Heise 26.03.2026
12:00 Uhr

QD-OLED: Samsung behebt auch das zweite große Problem


Eine neue Display-Beschichtung reduziert Lichtreflexionen bei kommenden QD-OLED-Monitoren. Dadurch sollen sie weniger gräulich-violett wirken.

QD-OLED: Samsung behebt auch das zweite große Problem

Samsung Display spendiert neuen QD-OLED-Monitoren eine verbesserte Display-Beschichtung. Sie reduziert laut Herstellerangaben Lichtreflexionen um 20 Prozent und behebt damit ein Problem bisheriger QD-OLED-Modelle: Starker Lichteinfall hellt bislang das gesamte Display auf, wodurch Schwarz nicht OLED-typisch dunkel-satt aussieht, sondern gräulich-violett.

Diese Verfälschung entsteht, weil QD-OLED-Displays keinen sonst üblichen Polarisationsfilter haben. Damit erhöht Samsung die Helligkeit, da der Filter auch Licht von den dahinterliegenden organischen LEDs schlucken würde. Allerdings gelangt das Umgebungslicht dadurch auch bis zur spiegelnden Backplane des OLED und wird dort reflektiert, wodurch sich in heller Umgebung die gesamte Bildschirmfläche aufhellt.

Samsung verspricht in seiner Ankündigung „tiefes Schwarz in jeder Umgebung“ mit der neuen Beschichtung. Alle neuen QD-OLED-Monitore, die ab 2026 erscheinen, erhalten die verbesserte Beschichtung. Samsung nennt sie QuantumBlack. Monitorhersteller geben der Beschichtung eigene Marketing-Namen: etwa Asus Black Shield, Gigabyte Obsidian Shield und MSI Dark Armor.

Die 2026er-Generation kommt so mit gleich zwei großen Fortschritten: einer klassischen Subpixel-Anordnung mit RGB-Streifen, die Farbsäume reduziert, und dem satteren Schwarz.

Die Beschichtung bringt derweil einen weiteren Vorteil: Laut Samsung steigt die Oberflächenhärte auf der Bleistifthärte-Skala von 2H auf 3H. Der Schutzfilm soll folglich hart genug sein, dass keine Kratzer mehr durch Fingernägel entstehen können.

QD-OLED-Displays galten bislang als besonders empfindlich beim Reinigen. Im Bestfall schmiert die neue Beschichtung nicht so schnell; das muss sich allerdings erst noch zeigen.

(mma)