Im Wirbel um die heftige Rangelei von Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni in der Kabine von Real Madrid will Trainer Álvaro Arbeloa auf weitere Sanktionen gegen das Duo verzichten. „Was ich nicht tun werde, ist, sie auf einem Scheiterhaufen auf dem Stadtplatz zu verbrennen, denn das haben sie nicht verdient. Es ist Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen“, sagte der Coach des spanischen Fußball-Rekordmeisters am Tag vor dem Clásico gegen den Tabellenersten FC Barcelona. Wegen des Vorfalls hatte der Klub die beiden Fußballprofis zu einer saftigen Geldstrafe von jeweils 500.000 Euro verdonnert. Bei der angeblichen Prügelei hatte sich Valverde laut spanischen Sportmedien an einer Tischkante eine blutende Wunde am Kopf zugezogen. Der Uruguayer hatte danach allerdings betont, sein französischer Teamkollege Tchouaméni habe ihn nicht geschlagen und er ihn auch nicht. Arbeloa bezeichnete den Streit als „sinnlos“ und versicherte: „Meine Spieler haben ihren Fehler eingesehen, ihre Reue zum Ausdruck gebracht und um Vergebung gebeten.“ Der glücklose Trainer steht bei den „Königlichen“ nach einer enttäuschenden Saison vor dem Aus. Er hatte erst Anfang des Jahres Xabi Alonso abgelöst, doch die Saison droht titellos für ihn zu enden. Gewinnt Real am Sonntag (21.00 Uhr/DAZN) nicht in Barcelona, sind die Katalanen vorzeitig Meister. Spekulationen um Comeback von Mourinho Unterdessen verdichten sich die Spekulationen um ein mögliches Comeback von José Mourinho als Real-Trainer. Einem Bericht von „The Athletic“ zufolge laufen Gespräche mit dem Berater des 63-Jährigen Portugiesen. Treibende Kraft hinter den Bemühungen soll Klubchef Florentino Pérez sein. Dem Bericht zufolge besitzt Mourinho bei seinem aktuellen Arbeitgeber Benfica Lissabon eine Ausstiegsklausel aus seinem noch bis Mitte 2027 laufenden Vertrag. Demnach müsste Real eine Ablöse von rund drei Millionen Euro für den Starcoach zahlen. Direkte Verhandlungen zwischen den beiden Vereinen habe es bisher aber noch nicht gegeben. Auch Mourinho selbst hatte zuletzt persönliche Gespräche mit Real bestritten. Mourinho war bereits von 2010 bis 2013 Trainer der „Königlichen“ und unterhält immer noch ein freundschaftliches Verhältnis zu Pérez. Spanische Medien wollten zuletzt erfahren haben, dass der Klubchef dem Portugiesen per Video schon ein erstes Angebot unterbreitet hat. Mourinho habe für eine Rückkehr nach Madrid Bedingungen gestellt, heißt es. Unter anderem wolle er völlig freie Hand bei Personalentscheidungen haben.
