Heise 04.06.2026
06:45 Uhr

Computex: Sparsame Mini-PCs mit Qualcomm Snapdragon X2 Elite und Intel Core 300


Asus präsentiert den ersten Mini-PC mit schnellem ARM-Prozessor. Zudem gibt es auf der Computex lüfterlose Modelle und solche für Embedded-Anwendungen.

Computex: Sparsame Mini-PCs mit Qualcomm Snapdragon X2 Elite und Intel Core 300

Der Trend zu Mini-PCs für Bürorechner hält auf der IT-Messe Computex weiter an: Zahlreiche Hersteller zeigen neue Komplettsysteme und Barebones mit der wenige Monate jungen Prozessorgeneration Qualcomm Snapdragon X2 Elite und Intel Core 300 alias Wildcat Lake. Zur ersteren Sorte zählt der Asus Ascent QN10 im typischen 13 cm × 13 cm × 4 cm kleinen NUC-Gehäuseformat.

Der taiwanische Hersteller packt in den kompakten Zwerg den leistungsstarken Mobilchip Qualcomm Snapdragon X2 Elite X2E-88-100 mit 18 Oryon-Kernen und einer Neural Processing Unit mit 80 Tops Rechenleistung sowie 32 GByte eingelötetes LPDDR5X-8533-RAM. Er nimmt zwei M.2-SSDs auf; einer der beiden Steckplätze unterstützt PCI Express 5.0. Zur weiteren Ausstattung des Ascent QN10 zählen 3 × USB4 mit DisplayPort, HDMI 2.1 und Wi-Fi 7.

Für günstige Notebooks und Mini-PCs brachte Intel im Frühjahr die Mobil-CPU-Serie Core 300 „Wildcat Lake“. Die von Core Ultra 300 „Panther Lake“ abgespeckten Prozessoren haben maximal sechs Kerne (2P+4E), lediglich ein statt zwei Speicherkanäle und eine schwächere KI-Einheit. Mini-PCs damit waren unter anderem an den Ständen von Asus, ECS, Minisforum, MSI, Shuttle und Zotac zu sehen.

Sie können typischerweise bis zu drei Displays per HDMI, DisplayPort und USB-C/Thunderbolt ansteuern. Wegen des kastrierten Speicher-Interfaces nehmen sie nur ein Modul in Form eines DDR5-6400-CSODIMMs oder DDR5-5600-SODIMMs auf. In den Mini-PC Zotac ZP-S35W3 für Embedded-Anwendungen passen wie in den Shuttle NW10U zwei M.2-SSDs, sonst nur eine. Die beiden Zotac-Modelle Zbox CI471nano und ZP-S35W3 kommen im Unterschied zu den anderen Wildcat-Lake-Rechnern ohne Lüfter aus, arbeiten also lautlos.

Christian Hirsch / heise medien

Eine Besonderheit bildet der Asus NUC 16. Ihn gibt es in zwei Varianten. Einmal als normalen Barebone beziehungsweise Komplett-PC mit Windows und zum anderen als Cloud-Variante für Windows 365. Auf dieser läuft nur das abgespeckte Windows Cloud PC (CPC), über das eine Remote-Verbindung zur Cloud aufgebaut wird, in der Betriebssystem, Anwendungen und Daten laufen.

(chh)