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01.04.2026
19:07 Uhr
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Die meisten Varianten des Raspberry Pi 4 und 5 werden teurer. Der Raspi 5 4 GByte etwa steigt auf 100 Euro.

Raspi-Chef Eben Upton kündigt eine weitere Runde Preissteigerungen vieler Einplatinencomputer, Compute-Modules und Tastatur-PCs an. Es ist die zweite seit Februar. Dabei handelt es sich ausdrücklich um keinen Aprilscherz. Grund sind die weiter steigenden Preise für den aufgelöteten LPDDR4-Arbeitsspeicher.
Unter den Einplatinencomputern sind laut Ankündigung alle Raspberry Pi 4 und 5 mit mindestens 4 GByte RAM betroffen. Die 4-GByte-Versionen werden 25 US-Dollar teurer, umgerechnet und mit Mehrwertsteuer (in US-Preisen nicht enthalten) entspricht das knapp 26 Euro. Der Raspi 4 mit 4 GByte steigt hierzulande auf 78 bis 90 Euro. Ein Raspi 5 mit 4 GByte kostet mindestens 100 Euro.
Darüber hinaus steigen die Preise abhängig von der Speicherkapazität. Das Raspi-5-Topmodell mit 16 GByte RAM wird 100 US-Dollar teurer. Der Tastatur-PC Raspberry Pi 500+ kostet jetzt 150 US-Dollar mehr. Neben den Mehrkosten fürs RAM kommen dort höhere Preise für die 256-GByte-SSD hinzu.
Bei den Compute Modules 4, 4S und 5 steigen die Preise aller Speicherkonfigurationen. Die Erhöhungen liegen zwischen 11,25 und 100 US-Dollar.
Verschont bleiben ältere Modelle wie der Raspi 3 und Zero 2 W, die noch LPDDR2-RAM verwenden. Der Hersteller hat diesen Speichertyp laut eigenen Aussagen zur Genüge gelagert und ist nicht von Zukäufen abhängig.
Als Brückenmodell legt die Raspberry Pi Plc. eine 3-GByte-Version des Raspi 4 auf, die eine Preisempfehlung von knapp 84 US-Dollar (ca. 86 Euro) trägt. Da nur der 4er-Raspi in so einer Konfiguration erscheint, verlötet der Hersteller vermutlich zwei 1,5-GByte-Bausteine auf der neuen Variante mit doppelseitiger Bestückung. Vom 5er-Raspi gibt es so eine doppelseitig bestückte Variante nicht.
Upton verspricht derweil, die Preise wieder senken zu wollen, sobald die Speicherkosten fallen. Wann das sein wird, ist allerdings unklar.
(mma)