FAZ 24.07.2026
16:00 Uhr

Reisehinweis wegen Waldbrand: Was Urlauber in Spanien beachten sollten


In Spanien breiten sich mehrere Waldbrände aus. Tausende mussten ihre Häuser verlassen. Auch Urlauber müssen mit Einschränkungen rechnen. Und bald steht eine Sonnenfinsternis an.

Reisehinweis wegen Waldbrand: Was Urlauber in Spanien beachten sollten

In mehreren Regionen Spaniens sind Waldbrände ausgebrochen. Anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen begünstigen die Ausbreitung der Feuer. Für die Regionen Madrid und Ávila haben die Behörden den Notstand ausgerufen. Der spanische Wetterdienst warnt vor der dritten Hitzewelle des Jahres mit Höchstwerten von bis zu 44 Grad. Durch starken Wind breiten sich südöstlich von Madrid drei große Waldbrände weiter aus. Mehr als 6000 Hektar Land wurden bereits zerstört, über 11.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, darunter Bewohner mehrerer Altersheime. Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach von einer „dramatischen“ Lage, während Madrids Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso das Feuer als „den schlimmsten Brand in der Geschichte der Region“ bezeichnete. Vor allem im Sommer kommt es in Spanien regelmäßig zu Busch- und Waldbränden. Heiße, trockene Wetterbedingungen und teils starke Winde begünstigen ihre Ausbreitung. Auch bereits gelöschte Feuer können erneut aufflammen. In den betroffenen Regionen sind kurzfristige Straßensperren und Einschränkungen möglich – auch in Tourismusgebieten. Das rät das Auswärtige Amt Befolgen Sie die Anweisungen der Feuerwehr, der Sicherheits- und Rettungskräfte und der lokalen Behörden.Informieren Sie sich über aktuelle Brandherde in ganz Spanien.Beachten Sie geltende Feuer- und Rauchverbote und weitere mit der Alarmstufe einhergehende Verbote (Betreten von und der Aufenthalt in bestimmten Waldgebieten, Lagerfeuer und Feuerwerk sowie die Nutzung elektrischer Maschinen und Geräte in ländlichen Regionen und Waldgebieten).Informieren Sie sich auch über die nationale Katastrophenschutzbehörde Protección Civil.Das spanische Warnsystem ES-Alert ermöglicht es den Behörden, im Notfall Nachrichten an Mobiltelefone in einem Gefahrengebiet zu senden. Tragen Sie Ihr Handy immer mit sich.Registrieren Sie sich und Ihre mitreisenden Familienangehörigen in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts oder prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Vorsicht in Touristengebieten In größeren Städten, touristischen Zentren und beliebten Ausflugszielen in Spanien besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko für Taschendiebstahl und Kleinkriminalität. Besonders an stark frequentierten Orten wie Flughäfen, Bahnhöfen, Busterminals, Sehenswürdigkeiten und Stränden sollten Reisende aufmerksam sein. Vor allem in Barcelona kommt es immer wieder auch zu Fällen mit Gewaltanwendung. Zudem werden weiterhin Einbrüche in Ferienunterkünfte und Fahrzeuge gemeldet. Alkoholkonsum verboten In einigen Städten und Gemeinden ist der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit verboten – Verstöße können mit Geldstrafen geahndet werden. Auf den Balearen gelten in mehreren Touristenzentren wie Playa de Palma, Arenal, Magaluf auf Mallorca und San Antoni auf Ibiza zudem besondere Regeln zur Eindämmung von Alkoholexzessen. Dazu gehören unter anderem Einschränkungen beim Ausschank von Alkohol in All-inclusive-Hotels sowie Verbote von Angeboten, die gezielt zum Alkoholkonsum anregen. Auch das sogenannte Balkonklettern und -springen ist untersagt. Sonnenfinsternis am 12. August 2026 Zudem kann es am 12. August 2026 besonders auf Mallorca in der Tramuntana im Nordwesten der Insel sowie an der Playa de Palma zu Einschränkungen kommen. Grund dafür ist eine partielle Sonnenfinsternis, die in großen Teilen Europas beobachtet werden kann. Rund um beliebte Aussichtspunkte ist daher mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und möglichen Straßensperrungen zu rechnen.