FAZ 25.05.2026
19:48 Uhr

Ostfriesland: Kind kommt in Badesee ums Leben


Bei sommerlichen Temperaturen wird ein Mädchen an einem Badesee in Marienhafe vermisst. Rund 80 Einsatzkräfte suchen mit Tauchern und Hubschrauber – am Ende kommt jede Hilfe zu spät.

Ostfriesland: Kind kommt in Badesee ums Leben

In Marienhafe im Landkreis Aurich ist an Pfingstmontag ein 13 Jahre altes Mädchen bei einem Badeunfall ums Leben gekommen. Wie die Polizei Wittmund berichtet, konnte das Kind nur noch tot von Rettungstauchern aus einem Kiessee geborgen werden. Wie es zu dem Unglück kam, wird nun ermittelt. Am Nachmittag sei ein Notruf wegen eines vermissten Kindes an dem Badesee eingegangen. Bei sommerlichen Temperaturen hätten sich zu diesem Zeitpunkt zahlreiche Menschen an dem Gewässer aufgehalten. An dem Einsatz waren nach Angaben der Feuerwehr rund 80 Kräfte beteiligt. Neben mehreren Wehren der Samtgemeinde Brookmerland waren laut Polizei auch die DLRG, der Rettungsdienst, ein Rettungshubschrauber und Notfallseelsorger vor Ort. Bei der Suche seien zudem mehrere Boote und eine Drohne zum Einsatz gekommen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt derweil vor der Unfallgefahr durch die oftmals noch niedrigen Wassertemperaturen: „Der Körper hat sich noch nicht auf die hohen Lufttemperaturen eingestellt, da erwartet ihn im kühlen Wasser die nächste Herausforderung. Leider erleben wir in jedem Frühjahr Fälle, in denen das einfach zu viel wird“, sagt DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Durch schnelles Eintauchen in kühle Gewässer können lebensgefährliche Kreislaufreaktionen entstehen. Außerdem schwinden bei niedrigen Wassertemperaturen die Kräfte schneller. Die DLRG rät daher, sich langsam an die Bedingungen zu gewöhnen und nicht zu weit hinausschwimmen.