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21.05.2026
06:15 Uhr
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GeForce-Grafikkarten nun als Edge Computing + OpenAI-Börsenantrag in Kürze + Samsung-Streik vorerst abgesagt + GMX mit KI-Funktionen für E-Mails + #heiseshow

Nvidia nimmt viele Milliarden US-Dollar in die Hand, um den eigenen Börsenwert weiter aufzubauschen, nachdem der Quartalsumsatz wieder einen neuen Rekordwert erreicht hat. GeForce verschwindet in der Versenkung und wird vom Unternehmen jetzt in der Edge-Computing-Sparte versteckt. Gaming-Umsatz wird gar nicht mehr ausgewiesen. Einer der wichtigsten Nvidia-Partner, OpenAI, hat den Milliardenprozess gegen Musk weitgehend gewonnen. Das ist offenbar ein guter Zeitpunkt für einen großen Börsengang. OpenAI-Chef Sam Altman möchte den Antrag bereits am Freitag stellen, um noch vor dem Konkurrenten Anthropic gelistet zu werden. Derweil atmet die Chipbranche auf, denn der geplante Streik bei Samsung ist vorerst abgesagt. Die Gewerkschaften haben bei den letzten Verhandlungen mit dem Management des südkoreanischen Konzerns kurz vor Fristende eine vorläufige Lohnvereinbarung erzielt. Die Gewerkschaftsmitglieder müssen bei einer Abstimmung in den nächsten Tagen aber noch zustimmen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Nvidia meldet für das vergangene Quartal erneut einen Rekordumsatz. Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum wächst dieser um 85 Prozent, gegenüber dem Vorquartal um 20 Prozent. Das Wachstum ist selbst für Nvidia überdurchschnittlich stark. Die Firma hat durch den KI-Boom längst keine traditionellen Nachfragezyklen mehr. Alles, was Partner wie der Chipauftragsfertiger TSMC herstellen können, verkauft Nvidia. Spieler haben derweil wenig zu lachen. Einmal mehr macht Nvidia klar, dass sich die Firma nicht mehr für sie interessiert: Nvidia strukturiert die Umsatzsegmente zu Data Center sowie Edge Computing um, wobei GeForce nun zu letzterem gehört. Den Gaming-Umsatz, angetrieben von GeForce-Grafikkarten, nennt Nvidia erstmals nicht mehr gesondert. Damit verschwindet GeForce in der Versenkung: Nvidia im KI-Rausch.
Wo Nvidia ist, will OpenAI noch hin. Der KI-Betreiber bereitet sich auf seinen Börsengang vor und wird den grundlegenden Antrag vielleicht schon am Freitag stellen, wie aus Insider-Kreisen zu hören ist. Läuft alles glatt, könnte der Börsengang schon im September erfolgen. Die hochgerechnete Bewertung des Unternehmens soll dann eine Billion US-Dollar übersteigen. Treibende Kraft ist offenbar OpenAI-CEO Sam Altman, der möglichst vor Mitbewerber Anthropic an der Börse notieren will. Finanzchefin Sarah Friar möchte demnach hingegen behutsamer vorgehen. Bedeutsam für die jetzige Eile ist die Milliardenklage Elon Musks und dessen Firma xAI gegen OpenAI und dessen Gründer. Nachdem diese am Montag vor Gericht wegen Verjährung abgewiesen wurde, strebt OpenAI flott an die Börse.
Einer der wichtigen Zulieferer der KI-Branche wird von einem Produktionsausfall verschont. Denn Südkoreas Gewerkschaften haben den 18-tägigen Streik bei Samsung, der heute beginnen sollte, kurzfristig abgesagt, nachdem die Verhandlungsführer in praktisch letzter Minute eine vorläufige Lohnvereinbarung mit dem Samsung-Management erzielt haben. Damit ist die Bedrohung für die derzeit enorm wichtige Speicherproduktion und die Lieferketten aber nicht vom Tisch. Die Gewerkschaftsmitglieder sind jetzt aufgerufen, in den nächsten Tagen über den Vorschlag abzustimmen. Sollten diese die vorläufige Lohnvereinbarung ablehnen, könnte es doch noch zum Streik kommen. Einzelheiten der Vereinbarung sind bislang nicht bekannt, aber der Streik ist in letzter Minute abgewendet: Gewerkschaft erzielt Einigung mit Samsung.
KI zieht jetzt auch bei GMX ein, denn der Anbieter bringt KI-Funktionen in die E-Mail-Postfächer seiner Nutzer. Ein Sprachmodell fasst lange Nachrichten zusammen, übersetzt Texte und erweitert die Suchfunktion. Die Funktionen sind vorerst nur für Nutzer in der DACH-Region freigeschaltet. In der GMX-App für Smartphones fehlen die neuen Features noch. Die Datenverarbeitung erfolgt laut GMX auf eigenen Servern in Deutschland. Außerdem verspricht GMX, Nutzereingaben nicht als Trainingsdaten zu verwenden. Externe Sprachmodelle von Firmen wie OpenAI oder Anthropic sollen nicht zum Einsatz kommen. Stattdessen setzt GMX auf frei verfügbare, vortrainierte Modelle, nennt bislang aber keine Namen: GMX bringt KI-Funktionen wie Zusammenfassen und Übersetzen im Gratis-Postfach.
In der heutigen Ausgabe der #heiseshow geht es unter anderem um die Google I/O und dessen Hauptthema KI. Die Preise für deren Nutzung ziehen deutlich an. Was plant Google und sind die teuren Abo-Preise dafür gerechtfertigt? Wird gute KI bald komplett hinter Paywalls verschwinden? In Deutschland geht derweil der Glasfaserausbau voran, doch nur wenige Haushalte entscheiden sich auch für einen entsprechenden Vertrag. Warum wollen so viele Menschen kein Glasfaser-Internet? Zudem besprechen wir, dass Smart Glasses kaum noch von normalen Brillen zu unterscheiden sind, obwohl man damit in der Öffentlichkeit unbemerkt Filmaufnahmen erstellen kann. Werden Smart Glasses gerade zum Datenschutz-GAU? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: Google I/O, Glasfaserausbau, Mini-Kameras.
Auch noch wichtig:
(fds)