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12.05.2026
12:50 Uhr
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Für das Leben notwendige Moleküle wie Aminosäuren sind noch kein Nachweis für Leben. Das hinterlässt eindeutige Muster, die statistisch nachweisbar sind.

Wie lässt sich Leben nachweisen? Bestimmte Moleküle allein liefern allenfalls einen Hinweis. Aber Aminosäuren werden auf Asteroiden gefunden, auch Fettsäuren können durch nicht-biologische Prozesse entstehen. Sie können also nicht als Beweis dienen. Ein Team von Forschern aus Israel und den USA glaubt, es sei die Ordnung der Moleküle.
Das Team um Gideon Yoffe vom Weizmann Institute of Science in Rechovot in Israel hat herausgefunden, dass Aminosäuren in einer Probe, die von einem Lebewesen stammt, vielfältiger und gleichmäßiger verteilt sind als in abiotischen oder nichtlebenden Materialien. Bei Fettsäuren ist es genau umgekehrt: Abiotisch erzeugte Fettsäuren sind gleichmäßiger verteilt als solche, die durch biologische Prozesse entstehen.
Die Forscher analysierten für die in Nature Astronomy erschienene Studie rund 100 vorhandene Datensätze mit Aminosäuren und Fettsäuren von Mikroben, aus Böden, Fossilien, Meteoriten, Asteroiden und synthetischen Laborproben. Dabei zeigten sich die eindeutigen Organisationsmuster, die biologische Proben von denen aus nicht-lebender Chemie unterschieden.
„Wir zeigen, dass Leben nicht nur Moleküle produziert“, sagte Ko-Autor Fabian Klenner von der University of California in Riverside (UC Riverside). „Leben erzeugt auch ein Ordnungsprinzip, das wir mithilfe statistischer Methoden erkennen können.“
Obwohl die Methode recht einfach ist, erwies sie sich als sehr leistungsfähig: Damit ließen sich biologische und nicht-biologische Proben zuverlässig unterscheiden. Sogar in stark zersetzten Proben war das Prinzip noch erkennbar: Sogar versteinerte Schalen von Dinosauriereiern trugen noch die statistischen Signaturen des urzeitlichen Lebens in sich.
Vorteil ist nach Angaben der Forscher, dass dieser statistische Ansatz für den Nachweis von Leben nicht auf ein bestimmtes Instrument angewiesen ist. Das bedeutet, dass die Methode sich auch auf Daten anwenden lässt, die von den Instrumenten auf geplanten Raumfahrtmissionen gesammelt werden, etwa zum Mars, zum Jupitermond Europa oder zum Saturnmond Enceladus.
Am Ende werde aber nicht eine Methode allein ausreichen, um die Existenz von außerirdischem Leben zu beweisen. „Jede künftige Behauptung, Leben gefunden zu haben, wird mehrere unabhängige Beweislinien erfordern, die im geologischen und chemischen Kontext einer planetarischen Umgebung interpretiert werden müssen“, sagte Klenner. „Unser Zugang liefert einen weiteren Weg, um zu beurteilen, ob dort Leben existiert haben könnte. Wenn verschiedene Methoden alle in dieselbe Richtung weisen, dann ist das sehr überzeugend.“
(wpl)