Hersteller-Webseite kann man ab dem 12. Mai zum Preis von je 600 Euro zwei optisch unterschiedliche Modellvarianten namens Noa und Niko bestellen. Sie sind als robotische Kuscheltiere mit flauschigem Fell und reichhaltigem elektronischem Innenleben konzipiert.

Die KI-Haustiere von SwitchBot haben zwei Displays in Knopfaugenform mit per App anpassbarer Irisfarbe, eine Kamera in Form einer Stummelnase sowie Arme und Ohren, die von Motoren zum Wackeln gebracht werden.

In Bewegung setzt man sie etwa mit Winkegesten, Sprachkommandos oder einem Druck auf eine Sensortaste am Kopf. Dann rollen sie auf drei Rädern an. Zwölf Drucksensoren unter einer flauschigen Kunstfellhülle reagieren auf Berührungen. Zudem gehen die KI-Haustiere mit Erlaubnis auch von allein auf Patrouille. Wenn sie eine Stimme hören oder jemanden optisch wahrnehmen, reagieren sie mit babyhaftem Gebrabbel. Ferner begrüßen die Geräte morgens Aufwachende neben dem Bett und warten abends brav hinter der Eingangstür, um Ankommende zu empfangen.

Laserdistanzsensorik soll Kollisionen mit der Einrichtung und Abstürze von Treppenabsätzen vermeiden. Die Spielzeugroboter beziehen Energie aus einem eingebauten Akku. Ist er fast leer, suchen die Robos von selbst ein Ladedock auf.

Die Steuerbefehle in Sprach- oder Gestenform verarbeitet ein LLM auf dem Gerät. Der Chatmodus der KI-Haustiere ist cloudbasiert. Wo das Gerät die Fotos und Videos speichert, die es auf Wunsch festhält, ließ der Hersteller offen.

Außer dass man die Kata Friends mit der SwitchBot-App konfiguriert, haben sie mit den weiteren Geräten des Herstellers wenig gemein. Eine Brücke könnte eine geplante Funktion schlagen. SwitchBot arbeitet daran, die Spielzeugroboter zu rollenden WLAN-Gateways aufzurüsten, die etwa die Bluetooth-Sensoren, -Vorhangmotoren und -Heizthermostate des Herstellers für den Kontakt zum Heimnetz benötigen. Ferner sollen die Roboter nach einem Firmware-Update wie ein Smart Speaker Sprachbefehle umwandeln können, um andere Smart-Home-Geräte zu steuern. Ein Erscheinungsdatum dafür nannte SwitchBot nicht.

(dahe)