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12.05.2026
09:38 Uhr
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Die aktuelle Version des Browsers enthält ein lokales KI-Modell, das künftig nicht nur Daten herunterladen, sondern auch mit Googles Servern reden darf.

Google verbaut in seinem Browser ein lokales KI-Modell, das Funktionen wie Betrugserkennung datenschutzfreundlicher ausführen soll. Eine eigene Javascript-API (Application Programming Interface) wird zudem Webseiten erlauben, mit dem Modell zu interagieren. Nun wirft eine Änderung in den KI-Einstellungen bei Chrome 148 Fragen auf: Funkt die lokale KI nach Hause und verrät dem Suchmaschinenriesen private Daten?
Vor wenigen Tagen berichteten verschiedene Medien über das Tohuwabohu um ungefragt heruntergeladene Daten, nun verglichen Redditoren die Konfigurationseinstellungen der lokalen KI zwischen Chrome 147 und dem kürzlich erschienenen Chrome 148. Sie fanden heraus, dass ein kurzer, aber wichtiger Halbsatz fehlt.
Hieß es in Chrome 147 noch: „[..] KI-Modelle verwenden, die direkt auf deinem Gerät ausgeführt werden, ohne deine Daten an Google-Server zu senden“, fehlt der letzte Halbsatz in der aktuellen Chrome-Version. Wir konnten das auf einem Redaktionsgerät mit macOS nachvollziehen, die Option findet sich in den Systemeinstellungen des Browsers (chrome://settings/system).
Der Zweck der Änderung ist unklar. Womöglich möchte sich Google tatsächlich das Recht einräumen, die lokale KI durch Ergebnisse der cloudbasierten LLM anzureichern, womöglich handelt es sich auch um die Vorbereitung auf das „Prompt API“, das man in Mountain View offenbar derzeit im Eiltempo in den Browser einbaut.
Skeptiker können das lokale KI-Modell abschalten, Google merkt jedoch in der Chrome-Hilfe an: Das spare zwar Speicherplatz, schränke aber KI-basierte Leistungsmerkmale ein. Das könnten etwa Hilfen beim Schreiben oder Umschreiben sein, Betrugswarnungen, Ordnung in Browsertabs oder Zusammenfassung von Webseiten.
(cku)