FAZ 06.05.2026
09:22 Uhr

Rhein-Main-Liveblog: Vier Haftbefehle nach Schüssen von Gießen erlassen


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Rhein-Main-Liveblog: Vier Haftbefehle nach Schüssen von Gießen erlassen

Durchsuchungsaktion gegen Neonazis in FrankfurtFrankfurt. Bei einer bundesweiten Durchsuchungsaktion gegen mutmaßliche Rechtsextremisten sind die Ermittler in Frankfurt gegen einen oder mehrere Beschuldigte vorgegangen. Insgesamt durchsuchten rund 600 Beamte 50 Wohnungen oder andere Gebäude in 12 Bundesländern. 36 Verdächtigen wird die Bildung oder Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung in den rechtsextremistischen Gruppierungen „Jung und Stark“ sowie „Deutsche Jugend voran“ vorgeworfen, wie die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Es habe keine Festnahmen gegeben. Die beiden Gruppierungen bestünden seit Mitte 2024. (dpa)

Viel Regen in Hessen erwartet Offenbach. Wer in den kommenden Tagen in Hessen unterwegs ist, ist wohl mit Regenschirm und Regenjacke gut beraten. Im Tagesverlauf ist es stark bewölkt und es regnet gebietsweise, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Örtlich sind Gewitter möglich und es weht ein mäßiger Wind. Die Höchsttemperaturen liegen bei 14 bis 16 Grad in der Nordhälfte, im Südwesten bei 17 bis 20 Grad. In der Nacht zum Donnerstag bleibt es regnerisch. Die Temperaturen fallen auf 6 bis 10 Grad. Der Donnerstag zeigt sich wolkig mit örtlichen Schauern, auch Gewitter sind möglich. Die Temperaturen liegen nach Angaben des DWD zwischen 13 und 17 Grad, in den Hochlagen bei 10 Grad. Es weht ein schwacher Wind aus Nord bis Nordost. In der Nacht zum Freitag lockert es teils auf, gebietsweise zieht jedoch Nebel auf. Die Tiefstwerte liegen zwischen 5 und 8 Grad. Am Freitag löst sich der Nebel wieder auf, es bleibt aber überwiegend bewölkt. Nachmittags sind einzelne Schauer möglich, wie der DWD mitteilte. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 17 und 22 Grad, in den Hochlagen bei 15 Grad. Es weht ein schwacher bis mäßiger Wind. (dpa)

Polizeibeamtin bei Unfallaufnahme auf Autobahn angefahrenFulda. Eine Polizeibeamtin ist bei einer Unfallaufnahme auf der A7 von einem Auto angefahren worden. Die 31 Jahre alte Frau wurde leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Demnach war ein 53 Jahre alter Mann am Dienstagabend in Richtung Fulda unterwegs, als ein Polizeiwagen aufgrund einer anderen Unfallaufnahme auf dem dortigen Standstreifen stand. Blaulicht und Warnblinker des Streifenwagens seien eingeschaltet gewesen. Nach Angaben der Polizei verlor der 53 Jahre alte Mann beim Abbremsen seines Pkw die Kontrolle über das Fahrzeug und wurde nach rechts in Richtung Schutzplanke geschleudert. Dabei sei die Polizistin, die neben dem Polizeiwagen gestanden habe, erfasst und in Richtung Böschung geschleudert worden. Sie sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Der 53 Jahre alte Autofahrer wurde nicht verletzt, wie es hieß. Die Südfahrbahn der A7 in Richtung Fulda/Hünfeld sei zwischenzeitlich voll gesperrt worden. Der Schaden wurde auf rund 60.000 Euro geschätzt. (dpa)

Darmstadt: Technischer Defekt Ursache für Brand in ForschungszentrumDarmstadt. Nach dem Brand auf dem Gelände des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt haben die Ermittlungen einen wahrscheinlichen technischen Defekt als Ursache bestätigt. Zu diesem sei es in einem Schaltschrank gekommen, teilte das Helmholtzzentrum mit.„Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen können nun die weiteren Aufräum- sowie Instandsetzungsarbeiten am Brandort und an den dortigen technischen Anlagen aufgenommen werden“, heißt es in einer Mitteilung. In den angrenzenden, ebenfalls vom Brand betroffenen Bereichen habe es bereits kurz nach dem Ereignis Reinigungs- und Wiederherstellungsarbeiten gegeben. Die Herstellung der Infrastruktur habe höchste Priorität. Das Feuer auf dem Gelände des GSI war am Morgen des 5. Februar ausgebrochen.Die Forscherinnen und Forscher im GSI beschäftigen sich mit der Entwicklung des Universums und dem Aufbau der Materie. Das Forschungszentrum ist für seine Beschleunigeranlage für Ionen bekannt. Auf dem Gelände entsteht seit einigen Jahren eine Anlage mit Teilchenbeschleunigern für ein internationales Forschungsprojekt, das mehrere Milliarden Euro Investitionen beinhaltet. Die neue Anlage war nicht direkt betroffen. (dpa)

Sportwagen nach Unfall im Feld abgestellt: Polizei Hanau hat Spur Hanau. Die Polizei hat nach eigenen Angaben eine vielversprechende Spur zu dem Autofahrer, der einen völlig demolierten Sportwagen auf einem Feld bei Hanau abgestellt hat. Eine Zeugenaussage habe die Identifizierung deutlich vorangebracht, erklärte die Polizei auf Anfrage. Sie rechnet mit einem baldigen Ermittlungserfolg.Bislang war demnach eine Identifizierung der Person nicht möglich. Es könne nicht zwingend davon ausgegangen werden, dass Halter und Fahrer dieselben Personen seien, sagte ein Sprecher. Am Donnerstagabend soll der Sportwagen auf der A66 ins Schleudern geraten und zweimal gegen eine Leitplanke gestoßen sein. Der Fahrer habe das Auto dann auf einem Feld in der Nähe der B45 abgestellt. Dabei habe er ausgelaufene Betriebsmittel und Trümmerteile hinterlassen, so die Polizei. Die Beamten schätzen den Gesamtschaden an Auto und Leitplanke auf über 120.000 Euro. (dpa)

Diebe stehlen 370 Meter Kabel von BaustelleNiestetal. Unbekannte haben am ersten Maiwochenende auf einer Baustelle im nordhessischen Niestetal ein 370 Meter langes Starkstromkabel entwendet. Dazu haben die Täter laut Polizei auf einem umzäunten Baustellengelände einen Stromverteilerkasten aufgebrochen, den Strom abgestellt und das Baustromkabel abgeschnitten. Es sei davon auszugehen, dass die Täter das schwere Kabel, das mehrere tausend Euro wert ist, in einem größeren Fahrzeug abtransportiert haben, schreibt die Polizei. 

Zwei Verletzte nach Unfall mit Schulbus bei KirchheimKirchheim. Glimpflich ist am frühen Dienstagmorgen ein Unfall mit einem Schulbus auf der Autobahn A7 an der Anschlussstelle Kirchheim ausgegangen. Der Fahrer des Busses und ein 13 Jahre altes Mädchen wurden dabei der bisherigen Einschätzung nach leicht verletzt, wie die Polizei am späten Vormittag berichtet.Ihren Ausführungen zufolge ist der Bus beim Auffahren auf die A7 mit einem Sattelzug eines 52 Jahre alten Fahrers aus der Ukraine zusammengestoßen. Beide Fahrzeuge waren in nördlicher Richtung unterwegs. Nach der Kollision sei der Bus, in dem Passagiere, fast alle Schüler, saßen, rechts auf einen Parkplatz gerollt. Dort ist er auch noch gegen den Auflieger eines geparkten Sattelzuges und ein weiteres Fahrzeuggespann geprallt. Erst auf dem Grünstreifen stoppte das Fahrzeug. Die Kinder aus dem Bus, bei dem zumindest Scheiben zu Bruch gegangen sind, wurden in ein Betreuungszentrum in Kirchheim gebracht und dort versorgt, der 37 Jahre alte Fahrer und die Dreizehnjährige kamen ins Krankenhaus. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf 150.000 Euro. Die Anschlussstelle Kirchheim war für mehrere Stunden gesperrt.

Unfall auf der A7 bei Kirchheim: Schulbus fährt auf Lkw aufKirchheim. Mindestens eine Person wurde am Dienstagmorgen bei einem Zusammenstoß zwischen einem Schulbus und eine Lkw verletzt. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 7 Uhr auf der Autobahn A7 auf Höhe der Anschlussstelle Kirchheim.  Der Schulbusfahrer sei auf den Lkw aufgefahren.  Die Rettungskräfte sind noch im Einsatz, die Auffahrt Kirchheim in nördlicher Fahrtrichtung ist gesperrt. 

Wiesbaden: Acht Mülltonnen-Brände in einer Nacht Wiesbaden. Die Polizei in Wiesbaden berichtet von einer Brandserie in der Nacht zum Dienstag. An insgesamt acht Orten in der Innenstadt, in Biebrich sowie am Gräselberg brannten Mülltonnen. In einem Fall habe das Feuer auf die Fassade eines Wohngebäudes übergegriffen und höheren Schaden angerichtet. Verletzt wurde bei den Bränden niemand, wie die Polizei anfügt. Ihre Beamten hätten auf der Suche nach den Brandstiftern mehrere Personen kontrolliert, bei keiner habe sich ein Tatverdacht ergeben. Die Wiesbadener Kriminalpolizei bittet Zeugen, sich zu melden. 

Freund der Ex-Partnerin erstochen: Mordprozess in Frankfurt Frankfurt. Ein Mann soll den neuen Freund seiner Ehefrau mit 77 Messerstichen getötet haben. Heute beginnt im Frankfurter Landgericht der Prozess gegen den 37-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord vor. Im Juli 2025 soll der Bulgare zunächst in das Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Bonames eingedrungen sein. Als seine dort von ihm getrennt lebende Ehefrau die Tür ihrer Wohnung öffnete, soll er zunächst die 31-Jährige mit einem mitgebrachten Küchenmesser angegriffen und am Arm verletzt haben. Dann soll er in die Wohnung eingedrungen und dort den Freund der Frau mit dem Messer umgebracht haben. Der 46-Jährige starb noch am Tatort. Nur wenige Tage zuvor war dem Mann die elektronische Fußfessel abgenommen worden, mit der sein Aufenthaltsort überwacht worden war. Er hatte sie getragen, nachdem wegen häuslicher Gewalt ein Annäherungsverbot erlassen wurde. 

Fußgängerin in Limburg von Auto schwer verletztLimburg. Eine Fußgängerin ist in Limburg von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden. Die 38 Jahre alte Frau hatte eine Straße an einem Fußgängerüberweg überqueren wollen und wurde dabei von einer 87 Jahre alten Fahrerin übersehen, wie die Polizei mitteilte. Die Fußgängerin wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. (dpa)

Schauer und Gewitter in Hessen erwartet Offenbach. Auf Hessen kommt eine unbeständige und teils unwetterartige Wetterphase zu. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, steigt ab Dienstagnachmittag die Gefahr von Schauern und Gewittern im gesamten Bundesland deutlich an. Dabei kann es örtlich zu Starkregen kommen, auch einzelne Unwetter sind nicht ausgeschlossen.Besonders am Dienstagabend und in der Nacht zum Mittwoch rechnen die Meteorologen verbreitet mit teils unwetterartigem Regen, der von Gewittern durchsetzt sein kann. Erst in der zweiten Nachthälfte soll sich die Lage allmählich beruhigen. Die Temperaturen erreichen am Dienstag Höchstwerte zwischen 16 und 21 Grad.In der Nacht zum Mittwoch bleibt es vielerorts bedeckt und regnerisch. Vor allem im Norden kann es länger anhaltenden Starkregen geben, während die Niederschläge im Süden bereits nachlassen. Die Temperaturen sinken auf 10 bis 6 Grad, in höheren Lagen bis auf 4 Grad.Am Mittwoch setzt sich das wechselhafte Wetter fort: Bei meist starker Bewölkung treten gebietsweise Schauer und vereinzelt Gewitter auf, vor allem im Norden. Die Höchstwerte liegen zwischen 14 und 20 Grad. Auch am Donnerstag bleibt es überwiegend wolkig mit weiteren Schauern und möglichen Gewittern bei maximal 13 bis 17 Grad. (dpa)

Radfahrerin in Dieburg angefahren, Autofahrer flüchtet Dieburg. Nach einem Unfall mit Fahrerflucht im südhessischen Dieburg sucht die Polizei nach einem bislang unbekannten Autofahrer. Wie die Beamten mitteilten, soll der Mann einer 18 Jahre alte Radfahrerin am Montag die Vorfahrt genommen haben. Es kam zum Zusammenprall zwischen dem Fahrrad und dem Wagen, woraufhin die junge Frau den Angaben nach stürzte und sich leicht verletzte. Der Fahrer des Autos soll seine Fahrt anschließend fortgesetzt haben, ohne sich um den Unfall zu kümmern. Die Polizei sucht nun nach Zeugen. (dpa)

Zwölf Jahre Haft für Odenwälder wegen MissbrauchsDarmstadt. Das Landgericht Darmstadt hat einen 52 Jahre alten Odenwälder zu zwölfeinhalb Jahren Freiheitsstrafe wegen zahlreicher Fälle schweren sexuellen Kindesmissbrauchs bis hin zur Vergewaltigung verurteilt. Zudem verfügte die Kammer, dass der Mann nach der Haft in der Sicherungsverwahrung untergebracht wird. „Sie haben schwere Schuld auf sich geladen“, sagte der Vorsitzende Richter Daniel Schledt in der Urteilsbegründung.Die Staatsanwaltschaft, die auf 13,5 Jahre Haft plädiert hatte, hatte 75 Fälle zwischen den Jahren 2005 und 2024 angeklagt. Zu allen Anklagepunkten gab es Fotos und Videos, vom Angeklagten selbst angefertigt. Unter den elf Geschädigten - zu den Tatzeitpunkten vorpubertäre Jungen - war auch sein damals acht Jahre alter Stiefsohn. Der Odenwälder, der mit seiner Frau drei eigene, inzwischen erwachsene Kinder hat, hatte alle Vorwürfe „uneingeschränkt“ gestanden.Mit dem Urteil war das Gericht weitgehend der Staatsanwaltschaft gefolgt. Die Verteidigung hatte kein Strafmaß genannt, aber eine eingeschränkte Schuldfähigkeit des Angeklagten wegen seiner Pädophilie geltend gemacht. Das sah die Kammer nicht so. Bei den Fotos und Videos sei praktizierte Steuerung zu erkennen, so der Vorsitzende Richter. Zudem habe der Mann stets sozial adäquat agiert. Der Facharbeiter war unter anderem Elternbeirat. Eltern seiner Opfer hatten ihn als sympathisch geschildert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (dpa)