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21.04.2026
15:00 Uhr
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Die Effektsuite Nik Collection erhält Effekte für Farbverschiebung, Glas-Look und Lichthöfe sowie Werkzeuge für KI-generierte Tiefenmasken und Color Grading.

DxO erweitert die Software für Fotoeffekte Nik Collection 9 um neue Maskenwerkzeuge und eine ganze Reihe neuer Effekte für Farbverschiebung im Stil Andy Warhols, Verzerrung wie beim Blick durch Glasbausteine und Lichthöfe wie in analogen Filmen. Hinzu kommen ein Color-Grading-Werkzeug und Ebenen-Mischmodi.
Color Efex, das zentrale Werkzeuge der Nik Collection hat in Version 9 drei neue Effektfilter erhalten. Der oben gezeigte Filter „Chromatische Abweichung“ verschiebt einzelne Farbkanäle gegeneinander. So entstehen Farbversätze, die an analoge Druckverfahren erinnern. Fotos wirken dadurch grafischer, was von dezenten Farbsäumen bis zu auffälligem Pop-Art-Look reichen kann. Der erzielte Effekt erinnert an Kunstwerke von Andy Warhol.
Der Glas-Effektfilter simuliert Verzerrungen, wie man sie von strukturiertem oder unebenem Glas kennt. Bildbereiche wirken gebrochen, verschoben oder wellig, als blicke man durch Glasbausteine. Je nach Einstellung entstehen subtile Oberflächenstrukturen oder starke optische Verfremdungen, die das Motiv komplett verändern können.
Das Werkzeug „Lichthof“ ahmt typische Leuchteffekte klassischer Filmaufnahmen nach. Helle Bereiche strahlen weich in dunklere Zonen hinein und erzeugen einen sanften, oft leicht farbigen Schein. Der Effekt verleiht Bildern eine cineastische, warme Atmosphäre, wie man sie aus Sin City oder Blade Runner kennt.
Über KI-gestützte Masken sollen sich Motive im Bild pixelgenau auswählen lassen. Nutzer klicken dazu auf ein Objekt oder markieren einen Bereich grob. Die Software erkennt die relevanten Bildteile nach Angaben von DxO selbstständig.
Die Nik Collection kann außerdem Tiefenkarten erstellen, also eine Einschätzung, welche Bildbereiche näher oder weiter entfernt sind. Auf dessen Grundlage lassen sich Vordergrund und Hintergrund separat maskieren und bearbeiten.
Mit einem neuen Color-Grading-Werkzeug lassen sich in Color Efex Schatten, Mitteltöne und Lichter über ein Farbrad gezielt anpassen. Diese können einzeln verändert oder miteinander verknüpft werden, was eine flexible und zugleich übersichtliche Farbkorrektur ermöglicht. Nach Auswahl eines Helligkeitsbereichs passt man Farbton, Sättigung und Luminanz über Regler an.
Nik Color Efex und Analog Efex unterstützten jetzt jeweils 18 Mischmodi. In Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop dienen sie dazu, Bildebenen miteinander zu verrechnen. In den Nik-Programmen lassen sich über Mischmodi mehrere Effekte kombinieren.
DxO hat außerdem den Workflow mit einer Mouseover-Vorschau beschleunigt. Statt auf Filter klicken zu müssen, reicht es nun, mit dem Mauszeiger darüberzufahren, um eine Vorschau des Effekts auf dem Bild zu sehen.
Die Nik Collection 9 steht ab sofort für Windows und macOS als unbefristete Lizenz zum Kauf zur Verfügung. Sie läuft eigenständig sowie als Plug-in in Adobe Photoshop, Lightroom Classic, Affinity und DxO PhotoLab. Eine Vollversion kostet 169,99 Euro. Ein Upgrade von Version 7 und 8 kostet 89,99 Euro.
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(akr)