Heise 09.06.2026
11:44 Uhr

Foldable-Hinweise: iOS 27 bringt passende Features mit


Apple bereitet seine Entwickler auf das iPhone Ultra vor. Dazu gibt es in Xcode neue Funktionen – und auch mehrere passende Strings wurden geleakt.

Foldable-Hinweise: iOS 27 bringt passende Features mit

Offiziell gab es auf der WWDC-2026-Keynote natürlich noch keine Informationen zu Apples erstem faltbaren iPhone. Indizien fanden sich dann aber doch: In der vorgestellten Developer-Software Xcode 27 sowie in Form neuer Framework-Strings, die Entwickler im Code von iOS 27 entdeckt haben. Apple bereitet sich offenbar aktiv auf neue Smartphone-Formfaktoren vor. Derzeit wird im September mit dem iPhone Ultra, wie das Foldable angeblich heißt, gerechnet.

Den ersten Hinweis auf solche Anpassungen gab es während der Keynote, als Softwarechef Craig Federighi kurz den neuen iOS-Simulator in Xcode 27 samt der Preview-Funktion präsentierte. Beides – also Simulator wie Previews – lassen sich nun in diversen Bildschirmgrößen und Seitenverhältnissen einstellen, auch wenn jedes iPhone bislang einen fixen Formfaktor hat. Gleichzeitig soll es einen neuen Skill für Coding-Agenten in Xcode 27 geben, die dabei helfen, Probleme mit der Neuausrichtung einer App zu erkennen und zu beheben.

Bei den Features handelt es sich um eine Änderung, die offenbar nicht nur fakultativ ist: Entwickler müssen künftig darauf vorbereitet sein, dass ihre Apps sich optisch an andere Formate anpassen („Reflow“ nennt sich der Fachbegriff). Interessanterweise machte Apple keine Angaben dazu, warum das überhaupt notwendig ist. Derzeit gibt es ja nur iOS auf iPhones im Quer- und Hochformat sowie iPads mit größerem Bildschirm. Beim iPhone Ultra kommt nun erstmals ein deutlich größerer Innenbildschirm hinzu.

Sam Henri Gold, Produktdesigner und Ingenieur, fand in iOS 27 schließlich zwei Framework-Referenzen, die sich „foldState“ (Status der Faltung) sowie „angleDegrees“ (womöglich Grad der Faltung) nennen. „Das bedeutet ja sicher nichts“, scherzte Gold. Weiterhin entdeckte er eine Referenz auf mehrere eingebaute Displays eines iPhones – auch das gab es bislang noch nicht („MGGetLogicalDeviceDisplayCount“).

Verschiedene Andeutungen in Richtung Foldable lassen sich auch der Platforms State of the Union entnehmen, die Apple gleich nach der WWDC-Keynote ausgestrahlt hatte. Hier wird unter anderem für SwiftUI geworben, mit dem man Apps schnell für verschiedene Bildschirmformate anpassen kann.

(bsc)