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16.07.2026
10:00 Uhr
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Der Rohbau der Gittermastkonstruktion des nach Abschluss der Arbeiten weltgrößten Höhenwindrades in Schipkau in Brandenburg ist fertiggestellt.

Das bauausführende Unternehmen Gicon hat im brandenburgischen Schipkau den Rohbau der Gittermastkonstruktion des später größten Windrades der Welt abgeschlossen. Die letzten Segmente der Gitterkonstruktion sind in einer Höhe von 160 m verschraubt worden. Im Endausbau erreicht das Höhenwindrad eine Größe von rund 360 m. Die Nabenhöhe der Turbine liegt auf 300 m Höhe.
Der Bau des Höhenwindturms hatte im Juli 2025 begonnen. Die Baugrube für die riesigen Fundamente wurde ausgehoben, die Fundamente gegossen und mit der Montage der Gitterkonstruktion begonnen. Qualitätsprobleme der von einem Subunternehmen gelieferten Stahlbauteile brachten den Bau dann aber ins Stocken. Die Teile mussten in den Wintermonaten 2025/2026 überprüft und Ersatzbauteile gefertigt und die betroffenen Teile ausgetauscht werden. Bis Ende März 2026 waren diese Arbeiten aber abgeschlossen. Seitdem läuft der Bau wieder planmäßig. Im Februar war der Schwerlastraupenkran in Betrieb genommen worden, der die schweren Gitterkonstruktionen in luftige Höhen anheben kann. Rund 1000 t kann der Kran bewegen.
Das fünfte Segment der Gittermastkonstruktion des Außenturms wurde nun in einer Höhe von 160 m aufgesetzt. Mit der Fertigstellung der Gittermastkonstruktion ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Allerdings stehen noch weitere Arbeiten aus. So muss die Turbinengondel auf eine Höhe von 300 m angehoben werden. Dies erfolgt über die teleskopartige Konstruktion des Turms. Die Turbine wird dabei in einem ersten Schritt auf eine Höhe von 150 m gebracht und dort montiert. In einem zweiten Schritt soll sie in ihre endgültige Position auf 300 m gebracht werden.
Die Arbeiten finden dabei teils unter widrigen Wetterbedingungen statt. Spezielle „höhenfeste“ Montagearbeiter aus der Türkei verbinden die Stahlkonstruktionen in luftiger Höhe innerhalb weniger Stunden. Im Sommer, bei hohen Temperaturen von über 30 °C, ist das ein anstrengendes Unterfangen. Zudem müssen auch immer wieder die Windbedingungen in den Montagehöhen beachtet werden, um die Monteure bei teils starkem Wind nicht zu gefährden.
Obwohl sich die Bauarbeiten durch die Qualitätsprobleme an den Zulieferteilen verzögert haben, hält Gicon daran fest, das Höhenwindrad noch bis Ende 2026 ans Netz zu bringen. Ein genauer Zeitpunkt steht allerdings nicht fest.
Dann soll die Windkraftanlage in großer Höhe den dort stärker und gleichmäßiger wehenden Wind einfangen, was zu höheren Stromerträgen im Vergleich zu herkömmlichen, kleineren Windkraftwerken führen soll. Gicon sagt, dass mit solchen Höhenwindrädern jährlich zwischen 30 und 33 GWh an Strom mit Windkraft gewonnen werden können. Das entspreche etwa dem Bedarf von 7500 Vier-Personen-Haushalten. Die Stromgestehungskosten sollen dabei mit etwa 5 Cent pro Kilowattstunde gering ausfallen.
(olb)