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12.10.2026
09:11 Uhr
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In Paris stellt Renault die Studie eines Vans vor, die mehr sein dürfte als eine vage Aussicht auf die nahende Zukunft. Der E-Space geht optisch eigene Wege.

Renault ist es in der Vergangenheit ein paar Mal gelungen, Konkurrenz und Kunden handfest zu überraschen. Twingo und Espace gehörten zweifelsfrei dazu: Der Kleinwagen, weil er mit bescheidenen Mitteln pfiffige Ideen umsetzte, der Van, weil es Vergleichbares von europäischen Konkurrenten schlicht nicht gab. Mit der Studie E-Space Concept auf dem Pariser Autosalon zeigt Renault, wie das eigentlich tote Konzept Van wiederbelebt werden könnte. Es dürfte mehr sein als ein Blickfänger auf einer Messe, der dann einfach so wieder verschwindet.
An die grundlegende Idee des ersten Espace, auf vergleichsweise kleiner Verkehrsfläche viel Platz zu bieten, knüpft die Studie an. Wieder einmal hat eine Studie keine B-Säule, was spektakulär ausschaut, im Serienmodell aus Kostengründen aber nur selten umgesetzt wird. Die ersten Bilder des 4,7 m langen Autos zeigen einen weitläufigen Innenraum. Große Glasflächen, die weit herunterreichen, unterstreichen den luftigen Eindruck. Die Sitze sind in Größe und Design identisch und lassen sich leicht drehen. Wenn die Stühle in Reihe zwei gedreht werden, können sich vier Personen für eine Unterhaltung gegenübersitzen. In der nach vorne gerichteten Position haben die Passagiere in der zweiten Reihe Zugang zu Klapptischen mit 12,3-Zoll-Bildschirmen, die an den Rückenlehnen der Frontsitze angebracht sind. Die Sitze in Reihe zwei lassen sich umklappen und dienen dann als Tisch für die Passagiere in Reihe drei.
Renault
Vorn blicken Fahrer und Beifahrer auf einen Großbildschirm, der 1,13 m breit ist. In einem eventuell folgenden Serienauto dürften Teile dieses Layouts wiederzufinden sein. Dazu dürfte gehören, dass Armaturenbrett und Türverkleidung ineinander übergehen. Im Lenkrad der Studie dürfte kaum Platz für einen Airbag sein, und die Idee, Steuerungselemente in den Lenkradkranz zu verfrachten, hat wohl ebenfalls nur geringe Aussichten auf einen Serieneinsatz – was vielleicht auch nur eine persönliche Hoffnung sein mag. Der Boden ist mit einem Wollstoff ausgekleidet, was ganz sympathisch aussieht, den Strapazen eines Familienautos aber auch dauerhaft standhalten können muss.
Die Studie hat einen batterieelektrischen Antrieb. Er verschafft den Designern Freiheiten, denn die Batterie als größtes Bauteil kann einfach im Unterboden verschwinden. Der E-Motor selbst ist so kompakt, dass sich dafür leicht ein Plätzchen finden lässt. Ganz nebenbei dürfte ein solcher Motor den technisch interessanten Hybridantrieb im aktuellen Espace in praktisch jeder Hinsicht in den Schatten stellen. Dies ist angesichts der Umgangsformen dort allerdings auch besonders einfach. Denn im Test erwies er sich zwar als vergleichsweise sparsam, allerdings weder sonderlich dynamisch noch harmonisch.