FAZ 06.10.2026
07:27 Uhr

Rhein-Main-Liveblog: Fahrer wird nach Unfall auf A3 überfahren und stirbt


Was ist los in Frankfurt & Hessen? Lesen Sie aktuelle News & Nachrichten im News-Ticker von heute ► Was heute wichtig ist, erfahren Sie bei der F.A.Z.

Rhein-Main-Liveblog: Fahrer wird nach Unfall auf A3 überfahren und stirbt

Häuser evakuiert: Gasalarm in RomrodRomrod. Auf dem Gelände eines Unternehmens in Romrod im Vogelsbergkreis tritt giftiges Gas aus. Die Feuerwehr hat deshalb eine Alarmmeldung veröffentlicht und Anwohner rund um die Neue Straße aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Zur Ursache ist noch nichts bekannt. Wie die Gemeinde auf ihrer Website schildert, besteht eine Gesundheitsgefahr durch giftige oder ätzende Dämpfe. Zudem werde vor einem hohen Risiko für Brände und Explosionen gewarnt.Deshalb sind Anwohner und Beschäftigte aufgefordert, die Gefahrenzone zu verlassen, in der weiteren Nachbarschaft sollten Fenster und Türen geschlossen werden, Lüftungen und Klimaanlagen sollte man abschalten. Die Bürger werden aufgefordert, auf ihre Nachbarn zu achten, sie zu informieren und wo nötig, ihnen zu helfen. Besondere Vorsicht gelte, wo Zischgeräusche oder ein gastypischer Geruch wahrnehmbar sind. Um Explosionen vorzubeugen, dürfen im Umfeld des Unternehmens keine Streichhölzer, Feuerzeuge und ähnliche Zündquellen benutzt werden, auch brennende Zigarretten und jede andere Form von offenem Feuer könnten ein Unglück auslösen. Sowie die Gefahr vorüber ist, werde Entwarnung gegeben.

Unfall nach Spurwechsel: A3 bei Obertshausen stundenlang gesperrtObertshausen. Nach einem misslungenen Spurwechsel hat es auf der Autobahn A3 am Dienstagmorgen einen schwerwiegenden Unfall bei Obertshausen gegeben. Nach Angaben der Polizei wollte ein Audi-Fahrer gegen 6 Uhr morgens auf die linke Spur fahren, ist dabei zunächst gegen einen Lastwagen und danach gegen einen Kleintransporter geprallt. Dieser wiederum fuhr deshalb gegen die Leitwand. Nur einer der Unfallbeteiligten wurde leicht verletzt, doch für die Bergungsarbeiten musste die Autobahn in Fahrtrichtung Köln mehrere Stunden lang gesperrt werden. Es kam zu kilometerlangen Staus im morgendlichen Berufsverkehr. 

Keine Züge zwischen Kassel und Fulda nach Unfall eines GüterzugsKassel. Ein Güterzug ist auf der Bahnstrecke bei Kassel mit einem Gegenstand von einer Baustelle kollidiert. Dadurch habe es Schäden an der Leit- und Sicherungstechnik gegeben, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Eine Achse der Lok sei entgleist. Fernverkehr und Güterverkehr werden laut Sprecher umgeleitet, im Nahverkehr komme es zu Teilausfällen. Betroffen sei die Strecke zwischen Kassel und Fulda. „Es kommt zu Teilausfällen und Verspätungen wegen einer Streckensperrung in Kassel-Oberzwehren“, schreibt der RMV auf seiner Webseite. Betroffen sind demnach der RB5, RE5, RE30, RE50 und der RE98. „Ein Busnotverkehr zwischen Kassel und Guntershausen wird geplant.“ (dpa)

Schwerer Unfall bei Dauphtetal: Achtzehnjähriger stirbt, zwei Jugendliche schwer verletztDauphtetal. Bei einem Frontalzusammenstoß eines Autos mit einem Lkw in Mittelhessen ist ein 18-Jähriger ums Leben gekommen. Eine 17-Jährige und ein 19-Jähriger, die mit im Wagen saßen, seien schwer verletzt, teilte die Polizei mit. Der Fahrer und Beifahrer im Lastwagen haben leichte Verletzungen. Alle vier wurden in Krankenhäuser gebracht.Ersten Erkenntnissen zufolge kam der Wagen des 18-Jährigen am frühen Abend in einer Kurve von der Straße ab, geriet ins Schleudern und kollidierte dann mit dem entgegenkommenden Lkw. Der Autofahrer starb noch am Unfallort.Der Unfall ereignete sich den Angaben zufolge auf der Landesstraße 3042 in Dautphetal – zwischen den Ortsteilen Hommertshausen und Mornshausen im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Die Straße war viele Stunden voll gesperrt. Die Polizei sucht noch Zeugen. (dpa)

Umwelthilfe kritisiert geringe Zahl an Elektrobussen in Wiesbaden, Mainz und FrankfurtWiesbaden. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert von deutschen Städten einen stärkeren Einsatz von Elektrobussen. In einem Vergleich der 40 größten Städte Deutschlands fahre nur in Mannheim, Freiburg und Karlsruhe über die Hälfte der Busse batterieelektrisch, teilte die DUH mit. Stichtag für die Erhebung war der 31. Dezember 2025. Nachholbedarf gibt es nach Ansicht der Organisation unter anderem in vier untersuchten Großstädten in Hessen und Rheinland-Pfalz.In der DUH-Aufstellung liegt Wiesbaden auf Platz 21, Frankfurt auf Rang 23, Mainz auf Platz 25 und Kassel auf Platz 26. Alle Städte befinden sich damit laut Umwelthilfe in einem roten Bereich, der einen deutlichen Handlungsbedarf signalisiere. Die Bewertung berücksichtigt den Angaben zufolge sowohl den aktuellen Anteil batterieelektrischer Busse im Bestand als auch die geplanten Neubeschaffungen.Die Elektrobus-Quote liegt laut DUH in Wiesbaden bei 40,2 Prozent, in Frankfurt bei 18,1 Prozent, in Mainz bei 14,8 Prozent und in Kassel bei 14,0 Prozent. Berücksichtigt in der Platzierung wurde auch die Quote von Bussen mit Verbrennungsantrieb bei Neubeschaffungen. Das Saarland taucht in der Aufstellung nicht auf.Insgesamt fahren den Angaben zufolge noch fast 80 Prozent der Busse in den befragten Großstädten mit Dieselantrieb. Fast die Hälfte der Städte wolle zwischen 2026 und 2030 neue Verbrennerbusse kaufen. (dpa)

Leerstehendes Wohnhaus in Eschwege steht in FlammenEschwege. Ein leerstehendes Wohnhaus in Eschwege (Werra-Meißner-Kreis) brennt. Der Brand sei in der Nacht gemeldet worden und die Löscharbeiten dauerten noch an, teilte die Polizei mit. „Eine Begehung der Gebäudeteile – auch zum Zwecke der Absuche nach Personen – kann erst nach Abschluss der Löscharbeiten erfolgen.“Die Feuerwehr gehe davon aus, dass die Löscharbeiten noch drei bis fünf Stunden dauern könnten. „Nach derzeitigem Stand kann auch eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden“, hieß es.Das leerstehende Wohnhaus habe mehrere Geschosse und auch Nebengebäude seien von dem Brand betroffen. Die Statik müsse durch einen Gutachter geprüft werden. (dpa)

Frankfurt: Buchpreis für Shida BazyarDer Deutsche Buchpreis geht an Shida Bazyar. Die Ehrung für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres wurde der Autorin am Montagabend im Kaisersaal des Frankfurter Römers überreicht. Ihr Roman „Die Lücken“ schildert die Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bürger einer deutschen Kleinstadt, die Jahrzehnte später zur Zuflucht für zwei iranische Flüchtlingsfamilien wird. „Die Lücken“ reflektiere fast 100 Jahre deutschen Lebens und sei ein „Roman gegen Gleichgültigkeit“, so die Jury. Sie empfinde kaum Freude, sagte Bazyar im Kaisersaal: „Im Moment gibt es keine Minderheit in Deutschland, die keinen Grund zur Sorge hat.“ (balk.)

Verfolgungsjagd in Gießen: Einbrecher fliehen vor PolizeiIn Gießen ist ein mutmaßliches Einbrecher-Duo mit dem Auto vor der Polizei geflohen. Am Sonntagnachmittag hatte ein Zeuge zwei verdächtige Männer beobachtet, wie die Polizei Mittelhessen mitteilte. Noch bevor die Einsatzkräfte eintrafen, stiegen die Männer in ein Auto und fuhren davon. Die Flucht führte das Duo durch Teile der Innenstadt. Da das Fluchtauto zwischenzeitlich mit hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei und dabei Passanten gefährdet worden seien, habe die Polizei die Verfolgung abgebrochen, teilten die Beamten mit. Laut Mitteilung fand die Polizei zwar kurze Zeit später das Auto, die Insassen waren jedoch geflohen. Bei der Verfolgungsjagd wurde niemand verletzt, allerdings verursachte der Fahrer des Fluchtautos einen Unfall mit einem anderen Wagen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise. (dpa)

Nach Einsturz: Neues Dach für Elisabethkirche in KasselNach dem Einsturz des Dachs der Elisabethkirche in Kassel vor fast drei Jahren geht der Wiederaufbau voran. Das Gotteshaus soll nun ein neues Dach bekommen, wie der Pfarrgemeinderat der Kirche mitteilte. Über die Arbeiten informiert am Dienstag (11 Uhr) unter anderem der Diözesanbaumeister des Bistums Fulda, Martin Matl.Das Dach war am 6. November 2023 auf voller Länge eingestürzt. Ein Kirchenmitarbeiter, der zum Zeitpunkt des Einsturzes im Gebäude war, blieb unverletzt.  Einem Gutachten aus dem Jahr 2024 zufolge hatte ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren zu dem Einsturz der 1959/1960 gebauten Dachkonstruktion geführt. Demnach war die Verleimung der Holzträger aus heutiger Sicht mangelhaft. Die Träger hätten nach dem heutigen Stand der Technik größer dimensioniert sein müssen. Zudem traten über Jahre hinweg witterungs- und konstruktionsbedingte zusätzliche Spannungen in der Dachkonstruktion auf. Eine nachträgliche Materialprüfung durch Wissenschaftler der Universität Kassel bestätigte kürzlich, dass fehlender beziehungsweise unregelmäßig aufgetragener Leim der Grund für den Dacheinsturz war. (dpa)

Junger Roter Panda jetzt auch im FreienKronberg. Vier Monate lang mussten sich die Panda-Fans gedulden, jetzt ist es so weit: Das im Juni geborene Jungtier kann von Besuchern des Opel-Zoos beim Klettern im Gehege bestaunt werden. Bisher war das, wie der Zoo in Kronberg mitteilt, allenfalls einmal in den Abendstunden möglich. Wenn die Luft draußen etwas abgekühlt sei, habe die Mutter den Kleinen ab und zu schon im Freien herumgetragen. Ansonsten aber wuchs das männliche Jungtier in der Wurfhöhle auf. Nun lerne es, übrigens auch vom Vater, „was so ein Junges eben lernen muss“, heißt es aus dem Opel-Zoo. In den Bergwäldern in Nepal, Myanmar und China leben die vom Aussterben bedrohten Roten Pandas, auch Katzenbären genannt, in 1.800 bis 4.000 Meter Höhe. Das Fell wappnet sie gegen Kälte. Im Taunus ist es auf rund 300 Metern Höhe im Schnitt deutlich wärmer. Dann lassen sich die Roten Pandas in den Mittagsstunden oft beim Ruhen in den Bäumen beobachten – wobei es die Fellfarbe leicht macht, sie zu entdecken.

Angriff auf Polizisten in DarmstadtDarmstadt. Nach einem gewaltsamen Streit mit einer Frau hat ein junger Mann in Darmstadt einen Polizisten angegriffen. Die Auseinandersetzung zwischen dem Neunundzwanzigjährigen und einer 20 Jahre alten Frau hatte sich in der Nacht zu Sonntag abgespielt, wie die Polizei am Montag berichtet hat. Als eine Streife eintraf, wollte der Mann sich nicht beruhigen und verhielt sich aggressiv gegenüber den Einsatzkräften. Bei seiner Festnahme kratzt er einen Polizisten und bespuckte hin. 

Diebinnen bestehlen alte Damen in DarmstadtDarmstadt. In zwei Fällen haben Diebinnen am Wochenende mit der Masche Kettentrick alte Damen in Darmstadt um ihren Schmuck erleichtert. Am Samstagmittag verwickelte eine 30 Jahre alte Täterin im Stadtteil Kranichstein eine 88 Jahre alte Frau, umarmte sie und stahl dabei die Kette vom Hals, wie die Polizei am Montag gemeldet hat. Am Sonntagvormittag gingen zwei Diebinnen am Haardtring auf eine 89 Jahre alte Frau zu und boten ihr Modeschmuck an. Eine der Täterinnen legte der Dame eine Kette um und nahm dabei deren eigene Kette sowie Ringe an sich. Die Polizei sucht für beide Fälle nach Zeugen, die sich unter Telefon 06151/9690 melden können.

Fischsterben in RüsselsheimRüsselsheim. Im Börnchensee, einem Baggersee im Rüsselsheimer Stadtteil Bauschheim, sind viele Fische verendet. Barsche, Hechte, Karpfen und zahlreiche andere Fischarten trieben in der vergangenen Woche tot auf dem Wasser. Ursächlich war Sauerstoffmangel. Auch das schnelle Eingreifen eines Landwirts, der dem See Wasser und damit Sauerstoff zuführte, konnte den größten Teil der Fische nicht mehr retten. Rund 90 Prozent der Tiere waren tot und wurden von Anglern, der DLRG und dem Städteservice geborgen und entsorgt.Schon 2016 und 2019 gab es nach Mitteilung der Stadtverwaltung ein ähnliches Fischsterben in dem See. Seitdem wird das Wasser regelmäßig analysiert. Ein Problem ist der hohe Sulfatzustrom durch die geologischen Verhältnisse am See. Die Untere Naturschutzbehörde vermutet als Ursache aber auch die ungewöhnlich hohen Temperaturen der vergangenen Wochen. Das dadurch erwärmte Wasser binde weniger Sauerstoff, der durch das Zersetzen der Algen weiter reduziert werde.Gemeinsam mit dem Gewässerschutzbeauftragen wolle das Amt für Umwelt- und Klimaschutz eine langfristige Strategie für den See entwickeln, um ihn als Stadtgewässer dauerhaft zu sichern. Generell übe der Klimawandel Druck vor allem auf kleinere Gewässer aus. Eine künstliche Belüftung soll den Sauerstoffgehalt des Sees in kritischen Monaten stabilisieren. Inzwischen habe sich der Zustand des Gewässers wieder deutlich verbessert, teilte die Stadt nach einer umfassenden Wasseranalyse mit. (erle.)

Ideensammlung für Frankfurter MerianplatzFrankfurt.  Auf Basis einer Umfrage im Internet will das Projekt Green it up! über den kommenden Winter Ideen entwickeln für eine Aufwertung des Merianplatzes und den unteren Teil der Berger Straße. Das haben die Verantwortlichen des Kooperationsprojekts mitgeteilt. In den kommenden Monaten wollen sie herausfinden, was die Anwohner sich für ihr Wohnviertel wünschen. „Die Rückmeldungen werden im Winter ausgewertet und fließen in die weitere Planung ein“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Nicht jede Idee wird sich umsetzen lassen. Die Ergebnisse helfen aber dabei, Schwerpunkte zu setzen, Anliegen sichtbar zu machen und gemeinsam konkrete Ideen weiterzuentwickeln.“Von 2022 bis 2025 habe der Schwerpunkt von Green it up! vor allem auf gemeinschaftlicher Entsiegelung und Begrünung gelegen. Am Merianplatz werde dieser Ansatz nun erweitert: Künftig stünden stärker Klimaanpassung, Stadtgesundheit, Wasser, Bildung und Beteiligung im Mittelpunkt.Der Merianplatz ist nach Angaben von Green it up! zum Arbeitsschwerpunkt geworden, nachdem zwei vergiftete Platanen gefällt werden mussten. Der Vorfall habe viele Menschen im Quartier bewegt und sichtbar gemacht, welche Bedeutung Bäume, Schatten und Grün für die Lebensqualität hätten. Weitere Informationen gibt es unter www.greenit-up.de.