FAZ 18.09.2026
10:54 Uhr

Open Books 2026: Diese Autoren kommen zur Frankfurter Buchmesse


Wenn die Frankfurter Buchmesse am 6. Oktober eröffnet worden ist, bietet das Lesefest „Open Books“ bei freiem Eintritt auch 2026 zahlreiche literarische Begegnungen in der Innenstadt.

Open Books 2026: Diese Autoren kommen zur Frankfurter Buchmesse

Um Kulinarik geht es, um den Nahostkonflikt, das Bergsteigen, das Bundesverfassungsgericht und den Ukrainekrieg. Um Krimis, Romane, Kinderbücher und Comics, um die besten und wichtigsten Neuerscheinungen des Bücherherbstes. 145 Veranstaltungen an vier Tagen bietet das Lesefest „Open Books“, das während der Frankfurter Buchmesse in der Innenstadt stattfindet. 200 Autoren sind rund um den Römerberg zu Gast, bei freiem Eintritt, mit 182 frisch erschienenen Titeln, die bei 90 Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz herausgekommen sind. Organisiert hat das Lesefest die Stadt Frankfurt. Die Buchmesse im Kleinen, die der Öffentlichkeit auch schon dann zugänglich ist, wenn in den Messehallen noch die Fachbesucher alleinigen Zutritt haben, ist für Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) eine „zentrale Komponente des Messegeschehens“, ein „Bekenntnis der Stadt zur Buchmesse“ und ein Beweis dafür, dass das Buch lebe: Schwindende Buchkäuferzahlen hin oder her – Leser gebe es nach wie vor. „Open Books“ ziehe sie mit rund 10.000 Besuchern Jahr für Jahr verlässlich an. Gutes bleibt, anderes verändert sich. „Es endet eine Ära“, sagt Hartwig. Juergen Boos habe die Frankfurter Buchmesse 21 herausfordernde Jahre gestaltet, in dieser Zeit hätten sich Welt, Literaturbetrieb und Buchmarkt gewandelt: „Es ist nicht einfach, das Buch als stilles und nachhaltiges Medium in einer von Spektakel und Dauererregung gekennzeichneten Zeit zu verteidigen.“ Eine Ehrung des scheidenden Buchmessendirektors durch die Stadt folge zu gegebener Zeit. Was ist neu, was ist gut, wo sind die Stars? Die Tschechische Republik, der Ehrengast der Bücherschau, für Hartwig ein europäischer Nachbar „mit einer großartigen literarischen, grafischen und filmischen Tradition“, ist beim Lesefest ebenso präsent wie Belletristik und Sachbuch. Eröffnet wird das Festival am 6. Oktober um 20 Uhr in der Deutschen Nationalbibliothek, wo auf dem „Blauen Sofa“ neben Reiner Haseloff, dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, auch der am Vorabend im Kaisersaal des Römers bestimmte Träger des Deutschen Buchpreises, der Schriftsteller Ingo Schulze und Andrea Wulf Platz nehmen. Die Veranstaltung ist ausverkauft, es gibt einen Livestream. Vom 7. bis 10. Oktober kann man dann vom späten Nachmittag an nach Herzenslust zwischen dem Haus am Dom, der Evangelischen Akademie, dem Goethehaus, der Volksbühne und dem Historischen Museum hin und her wechseln, überall beginnen jeweils von 17, 18.30 und 20 Uhr an neue Veranstaltungen. Kern des städtischen Messebetriebs sind seit mehr als 50 Jahren die beiden Abende von „Literatur im Römer“. In den gotischen Gewölbehallen des Frankfurter Rathauses sind am 7. und 8. Oktober 16 Autoren zu Gast, zu denen Lutz Seiler und Jaroslav Rudiš ebenso zählen wie die für den Buchpreis nominierten Shida Bazyar und Valeria Gordeev. Begegnungen gibt es an den Festivaltagen mit so unterschiedlichen Autoren wie Elke Heidenreich, Nele Neuhaus, Martin Suter und Charlotte Link, Reinhold Messner und Ricarda Lang, Frauke Brosius-Gersdorf und Can Dündar. Das Kinderbuchfestival „Open Books Kids“ lädt am 9. Oktober zum Bilderbuchtag ins Struwwelpeter-Museum und am 10. Oktober zu Autoren wie Cornelia Funke in die Nationalbibliothek. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels klinkt sich vom 7. bis zum 10. Oktober mit den abendlichen Lesungen der Gesprächsreihe „Zwischen Zeilen“ in der Katharinenkirche ein. Am 10. Oktober treffen mit Philippe Sands und Karl Schlögel zwei Träger des Friedenspreises aufeinander, die der ukrainischen Stadt Lemberg im Wandel der Zeit nachspüren. Der Verein „Kultur und Bahn“ schließlich, seit Jahren Veranstalter der „Literaturlounge“ im Haus am Dom, bittet vom 7. bis 10. Oktober zum „Literaturbahnhof“ im Haus des Buches an der Braubachstraße. Täglich von 17.15 Uhr an sind dort zur „Gastlandstunde“ jeweils zwei tschechische Schriftsteller zu Gast. „Open Books“, 6. bis 10. Oktober, Frankfurt, weitere Informationen unter openbooks-frankfurt.de